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SpaceX BFR: Von einer Stadt zur nächsten in 30 Minuten

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spacex

Zu den ohnehin schon ambitionierten Plänen für eine BFR getaufte Rakete stellte SpaceX auch noch Pläne für einen Flugverkehr mit dieser Rakete vor. BFR soll die Menschheit in die Lage versetzen, nicht nur größere Lasten in den Orbit, bis zum Mond oder gar bis zum Mars zu befördern, sondern könnte auch dazu genutzt werden einen regelmäßigen Flugverkehr zwischen den größten Städten der Erde einzurichten.

Dies ist nur möglich, da SpaceX für die BFR eine Wiederverwendungsquote von 100 % vorsieht. Nahezu alles der Rakete kehrt zum Startpunkt zurück oder kann am Ankunftsort weiterverwendet werden. Einzig der Treibstoff wird verbraucht.

Nahezu alle Verbindungen ließen sich in unter 30 Minute reiner Flugzeit realisieren, echte Langstrecken zu einem auf der Erdkugel gegenüberliegenden Ort würden maximal 60 Minuten dauern. In einer Animation zeigt SpaceX die Reise von New York nach Shanghai. Gestartet und gelandet wird auf auf schwimmenden Plattformen, ähnlich wie dies SpaceX mit den Landungen der Falcon 9 bereits teilweise heute vormacht. Einmal im Orbit angekommen, fliegt die Rakete mit einer Geschwindigkeit von 27.000 km/h, tritt wieder in die Atmosphäre ein und landet. Die Flugdauer New York nach Shanghai beträgt hier laut SpaceX nur 39 Minuten. Los Angeles nach Toronto wäre in 24 Minuten möglich, Los Angeles nach New York in 25 Minuten und Los Angeles nach Johannisburg in Südafrika in 50 Minuten.

Allerdings dürfte es sich bei diesen Plänen eher um eine Vision handeln, deren Umsetzung mehr als fraglich ist. Die Reisedauer ist der eine Punkt, das Ein- und Aussteigen käme noch hinzu und am Ende ist die Zeitersparnis auch eine Frage des Erlebnisses, mit einer Rakete um den halben Erdball zu fliegen. Der körperliche Stress ist dabei nur ein Punkt. SpaceX muss für solche Flüge auch eine Zuverlässigkeit erreichen, die mit aktuellen Flugzeugen möglich ist. Dies ist sicherlich das Ziel mit der BFR, ob ein Erde-zu-Erde-Flugverkehr in dieser Form aber auch wirtschaftlich sinnvoll sein kann, bleibt weiter offen.

Elon Musk zeigt allerdings einmal mehr, dass es Visionen benötigt, um voran zu kommen. In der Präsentation zur BFR stellte er mehrfach die Frage, warum Menschen es noch nicht zum Mars geschafft haben oder warum es noch keine Mondkolonie gibt. Im Jahre 2017 müsse dies eigentlich möglich sein. Daher stellt Musk mit SpaceX auch immer sehr ambitionierte Ziele vor, auch im Wissen, am Zeitplan scheitern zu können.

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Kommentare (9)

#1
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 11764
Hmm, das war schon mit der Concorde damals sehr schwierig da sie sich selbst bei Ticketpreisen von 11000$, nur bedingt für die Betreiber rentierte. Ob das mit den Plänen hier effizienter ginge?
Spannend ist die Zukunft natürlich allemal.
#2
Registriert seit: 13.09.2008
Oben uff'm Speischer
Kapitän zur See
Beiträge: 3099
Zitat DragonTear;25845006
Hmm, das war schon mit der Concorde damals sehr schwierig da sie sich selbst bei Ticketpreisen von 11000$, nur bedingt für die Betreiber rentierte. Ob das mit den Plänen hier effizienter ginge?
Spannend ist die Zukunft natürlich allemal.


Elon Musk sagte dazu auf Instagram: "Cost per seat should be about the same as full fare economy in an aircraft. Forgot to mention that." Also vergleichbar mit Business Class Tickets für dieselbe Strecke.

Ob das einzuhalten ist, bleibt meiner Meinung nach fraglich. Ich sehe die Aussage eher als ein "da wollen wir irgendwann mal im Regelbetrieb hin" als ein "wird von Anfang an so günstig sein". Es muss ja schließlich in teure Infrastruktur investiert werden. "Anywhere on Earth" funktioniert natürlich nur dort, wo man mit diesem Mordsteil auch legal landen, auftanken und wieder starten kann.
#3
Registriert seit: 10.03.2005

Leutnant zur See
Beiträge: 1275
bei der immer weiter wachsenden zahl an reichen menschen ist das überhaupt kein thema.

wiveiel tesla müssen co2 sparen damit der ausstoß dieser rakete kompensiert wird. nachdem aktuell einige den flugverkehr in verruf bringen wollen wegen der umweltschädlichkeit fliegt er mit raketen durch den orbit.

die deutsche denke steht solchen innovationen gerne im weg, solange er nicht regenerativ fliegt oder besser novh elektrisch.
#4
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Registriert seit: 10.05.2006

Korvettenkapitän
Beiträge: 2454
Umweltfreundlich wird das nicht werden, bevor es keinen Spacelift gibt...
#5
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 11764
Ja da ist was dran. Umweltschutz ist definitiv ein Thema. Wobei es da auf den Treibstoff ankommt. Ein Flüssig-Wasserstoff Antrieb wie der Hauptantrieb des Space Shuttles zum Beispiel stösst nur Wasser aus. Natürlich ist die Frage mit welchen Energiequellen, dieser Wasserstoff und Sauerstoff produziert wurde.

Denke am Ende muss man beides machen. Nach den Sternen greifen und trotzdem hinter sich blicken dass man nicht nur verbrannte Erde für unsere Nachfahren hinterlässt.
Die Welt auf Agrarproduktion umstellen ala Interstellar wird uns auch nicht retten und ist auch nicht Sinn der Menschheit ;)

Nur sobald es echte Alternativen zur umweltschädigenderen Lösung für ein Problem gibt (wo E-Autos sehr nah dran sind), dann sollte man darauf auch setzen und nicht der Vergangenheits willen, stehen bleiben (und z.B. darüber schwelgen wie toll Verbrenner sind) :)

Für Raketen gibt es bislang noch keine solche Alternative. Ja, der Space-Lift wäre was feines. Sehe ich auch als einzige Möglichkeit das halbwegs bezahlbar zu machen.
Um den irgendwann zu bauen brauchen wir aber auf jeden Fall solche, bessere Raketen.
#6
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Registriert seit: 10.05.2006

Korvettenkapitän
Beiträge: 2454
E-Autos sind aktuell noch kein Ersatz. Dazu gibt es zu viele Probleme. Man könnte z.Z. gar nicht so viele Batterien bauen wie notwendig wäre, abgesehen davon, dass die Herstellung nicht umweltschonend ist.

Wasserstoff ist auch eine mögliche Alternative. Ob nun erstmal als Verbrenner oder mit Brennstoffzelle. Man kann auch deutlich mehr Fahrradmobilität fördern. Und für Lasten mehr den Schienenverkehr (das scheint der Bahn ja nicht profitabel genug zu sein).

Möglichkeiten gäbe es viele. Nur ist keine ausgereift genug um alles existierende umzuschmeißen. Mal abgesehen davon, dass der Druck aktuell nicht groß genug ist(sowohl ökologisch, als auch politisch) um den Willen etwas zu ändern, zu fördern.

Solang der Spritpreis weiterhin so niedrig ist, wird sich daran auch nichts ändern.
#7
Registriert seit: 06.04.2016

Matrose
Beiträge: 5
Umweltprobleme dürften dank O2 und Methan als Brennstoff wohl entfallen:
"Capable of refueling in space, the BFR’s fuel tank can hold up to 240 tons of CH4 and its oxygen tank 860 tons of liquid O2. "

Elon Musk: SpaceX’s “BFR” Rocket Will Do More Than Take Us to Mars

Ich liebe einfach den Ausdruck "Big Fucking Rocket" (auch wenn er nicht offiziell so benutzt wird. Herrlich unkonventionell. :)
#8
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Registriert seit: 10.08.2005
Düsseldorf
Vizeadmiral
Beiträge: 7583
Abgesehen davon brauchen E-Autos durch die Batterien etc. sehr viele Materialien in der Produktion wie seltene Erden etc. Umweltfreundlich geht anders - im Gegenteil, die Dinger sind durch die Produktion wahre Drecksschleudern!
#9
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Registriert seit: 30.07.2001

Stabsgefreiter
Beiträge: 265
Deutsche Schwarzseher wieder, das kennt man ja. Und dann doof aus der Wäsche gucken wenn andere den Markt übernehmen.

@Mutio: egal wie das E-Auto hergestellt wurde, dein Benziner fährt in 20 Jahren noch nicht sauber, das Elektroauto aber schon.

Der Space-Lift ist die ideale Alternative um umweltbewusst in den Orbit zu gelangen, aber leider mit heutiger Technologie noch nicht realisierbar. Die BFR für Erde-zu-Erde Verbindungen zu nutzen ist zwar alles andere als umweltfreundlich, aber tatsächlich heute schon möglich. Ich sehe durchaus den Nutzen in schnellen internationalen Verbindungen, und wenn sie dann noch ein Marsprogramm mitfinanzieren können - ich bin dabei! Außerdem ist es irgendwie schon ziemlich cool ;)
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