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GAME: Branchenverband der Spieleindustrie bemängelt den Rückhalt durch den Bund

Veröffentlicht am: von

GAME Bundesverband LogoDer GAME Bundesverband der deutschen Games-Branche e. V. ist hierzulande der offizielle Verband der deutschen Computer- und Videospieleindustrie. 110 Mitglieder, darunter bekannte Entwickler wie Daedalic Entertainment („The Whispered World 2“), Deck 13 Interactive („Jack Keane“) oder auch Pluto 13 / Piranha Bytes, sind im Verband aktiv. Nun zeigt sich GAME aktuell sehr enttäuscht vom Bundestag bzw. dessen Beschluss der Haushälter. Denn die finanziellen Mittel des Deutschen Computerspielpreises 2017 wurden auf dem Niveau von 2016 eingefroren. Zudem kehrt man zu einer paritätischen Finanzierung durch Bund und Branche zurück.

Somit wird die Finanzierung wieder geteilt. GAME kritisiert, es würden die positiven „Entwicklungen der letzten drei Jahre rückgängig gemacht“. Der Branchenverband findet sogar noch härtere Worte und bemängelt, die Entscheidung demonstriere allzu „deutlich, dass die Politik nicht verstanden hat, dass die Games-Branche, ebenso wie die Film- und andere Kreativ-Branchen, gefördert werden muss, um das geschaffene Kulturgut zu schützen“. In der Games-Branche werde jährlich in Deutschland ein Umsatz von ca. 3 Mrd. Euro generiert. Das Gros der abgesetzten Produkte stamme aber aus dem Ausland. Deutschland laufe Gefahr den Anschluss zu verlieren.

GAME will nun mit seinen Mitgliedern weitere Schritt prüfen und dazu auch Interessenten auf dem Laufenden halten. Zu erwähnen ist allerdings, dass der Deutsche Computerspielpreis in der Vergangenheit auch vielfach kritisiert wurde. 2010 etwa hagelte es reichlich Häme aus Industrie und Presse, weil das deutsche Spiel „Anno 1404“ als bestes internationales Spiel ausgezeichnet wurde, statt des damaligen Favoriten „Uncharted 2: Among Thiefs“, das als zu sehr mit Gewaltdarstellung gespickt galt. 2014 wiederum verließen zwei damalige Gamestar-Redakteure abrupt die Jury, als es erneut Unstimmigkeiten um Gewalt-Inhalte in Spielen und ihre Relevanz innerhalb der Preisverleihung gab. Mit derlei Querelen schlägt sich der Deutsche Computerspielpreis bis heute herum, so dass der Preis leider nicht zu dem Aushängeschild der deutschen Branche geworden ist, den man sich erhofft hatte. Dass die Politik offenbar auch nicht den Wunsch hegt hier nachzubessern, zeigen die aktuellen Entscheidungen, wie GAME bemängelt, aber eben auch.

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Kommentare (3)

#1
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Registriert seit: 20.01.2011

Leutnant zur See
Beiträge: 1215
Ja ja, die Lobby will mehr Geld, wir habens kapiert. Und weil praktisch alle Branchen der Politik von Lobbies durchseucht sind, jammern jetzt die, welche von anderen Lobbies übervorteilt worden sind.

"Hey, diese Made da drüben hat mehr vom Speck bekommen als ich!"

Das liest sich mit etwas Medienkompetenz wie Satire.
#2
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Registriert seit: 29.08.2012

Flottillenadmiral
Beiträge: 5635
Finde ich völlig richtig. Warum denn bitte staatlich fördern? Genauso wie der Rundfunk / die Musikbranche etc. gehört gar nichts staatlich gefördert, außer Barrierefreiheit, Umweltschutz, Gesundheitswesen/Schwache EInkommen, Familien, Bildung, Verteidigung und Infrastruktur.

Und mal ganz ehrlich: Dass Anno 1404 2010 das beste internationale Spiel war, kann verdammt gut sein. Man muss nicht immer aus reinem Prinzip parteiisch gegen sich selbst entscheiden - unparteiisch zu sein, bedeutet auch, dass man ehrlich zur eigenen Leistung steht.
#3
Registriert seit: 12.06.2015

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1368
Jep seh ich genauso
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