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Smartwatches und andere Wearables verlieren schnell ihren geringen Reiz

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hardwareluxx news newGlaubt man diversen Online-Shops, steigt das Interesse an Smartwatches und anderen Wearable-Devices wie Fitness-Armbändern rasant. Fest machen kann man das unter anderem an der schnell wachsenden Zahl an Anbietern: Derzeit sind elf „intelligente“ Uhren gelistet, hinzu kommen 15 Fitness-Tracker sowie zig bereits angekündigte Geräte. Doch tatsächlich soll die Attraktivität derartiger Geräte weitaus geringer als von vielen behauptet sein.

Zu diesem Schluss kommt zumindest der britische Guardian, der sich auf diverse Beobachtungen und eine Studie des US-Beratungsunternehmens Endeavour Partners bezieht. In der Untersuchung stieß das Unternehmen auf eine überraschende Entwicklung. Denn schon innerhalb von nur sechs Monaten würde etwa ein Drittel der Besitzer eines Wearables dieses nicht mehr nutzen. Dieser Anteil selbst mag gering wirken, doch in Hinblick auf die Käuferstruktur wurde bislang nicht mit einem derart hohen Wert gerechnet. Denn vor allem Personen zwischen 25 und 34 Jahren würden zu einer Smartwatch oder einem Fitness-Tracker greifen, meist mit einem überdurchschnittlichen Interesse an Technik. Insgesamt würde mittlerweile jeder zehnte erwachsene US-Amerikaner ein solches Gerät besitzen, die Hälfte würde es jedoch nicht mehr verwenden.

Als Gründe hierfür werden vor allem zwei Punkte genannt: Das derzeit hohe Entwicklungstempo, das Käufer älterer Versionen verärgert sowie falsche Erwartungen. Letzteres Argument wird dabei mehrfach angeführt, allerdings in zwei verschiedenen Lesarten. Der eine Teil hat sich selbst mehr von seiner Smartwatch oder seinem Fitness-Tracker versprochen, der andere hat sich von nicht eingehaltenen Versprechungen der Hersteller blenden lassen. Ein großer Anteil der Käufer hätte aufgrund beider Punkte Vergleiche mit Smartphones angestellt. Diese bieten oftmals einen großen Mehrwert, dementsprechend würde von Smartwatches und ähnlichem ein weiterer Vorteil erwartet worden.

Dass dies jedoch oftmals nicht der Fall ist, falle meist erst nach einigen Wochen auf - das Gerät lande dann in der Schublade oder bei eBay. Die selbst gemachten und dann nicht erfüllten Hoffnungen führen dann zu Desinteresse, das mit mit fehlender Motivation begründet wird. So würden viele derjenigen, die die Nutzung des Wearables noch kurzer Zeit einstellen, die Motivation verlieren. Mitunter seien diese Personen davon ausgegangen, dass ein Fitness-Tracker oder eine Smartwatch die Motivation am Sporttreiben steigern würden, ein anderer Teil würde hingegen schnell feststellen, dass derartige Geräte beim Sport keinen ausreichenden Mehrwert bieten - schließlich sei das Smartphone meist dabei und biete in vielen Fällen zumindest rudimentäre Fitness-Funktionen.

Für die Hersteller entsprechender Hardware könnte sich dies zu einem Problem entwickeln. Denn vieles deutet darauf hin, dass die eigenen Geräte entweder falsch beworben oder im schlimmeren Fall an den Wünschen der Verbraucher vorbei entwickelt worden sind.

Für beides sprechen Zahlen aus dem Vereinigten Königreich. Das Marktforschungsunternehmen TGI kommt zu dem Schluss, dass dort etwa 4,5 Millionen Erwachsene - insgesamt zählt das UK etwa 63,7 Millionen Einwohner - in Fitness-Clubs angemeldet und somit potentielle Nutzer eines Fitness-Trackers sind; hinzu kommen diejenigen, die Sport außerhalb eines Clubs treiben. Bislang, so die Analysten von KWP ComTech, würde aber nur ein Prozent der Einwohner (0,637 Millionen) eine Smartwatch besitzen, ein Fitness-Armband immerhin 1,8 Prozent (1,146 Millionen). Auf die Frage, warum KWP ComTech sich bei seiner Untersuchung lediglich auf das Vereinigte Königreich beschränkt hat, folgte eine einfache Antwort: Man gehe davon aus, dass man damit die Region mit der größten Verbreitung derartiger Geräte berücksichtigt hätte. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die Zahlen im restlichen Europa nochmals schlechter ausfallen.

Gründe hierfür gibt es mehrere, zumindest einer wirft einen noch größeren Schatten auf das vermeintliche Interesse der Käufer. Denn in Großbritannien wurde beispielsweise die Samsung Galaxy Gear zum Verkaufsstart im vergangenen Herbst oftmals kostenlos oder vergünstigt beim Kauf eines Galaxy Note 3 angeboten. Dem Guardian zufolge resultiert dies noch immer in einem hohen Angebot in Verkaufsbörsen - oftmals mit dem Zusatz, dass man die Uhr kostenlos erhalten habe und sie nicht haben wolle.

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