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CEOs des Silicon Valley stellen sich gegen Trumps Einreiseverbot

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weißes hausGestern erließ Präsidenten Donald Trump ein Dekret, welches ein vorläufiges Einreiseverbote für Bürger aus dem Irak, Syrien, Iran, Sudan, Libyen, Somalia und Jemen bedeutet. Der Aufschrei ließ natürlich nicht lange auf sich warten und inzwischen scheint die Entscheidung auch rechtlich kaum noch haltbar zu sein. So hat ein Gericht in New York verfügt, dass alle eingetroffenen Reisenden aus muslimischen Ländern vorerst nicht in ihre Heimat zurückgeschickt werden dürfen. Diese müssen allerdings über ein gültigen Visums, eine Greencard oder einen Schutzstatus des Flüchtlingsprogramms der USA bzw. eine andere offizielle Berechtigung verfügen, um in die USA einzureisen. Dies hilft natürlich all denjenigen nicht, die am Abreise-Flughafen gar nicht erst ausreisen dürfen und nicht in das Flugzeug gelassen werden.

Bereits gestern Abend kam es zu Protesten an zahlreichen Flughäfen in den USA. Vor allem in San Francisco versammelten sich zahlreiche Unterstützer, die die Freilassen der festgesetzten Einreisenden forderten. Rückhalt bekommen sie auch von zahlreichen CEOs des Silicon Valley, denn diese sind auf Mitarbeiter aus dem Ausland angewiesen. Unternehmen wie Google, Apple, Facebook und Co. rekrutieren die besten Mitarbeiter als aller Welt und nicht eben nur aus den USA. Alleine im Raum San Francisco leben und arbeiten 10.000 Deutsche – nur um die Verhältnisse hier einmal zu verdeutlichen. Das Einreiseverbot für Muslime aus bestimmten Herkunftsländern könnte zu einem großen Problem für die Unternehmen werden. Google hatte zwischenzeitlich alle Mitarbeiter aus Dienstreisen und Urlauben zurückberufen, die von einem Einreiseverbot hätten betroffen sein können.

Der Mitgründer von Google, Sergey Brin, war unter den Unterstützern am Flughafen von San Francisco. CEO Sundar Pichai sagte: "Painful to see the personal cost of this executive order on our colleagues." Elon Musk, CEO von Tesla, sagte: "Many people negatively affected by this policy are strong supporters of the US. They've done right, not wrong & don't deserve to be rejected."

Etwas ausführlicher äußerte sich Mark Zuckerberg von Facebook: "My great grandparents came from Germany, Austria and Poland. Priscilla's parents were refugees from China and Vietnam. The United States is a nation of immigrants, and we should be proud of that.

Like many of you, I'm concerned about the impact of the recent executive orders signed by President Trump.

We should also keep our doors open to refugees and those who need help. That's who we are. Had we turned away refugees a few decades ago, Priscilla's family wouldn't be here today."

Microsoft bot seinen Mitarbeitern, die betroffen sind, Hilfe an: "We share the concerns about the impact of the executive order on our employees from the listed countries, all of whom have been in the United States lawfully, and we’re actively working with them to provide legal advice and assistance."

Auch Apples CEO Tim Cook zeigte sich in einem Memo an die eigenen Mitarbeiter besorgt und will sich direkt gegenüber dem Weißen Haus entsprechend kritisch äußern. Unterstützt werden die namentlich genannten Unternehmen von weiteren wie Slack, Twitter, Uber, Airbnb, Netflix, Lyft, Box und viele mehr.