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Infineon plant die Übernahme des US-Chipherstellers Cypress

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Der Münchener Halbleiterhersteller Infineon hat die Übernahme seines US-Amerikanischen Konkurrenten Cypress Semiconductor angekündigt. Infineon zahlt dafür einen Preis von 23,85 US-Dollar je Cypress-Aktie, was einem Übernahmewert von 9 Milliarden Euro entspricht. Bis Anfang 2020 soll der Prozess abgeschlossen sein, langfristig werden durch die Zusammenarbeit Umsatzsynergien von 1,5 Milliarden Euro und Kosteneinsparungen von 180 Millionen Euro jährlich erwartet.

Mit der Übernahme könne Infineon seinen Kunden "das umfassendste Portfolio für die Verbindung der realen mit der digitalen Welt anbieten" und "große zusätzliche Wachstumspotenziale in den Bereichen Automobil, Industrie und Internet der Dinge" erschließen, sagte der Vorstandsvorsitzende von Infineon, Reinhard Ploss. Die Übernahme ist bereits mit der Cypress-Führung abgestimmt, so sagte der CEO von Cypress, Hassane El-Khoury, dass die beiden Unternehmen sehr gut zusammenpassen würden und sie gemeinsam "von den Möglichkeiten des milliardenschweren Marktes profitieren" werden. Allerdings müssten die Aktionäre von Cypress sowie die jeweils zuständigen Aufsichtsbehörden noch zustimmen.

Besonders der Markt für Chip-Lösungen im Automobil-Bereich, aber auch auch IoT-Produkte für Industrie und Endkunden wären mit der Akquisition von Cypress ein neuer Schwerpunkt. Hier könne Infineon mit der eigenen Expertise im Bereich Sicherheit vom Know-How seines Konkurrenten bei Connectivity und Software profitieren. Zudem würde Infineon zum insgesamt achtgrößten Chip-Hersteller der Welt aufsteigen, im Bereich Automobil sogar zum größten.