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Kickstarter-Projekt möchte intelligentes Fahrrad finanzieren

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kickstarterDerzeit läuft auf Kickstarter ein Projekt, bei dem am Ende ein intelligentes Fahrrad bzw. ein Rahmen aus Carbon entstehen soll. Das Projekt selbst hat ein Finanzierungsziel von 100.000 kanadische Dollar bereits erreicht und liegt derzeit bei mehr als 200.000 kanadische Dollar, bei noch verbleibenden 25 Tagen. Am Ende soll dabei ein Fahrrad entstehen, dass nicht mehr per Smartphone, Tachometer oder Anbindung anderer Hardware mit Informationen gefüttert wird oder diese ausgelesen werden können, sondern das zahlreiche Sensoren und damit Funktionen bereits direkt mitliefert. Das Vanhawks Valour soll das Fahrrad der Zukunft sein. Wer an dieser Zukunft teilhaben möchte, muss aber mindestens 1.049 kanadische Dollar auf den Tisch legen und bekommt dafür zunächst einmal ein Vanhawks Valour mit fixer Umsetzung. Wer zusätzlich auch noch eine bestimmten Rahmengröße benötigt, der muss mindestens 1.249 kanadische Dollar dem Projekt besteuern, bekommt dann aber auch eine Version mit Gangschaltung.

Wie bei vielen per Kickstarter finanzierten Projekten üblich wurden auch einige weitere Ziele ausgerufen. Kommen insgesamt 200.000 kanadische Dollar zusammen (was ja inzwischen bereits geschehen ist), soll man die Farbe des Rahmens zwischen schwarz und weiß wählen können. Ab 250.000 kanadische Dollar bekommen zusätzlich auch noch die Felgen in diesem beiden Farbvarianten hinzu. Sollte das Projekt 400.000 kanadische Dollar einsammeln können, kommt auch noch eine Avid-BB5-Scheibenbremse hinzu. Auch wenn man noch weit von diesen Zielen entfernt ist, setzt man zusätzlich auch noch eines für 750.000 kanadische Dollar. Ab dann erfolgt der Antrieb über einen Riemen und dazugehörige Umsetzer - ebenfalls aus Carbon.

Nun aber zur technischen Ausstattung. So verfügt der Vanhawks Valour Rahmen über Sensoren, die beispielsweise vor Objekten und hier vor allem Fahrzeugen im toten Winkel warnen. Die Warnung erfolgt mittels LEDs auf der Lenkstange und auch Vibration in den Pedalen. Über den gleichen Weg werden dem Fahrer auch Richtungsdaten zur Navigation mitgeteilt. Die Navigation als solches findet aber auf einem Smartphone statt, dass via Bluetooth Low-Energy an den Rahmen gekoppelt ist. Direkt über die Sensoren des Rahmens werden Daten wie Fahrzeit, Geschwindigkeit, zurückgelegte Distanz, verbrannte Kalorien und genaue Positionen der Wegstrecke gesammelt. Diese können dann direkt oder im Nachhinein an ein anderes Gerät via Bluetooth übertragen werden. Dazu wird man eine App auf iOS und Android bereitstellen, welche diese Daten sammelt. Sollte das Vanhawks Valour einmal gestohlen werden, kann dies gemeldet werden und sollte ein zweiter Fahrer das Bluetooth-Announcement dieses Rahmens empfangen, werden die Standortdaten an den Besitzer weitergegeben. Allerdings dürfte es zunächst einmal unwahrscheinlich sein, dass sich zwei Besitzer eines Vanhawks Valour begegnen.

Warnung vor Gefahren im Toten Winkel

Als Sensoren setzt das Vanhawks Valour auf ein Gyroskope, einen Beschleunigungssensor, ein Magnetometer, einen Geschwindigkeitssensor und einen GPS-Empfänger. Alle technischen Gerätschaften werden über einen Akku gespeist, der wiederum von einem Supernova-Infinity-S-Front-Dynamo geladen wird. Bei der Version mit Gangschaltung kommt eine CVP Nuvinci N360 zum Einsatz, die in der Radnabe verbaut ist. Bei der Bremse sprechen die Daten nur von einem Modell von Shimano. Sattle, Griffe und Pedale stammen von Ergon (SM3, GP1 und PC2). Der kleine Rahmen soll für Fahrer mit einer Größe von 155 bis 167,5 cm sein, der mittlere für Größen von 167,5 bis 180 cm und der große Rahmen für Größen von 180 bis 190,5 cm. Das Gewicht liegt je nach Modell bei 7,17 bis 8,89 kg.

Ab September will man mit der Auslieferung beginnen. Ende August sollte dazu die Entwicklung abgeschlossen sein. Gleiches gilt natürlich auch für die parallele Entwicklung der Software auf dem Smartphone.

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Kommentare (14)

#5
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Registriert seit: 21.01.2010
Hamburg
Kapitänleutnant
Beiträge: 1643
...neben Uhr, Handy und Tablet habe ich zufällig noch eine Steckdose für ein Fahrrad frei... xD

...was für ein B*+~it!
#6
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Registriert seit: 11.12.2002

Matrose
Beiträge: 19
@Hardwareluxx
Könntet ihr bitte Radnarbe in Radnabe ändern? ;)

Je nach Sitzhaltung und gefahrener Geschwindigkeit hast du auch beim Fahrrad schon einen Bereich wo du schlecht nach hinten einsehen kannst.
Meiner Meinung nach ist es aber schon zu spät wenn das Auto neben einem ist, so wie in der Animation dargestellt. Ein Ordentlicher Rückspiegel würde wohl mehr bringen.

Warum man allerdings so ein Technologieträger maximal mit einer Seilzug betätigten Scheibenbremse ausrüstet bleibt wohl ein Geheimnis.
#7
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Registriert seit: 18.01.2012

Vizeadmiral
Beiträge: 7771
Viel schlimmer finde ich die vorstellung das es bald deppen auf fahrrädern geben könnte die sich garnicht mehr umschauen da sie davon ausgehen das ihr fahrrad das für sie übernimmt.

#8
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www.twitter.com/aschilling
[printed]-Redakteur
Tweety
Beiträge: 29481
Zitat Gubb3L;22177040
Viel schlimmer finde ich die vorstellung das es bald deppen auf fahrrädern geben könnte die sich garnicht mehr umschauen da sie davon ausgehen das ihr fahrrad das für sie übernimmt.


Das gleiche kannst du dann aber auch zu Fahrerassistenzsystemen in Autos sagen.
#9
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Registriert seit: 19.01.2008
Wolfenbüttel
Stabsgefreiter
Beiträge: 332
Die NuVinci wird nicht IN die Radnabe verbaut!
Die NuVinci IST die Nabe.

Und was zum Henker sind "Umsetzer" ??? Sind damit die Riemenscheiben gemeint? Wenn ja, sind diese aus Alu und nicht aus Carbon.

Die sollten auch erstmal nen ordentlichen Rahmen bauen bevor die sich noch mehr gruselige Ausstattungen überlegen. Allein wie das Lenklager da zwischen Rahmen und Gabel rausguckt. Semi-Integriert gibts da mal als Vorschlag.

Und wenn die schon einen Werbefilm drehen, dann mit einem eingestellten Fahrrad, der Typ sitzt da drauf wie ein Affe auf nem Schleifstein.
#10
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Registriert seit: 18.01.2012

Vizeadmiral
Beiträge: 7771
Zitat Don;22177291
Das gleiche kannst du dann aber auch zu Fahrerassistenzsystemen in Autos sagen.


Nur weil ich das bei dem Fahrrad sage heißt es nicht das ich das bei autos auch so sehe.

Einparkasssistenten - Wie viele können heutzutage überhaupt noch ohne die dinger vernünftig einparken ?
Spurhalteassistente - Verleiten dazu auch müde/übermüdet weiter zu fahren da das auto ja korrigiert bzw. man gewarnt wird wenn man von der spur abkommt.
Abstandshaltesysteme/Notbremsassistent - Praktisch wenn es dazu geht Notbremsungen einzuleiten aber in den meisten fällen vorallem in kombination mit einem tempomaten eine der größte verlockungen unaufmerksamer zu fahren.
Navigationssysteme - Klar super Praktisch und ich nutze so nen Teil auch aber frag mal jemanden der nur noch nach den dingern fährt nach dem weg oder wie er zu der aktuellen position gekommen ist.

Es ist natürlich nicht alles schlecht da viele Dinge auch Sicherheitsfeatures sind, jedoch verleiten viele davon auch zu unvorsichtigerem Fahren und das brauchen wir bei eh schon meist sehr unrücksichtsvollen Fahrradfahrern die fahren wie sie wollen zusätzlich zu den bekloppten Autofahrern nicht auch noch.
#11
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Registriert seit: 22.08.2006

Fregattenkapitän
Beiträge: 2590
Ohje .... wo soll ich da nur anfangen?
Zum einem sind im News-Text einige wenige technische Fehler aber da kann man Andreas keinen wirklichen Vorwurf machen.
Beispielsweise sind mit den Größenangaben die Körpergröße der Fahrer gemeint.
"Der kleine Rahmen besitzt Abmessungen von 155 bis 167,5 cm, der mittlere von 167,5 bis 180 cm und der große Rahmen von 180 bis 190,5 cm."
Die drei Rahmen haben jeweils die Größe 50, 53 und 56cm. Das ist die übliche Angabe von Rahmengrößen und beschreibt den Abstand der Tretlagerachse zur Oberkante des Sitzrohrs. Alternativ wird das Längenmaß gern auch in Zoll angegeben.

Wie Sir_Xplode schon angemerkt hat, sitzt die NuVinci nicht in der Nabe, es ist eine Getriebenabe für das Fahrrad mit stufenloser Übersetzung und einer Übersetzungsbandbreite von 360%.
Was zudem mit "Umsetzer" gemeint ist bleibt auch mir ein Rätsel.

Zum eigentlichen Bike: Man sieht ganz klar, dass das Rad von Hypstern für Hyspter gemacht ist. Die Leute haben gar keine Ahnung vom Fahrradbau und in dem Kickstarter Text sind einige Sachen, über die man nur lachen kann. Technisch würde das hier in diesem Forum aber wohl zu weit gehen und daher lass ich es an dieser Stelle gut sein.
Der Ansatz, dass man das Fahren im Verkehr sicherer machen will, ist jedoch sehr gut. Allerdings haben die Hypster jeglichen Firlefanz hinzugefügt, der dafür nicht nötig ist und nur darauf abzielt, das Rad anderen Hypstern schmackhaft zu machen.
#12
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Registriert seit: 11.12.2002

Matrose
Beiträge: 19
Zitat Don;22177291
Das gleiche kannst du dann aber auch zu Fahrerassistenzsystemen in Autos sagen.


Das Problem ist auch nicht ganz von der Hand zu weisen. Manche Autos zum Beispiel, haben ohne elektronische Helfer ein gefährliches Fahrverhalten, wie die Mercedes A-Klasse der ersten Generation.
Unzulänglichkeiten wie eine schlechte Übersicht über das Fahrzeug, werden doch gerne durch Fahrerassistenzsystemen ausgeglichen.
An Fahrrädern gebe es auch noch eine Menge andere Dinge zu verbessern. Eine leicht zu justierende verstellsichere Lampenhalterung zum Beispiel.
#13
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Registriert seit: 07.09.2004
Hamburg
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1527
Welch ein Schwachsinn - die bekommen keinen Cent von mir!
#14
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Registriert seit: 18.01.2012

Vizeadmiral
Beiträge: 7771
Zitat dod130;22177485
Das Problem ist auch nicht ganz von der Hand zu weisen. Manche Autos zum Beispiel, haben ohne elektronische Helfer ein gefährliches Fahrverhalten, wie die Mercedes A-Klasse der ersten Generation.

Unzulänglichkeiten wie eine schlechte Übersicht über das Fahrzeug, werden doch gerne durch Fahrerassistenzsystemen ausgeglichen.


Das sind aber elektronische Helfer die rein der Fahrsicherheit dienen und zählen nicht zu den oben von mir aufgelisteten.

Das zweite stimmt so leider und ist ein Produkt des Designerwahns. Autos müssen nicht mehr rein sinnvoll, praktisch und sicher gebaut werden sondern auch noch hohe ästhetische ansprüche erfüllen und das geht dann z.b. zu lasten der übersichtlichkeit.
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