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Lebensmittel per DHL: Amazon Fresh soll im April in Deutschland starten

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Der Versand-Handel boomt. Das gilt nicht nur für den Einkauf von Kleidung und Heimelektronik, auch immer mehr Dinge des täglichen Bedarfs können via Internet bestellt werden. Mit Blick auf Lebensmittel ist der Kreis der Anbieter aber klein, als führend darf hier die Einzelhandelskette REWE bezeichnet werden. Doch schon bald könnte sich das ändern. Bereits im April soll Amazon Fresh auch hierzulande an den Start gehen.

Bislang bietet Amazon den Einkauf von Lebensmitteln nur in den USA sowie England an und dort auch nur in ausgewählten Regionen. Der Start erfolgte 2007, bzw. 2008 in Seattle, von 2013 bis 2015 kamen Los Angeles, San Francisco, San Diego, New York, Philadelphia, Baltimore und Sacramento hinzu. Im vergangen Jahr folgten dann London, Dallas und Chicago. Deutschland spielte in den Planungen hingegen keine Rolle, auch aufgrund des scharfen Wettbewerbs, dem sich selbst Größen wie Walmart geschlagen geben mussten.

Nun soll Berlin bereits im nächsten Monat folgen. Zwar hat sich Amazon nicht zu dem Thema geäußert, das Handelsblatt bezieht sich in seinem Bericht jedoch auf - Zitat - Insider. Die wiederum wollen ihr Wissen aber ebenfalls nicht vom Online-Händler bezogen haben. Stattdessen wird auf DHL verwiesen. Das Logistik-Unternehmen soll zumindest vorerst als Exklusivpartner für Amazon Fresh fungieren. Ursprünglich soll Amazon mit mehreren Auslieferern geplant haben, die Tochter der Deutschen Post habe am Ende aber den alleinigen Zuschlag erhalten. Auch aufgrund der finanziellen Rahmenbedingungen. DHL wird den Angaben zufolge aber nicht nur für die Auslieferungen, sondern die gesamte Logistik übernehmen.

Sollte der Startschuss tatsächlich schon in den kommenden Wochen erfolgen, dürfte eine offizielle Bestätigung nicht mehr lange auf sich warten lassen. Fraglich bliebe dann lediglich noch, wann Amazon Fresh in weiteren Regionen verfügbar wird. Vermutet wird, dass Amazon derzeit bereits an der Infrastruktur für den Raum München arbeitet, auch über eine Ausweitung über ganz Deutschland soll schon ein Thema sein.

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Kommentare (9)

#1
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Registriert seit: 06.03.2014
Münchner Süden
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Beiträge: 354
Ich finde gerade im Bereich von Lebensmitteln macht sich die Globalisierung mit all ihren tollen Eigenschaften und ihrer, auf der anderen Seite, häßlichen Fratze sehr gut bemerkbar. Gab es in meinen Kindestagen noch den guten alten "Tante Emma- Laden" um die Ecke (bei dem man im Notfall auch mal Sonntags an der Hintertür klingeln konnte), wurde dieser dann in den goldenen 80er Jahren zumehmend von Aldi und Co verdrängt. Die Auswahl an Produkten nahm stetig zu und die Preise purzelten immer weiter nach unten. Mit allen hinlänglich bekannten Folgen über die sich der geneigte Verbraucher in der damaligen Zeit so gut wie keine Gedanken machte.

Heute haben wir in Deutschland so ziemlich die billigsten Preise im Lebensmittelbereich (im EU- Vergleich). Aber niemand kann die Produzenten eingrenzen, wenn sie so richtig Schei... bauen. Und der Preis ist ein "Massensterben" von Kleinbetrieben/- Produzenten, das bis heut anhält. Allein in Bayern haben nach dem Ende der Milchquote über 5.000 Kleinbetriebe in der Milchproduktion aufgegeben.
Und heute kommen Konzerne, wie Amazon daher und fangen ganz langsam an die Lebensmitteldisounter zu verdrängen. Klar, davon sind wir noch ein gutes Stück weit entfernt. Kommt nicht heut und nicht morgen. Aber es wird kommen. Wenn wir es annehmen.

Ich will das alles nicht perse verteufeln, aber wir (als Verbraucher) sollten uns genau überlegen ob das eine wirklich gute Entwicklung ist.
Frei nach dem Motto: "Pass auf was Du Dir wünschst, es könnte in Erfüllung gehen..."
#2
Registriert seit: 10.04.2008

Hauptgefreiter
Beiträge: 136
AllyouneedFresh, Mytime...
#3
Registriert seit: 21.03.2006
Allgäu
Fregattenkapitän
Beiträge: 3054
wenn man dann nach dem auspacken die berge von verpackungsmüll sieht-nein danke.
#4
Registriert seit: 25.04.2010

Hauptgefreiter
Beiträge: 228
Ist halt das Prinzip von Angebot und Nachfrage.

Offensichtlich können die Tante-Emma Läden nicht das bieten, was die Kunden suchen, sonst würden sie nicht pleite machen.

Das gleiche gilt für die Milchbauern. Damit man erfolgreich bestehen kann darf man nicht auf Almosen, Subventionierungen oder Gesetzte die den Markt massiv verzerren hoffen.

#5
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Registriert seit: 23.03.2017
Bochum
Matrose
Beiträge: 1
Bei mir in der Nähe gibt es bereits ,,Lebensmittel - Läden", wie beispielsweise eine Bäckerei, welche auch Bio Produkte anbietet und diese ist nun Online gegangen.
Man muss sich eben an die Zukunft anpassen. Es war schon immer so. Früher oder später werden auch Jobs etc. durch Technologie ersetzt werden.
#6
Registriert seit: 05.12.2010

Flottillenadmiral
Beiträge: 5520
Das werden die wohl auch verkaufen:

[video=youtube;nbdbdIHO9Ww]https://www.youtube.com/watch?v=nbdbdIHO9Ww[/video]
#7
Registriert seit: 20.11.2005
Hessen (Frankfurt)
Flottillenadmiral
Beiträge: 4272
Allyouneed fand ich persönlich super. Viele Dinge sehr günstig, vorgekochte Maronen bekam ich für die Hälfte mit Amazon verglichen. Klar, Konkurrenz ist böse und mit Industrie 4.0 wird es noch viel schwerer. Aber darüber denken wir, wenn es soweit ist. Noch ist ja eine Mittelschicht vorhanden und die Völker bekommen, was sie wählen und verdienen.

Stimmt doch, stimmt! Stimmt für König Alex!
:D
#8
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 12602
Konkurenz ist böse?!
Wenn es zu viel Konkurenz sind wir eben zu viele Menschen auf der Welt... Ansonsten läuft die Entwicklung wie sie soll und ins positive/komfortablere.
#9
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Registriert seit: 06.03.2014
Münchner Süden
Stabsgefreiter
Beiträge: 354
Zitat _alex_;25419868
Allyouneed fand ich persönlich super. Viele Dinge sehr günstig, vorgekochte Maronen bekam ich für die Hälfte mit Amazon verglichen. Klar, Konkurrenz ist böse und mit Industrie 4.0 wird es noch viel schwerer. Aber darüber denken wir, wenn es soweit ist. Noch ist ja eine Mittelschicht vorhanden und die Völker bekommen, was sie wählen und verdienen.

Stimmt doch, stimmt! Stimmt für König Alex!
:D



Zitat DragonTear;25420085
Konkurenz ist böse?!
Wenn es zu viel Konkurenz sind wir eben zu viele Menschen auf der Welt... Ansonsten läuft die Entwicklung wie sie soll und ins positive/komfortablere.

Naja, ganz sooo einfach ist es nun mal nicht. Die Entwicklung läuft nicht wie sie soll und ins positive/ komfortablere.
Das mag augenblicklich und kurzfristig gesehen so sein. Aber was glaubst Du, woher die vielen Wirtschaftsflüchtlinge herkommen und warum sie kommen. Das was wir an Flüchtlingsströmen in den vergangenen zwei Jahren erlebt haben ist erst der Anfang. Und was denkst Du wird der "Spass" den Steuerzahler langfristig kosten? Und gerade der globalisierte Lebensmittelhandel mit Dumpingpreisen trägt auf Dauer dazu bei. Was glaubt ihr machen die ganzen Klein- Bauern, die ihre Betriebe wegen "Unwirtschaftlichkeit" und unserer "Geiz ist geil"- Mentalität aufgeben müssen. Ein guter Teil wird der Allgemeinheit auf der Tasche liegen. Aber wir haben ja soooo viel gespart dabei.

Und was die Menge der Menschen angeht. Dragon, Du wirst das Problem persönlich nicht lösen können. Aber Du kannst ja, wenn Du magst Deinen ganz persönlichen Beitrag dazu leisten. Ist ganz einfach und muss auch nicht weh tun ;)
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