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Facebook will abgelegene Regionen per Drohne mit Internet versorgen

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facebook 2015Viele Unternehmen arbeiten aktuell an technischen Umsetzungen, um eine Internetverbindung auch in die entlegensten Regionen zu bringen. Google will dazu Helium-Ballons in große Höhen steigen lassen und zahlreiche weitere private Organisationen bauen an Drohnen und anderen Flugobjekten, die teilweise monatelang in der Luft bleiben sollen. Dazu hat Facebook das Connectivity Lab gegründet. Dort arbeiten hunderte Mitarbeiter und dutzende Teams daran, auch die letzten zehn Prozent der Weltbevölkerung, welche aktuell noch ohne direkte Anbindung zum Internet auskommen müssen, zu versorgen.

Facebooks Aquila Drohne
Facebooks Aquila Drohne

Doch auch Facebook ist klar, dass nicht nur eine Komponente dazu erforderlich ist, daher wird auch an einer Infrastruktur bestehend aus Fluggeräten, terrestrischen Installationen und Satelliten gearbeitet. Facebook will diese Infrastruktur später nicht selbst betreiben, sondern anderen privaten Unternehmen oder öffentlichen Institutionen eine Basis an Hard-, Software und Know-How bieten. Zumindest zwei dieser Komponenten geht Facebook mit der Drohne "Aquila" an. "Aquila" wurde von einem Team in Großbritannien entwickelt und gebaut. Dabei handelt es sich um eine autonome Drohne, die in Höhen von 60.000 bis 90.000 Fuß (18,3 bis 27,4 km) operieren soll. Damit liegt die Mindesthöhe bereits 8,3 km über dem, was Passagierflugzeuge aktuell erreichen. Die Spannweite der "Aquila" beträgt 42 m und damit auf Niveau einer Boing 737 oder einem Airbus A320. Anstatt eines Gewichtes von 52 bis 88 t (je nach Modell und Ausführung der Boing 737), soll die "Aquila" nur ein hundertstel des Gewichts aufweisen. Damit läge das Nurflügeldesign bei deutlich unter eine Tonne. Die Drohne wurde zur Gewichtseinsparung weitestgehend aus Karbongewebe gefertigt.

Laut Facebook soll "Aquila" bereit für die ersten Tests sein. Im Praxiseinsatz spricht Facebook von einer Einsatzzeit von 90 Tagen ohne Zwischenlandung. Wenn die Sonne scheint, werden über die Solarzellen, welche die komplette Oberseite des Nurflügeldesigns bedecken, nicht nur die Elektromotoren betrieben, sondern auch die Akkus geladen. In dieser Zeit steigt "Aquila" auf die Maximalhöhe von fast 30 km. Nachts wird die Energie dann aus den Akkus bezogen und zusätzlich sinkt die Drohne auf unter 20 km Höhe.

 

Take a look inside Facebook's Connectivity Lab - an important part of our effort to bring connectivity to the billions of people who are unconnected today.

Posted by Facebook Engineering on Donnerstag, 30. Juli 2015

Zweite wichtige Komponente ist aber natürlich die Versorgung mit einer möglichst schnellen Internetverbindung. Dazu hat das Communications Team in Woodland Hills in Kalifornien laut eigenen Angaben einen signifikanten Durchbruch erreicht. In den Laboren erreicht eine Laserverbindung bereits eine Datenrate von 10 GBit pro Sekunde. Allerdings wird die Umsetzung in der Praxis nicht einfach werden, denn der Laser muss aus einer Höhe von rund 20 bis 30 km auf eine Fläche einer Münze ausgerichtet werden. Aber nicht nur von der Drohne zum Boden, sondern auch zwischen mehreren Drohnen sollen solche Verbindungen aufrechterhalten werden.

Laut Facebook wird es aber noch einige Zeit dauern, bis solche Projekte in den finalen Einsatz gelangen werden. Derzeit arbeitet man nicht nur an den Projekten selbst, sondern auch an möglichst breit angelegten Partnerschaften mit Industrie und staatlichen Einrichtungen.

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Kommentare (13)

#4
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Registriert seit: 29.06.2006

Fregattenkapitän
Beiträge: 2823
Cooles Projekt, kann man da noch mitmachen XD
#5
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Registriert seit: 24.04.2010

Korvettenkapitän
Beiträge: 2367
Und Zugang gibt`s dann nur über den Account bei denen.

Dazu sag ich nur: f**k y** facebook.
#6
Registriert seit: 17.06.2010

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 412
Die Idee ist schon relativ alt wurde aber noch nie praktisch umgesetzt. Schlägt freilich in die selbe Kerbe wie Googles Projekt "Loon" mit Ballonen oder Outernet mit einer großen Zahl von Satelliten in niedriger Umlaufbahn.
#7
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Registriert seit: 10.05.2014
Berlin
Oberbootsmann
Beiträge: 929
Kommt das auch nach Deutschland?
Bei dem Internet hier könnte man das doch super gebrauchen!
#8
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Registriert seit: 22.07.2006
orbit des planeten get-low
Kapitänleutnant
Beiträge: 2011
ich verstehe diese aktion nicht. wie will facebook damit geld machen? die 10% die sie damit mit internet versorgen, werden kaum die zielgruppe sein deren traffic sie "ungelesen" durch hauseigene server jagen wollen. ich mein die machen doch damit keine kohle. oder meinen die die 10% die sie damit neu ans netz anbinden bringen verkaufbare daten, ala surfhistory und kaufgewohnheiten?
#9
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Registriert seit: 13.07.2005
tirol
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 438
Zitat
Facebook-Chef Mark Zuckerberg sagte, langfristig werde das Unternehmen davon profitieren, wenn mehr Menschen Internetzugang bekämen. Trotzdem sei das Programm nicht profitorientiert.
Quelle: spiegel.de
#10
Registriert seit: 10.03.2005

Oberbootsmann
Beiträge: 890
kunden der werbung zugänglichmachen, durch die ja fb sein geld verdient, war schon immer ein sehr profitables geschäft
#11
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Registriert seit: 18.01.2012

Vizeadmiral
Beiträge: 6715
Zitat Ra1St;23726637
Und Zugang gibt`s dann nur über den Account bei denen.

Dazu sag ich nur: f**k y** facebook.


Versuch doch mal ohne etwas zu bezahlten und ohne deine Daten bei der Telekom anzugeben Internet von denen zu bekommen.
#12
Registriert seit: 18.07.2015
Bad Rippoldsau-Schapbach
Banned
Beiträge: 3
Eigentlich klingt die Idee auf der einen Seite gut und nützlich für all die jenigen, die Probleme mit dem Web haben. Doch was will Zuckerberg damit wieder erreichen? Der macht sowieso überall Geld heraus wo er kann, scheint noch nicht genug zu haben!
#13
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 10021
@Guideare
Ohne Unternehmen die Geld wollen, gäbe es technischen Stillstand, von daher...
Könnte mir vorstellen dass sowohl FB als auch Google auf Staaten setzt die die Internetverbreitung in ihrem Land durchsetzen wollen. Da werden dann auch für eine Erhöhung der Abdeckung um nur 10%, relativ hohe Summen bereit gestellt.
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