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Huawei: Baldige Anklage durch die US-Justizbehörden

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Wie das Wall Street Journal jetzt berichtete, ist der chinesische Telekommunikationsausrüster Huawei aufgrund von angeblichen Ausspähungen von Geschäftsgeheimnissen aktuell Gegenstand einer strafrechtlichen Untersuchung der US-Justizbehörden. Die Ermittlungen scheinen bereits weit fortgeschritten zu sein und sollen laut Aussagen von Insidern bald zu einer Anklage führen. Ebenfalls von der möglichen Wirtschaftsspionage betroffen könnte auch die Telekom-Tochter T-Mobile US sein. Hier stehe ein Gerät zum Testen von Smartphones im Mittelpunkt.

Der chinesische Smartphone-Hersteller wollte sich am Donnerstag allerdings nicht direkt zu den erwähnten Ermittlungen äußern. Ein Unternehmenssprecher ließ in einer Stellungnahme verlauten, dass Huawei und T-Mobile ihren Rechtsstreit 2017 beigelegt hätten. Die damalige US-Jury hätte "weder Schaden, ungerechtfertigte Bereicherung noch absichtliches oder böswilliges Verhalten durch Huawei festgestellt".

Die US-Behörden haben schon länger Sorge, dass Huawei-Produkte ein Sicherheitsrisiko darstellen und haben den chinesischen Hersteller aufgrund dessen größtenteils vom Netzwerkmarkt in den USA ausgeschlossen. Zusätzlich verschärfte sich die Situation durch den Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und China. Die US-Regierung wirft Huawei unter anderem den Diebstahl von geistigem Eigentum und den zwangsweisen Techniktransfer vor.

Gründer und CEO Ren Zhengfei äußerte sich am Dienstag

Aus diesem Grund verstärkte die US-Justizbehörde ihre Bemühungen und ging verstärkt Vorwürfen wegen Technikdiebstahls nach. Hierbei wurden auch Behauptungen über angebliches chinesisches Fehlverhalten in früheren Zivilklagen für strafrechtliche Ermittlungen aufgegriffen. Der Gründer und CEO Ren Zhengfei äußerte sich am Dienstag vor US-Journalisten und beteuerte abermals, dass sein Unternehmen keine Spionage betreiben würde: "Wir würden sicher jede solcher Aufforderungen ablehnen." Kein Gesetz in China zwinge Unternehmen dazu, Hintertüren einzubauen. Auch seien weder er noch Huawei jemals von der Regierung aufgefordert worden, "unangemessene Informationen zur Verfügung zu stellen", so Zhengfei.

Allerdings sind nach den Cyber-Sicherheitsgesetzen in China alle im Land tätigen Unternehmen dazu verpflichtet, Daten an die Behörden auszuhändigen wenn es um die nationale Sicherheit geht. Die Definition einer Gefahr für China bietet aber laut Diplomaten einen großen Interpretationsspielraum.

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Kommentare (5)

#1
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Registriert seit: 17.06.2005

Kapitänleutnant
Beiträge: 1638
Die USA verpflichten alle US-Unternehmen Ihnen die Daten auszuhändigen, aber wenn die Chinesen das Gleiche machen, dann verklagt man die Unternehmen auf den Verdacht hin, daß sie es tun könnten/würden.

Sorry, aber ich finde die USA und deren Doppel-Moral immer mehr zum kotzen.

Schade, daß es keine Alternativen zu intel/AMD/nVidia/Apple/Microsoft/Google im IT-Sektor gibt, denn damit halten die USA den Rest der Welt als Geisel.
#2
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Registriert seit: 15.01.2010
EnnErWe
Admiral
Beiträge: 8941
Zitat jrs77;26749688
Die USA verpflichten alle US-Unternehmen Ihnen die Daten auszuhändigen, aber wenn die Chinesen das Gleiche machen, dann verklagt man die Unternehmen auf den Verdacht hin, daß sie es tun könnten/würden.

Sorry, aber ich finde die USA und deren Doppel-Moral immer mehr zum kotzen.

Schade, daß es keine Alternativen zu intel/AMD/nVidia/Apple/Microsoft/Google im IT-Sektor gibt, denn damit halten die USA den Rest der Welt als Geisel.


Richtig!
#3
Registriert seit: 08.05.2018

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1322
Zitat AQi666;26749797
Richtig!


falsch!

die USA haben macht, und wollen sie erhalten. Da macht jedoch ein endliches gut ist bedeutet es, dass wenn jemand mehr macht erlangt sie welche verlieren.
#4
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Registriert seit: 01.03.2013

Bootsmann
Beiträge: 638
Wir werden wahrscheinlich nie erfahren wo, wer, wie, was getan hat. Das China schon seit langen Jahren kopiert wie der Teufel, und manche Länder und Firmen ihr Wissen in den Rachen schmeißen ist doch nichts Neues. Das der Geheimdienst eine feste Institution der Staatsform und politische kommunistische Ideologie ist und war, ist auch nicht neu. Hauptsache billig produzieren und China in den weltwirtschaftlichen Konstrukt einbinden, um ihn ruhig zu halten und das Machtgefüge auf der Welt stabil zu halten. Wenn man von Stabilität überhaupt reden kann. In Moment eher das Gegenteil.
#5
Registriert seit: 08.05.2018

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1322
krieg und zerstörung ( und damit erneuerung) gibt es seit jeher in der menschheit, also irgendwie doch eine beständigkeit ^^
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