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Amazon zahlt bei den Versandkosten aktuell drauf

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amazonAmazon.de ist bei den deutschen Bestellern beliebt. Daran konnten auch anhaltende Kontroversen um die Arbeitsbedingungen bei dem Händler bisher nichts ändern. Aktuell kocht das Thema allerdings erneut hoch, denn Montag streikten in Deutschland an fünf Standorten ca. 1.000 bei Amazon beschäftigte Mitarbeiter. Dabei muss sich derzeit ohnehin zeigen, wie lange Amazons Rechnung aufgeht: Denn Amazons Netto-Versandkosten haben sich innerhalb der letzten zehn Jahre von 317 Mio. US-Dollar auf 4,6 Mrd. US-Dollar erhöht.

Das entspricht einem sehr drastischen Sprung, der sich aber leicht erklären lässt: Mehr und mehr Kunden abonnieren weltweit Amazon Prime. Dadurch erhalten sie nicht nur Zugriff auf Amazons Streaming-Angebot, sondern auch kostenlosen Versand auf ihre Bestellungen. Das führt natürlich, gerade bei Vielbestellern, zu hohen Kosten für Amazon. Denn letzten Endes muss Amazon selbst ja dennoch für jede einzelne Bestellung an seine Logistik-Partner zahlen.

Amazon Infografik Versandkosten

In diesem Zusammenhang wundert es dann auch wenig, dass Amazon auch in Deutschland daran arbeitet einen eigenen Logistikdienst aufzubauen. Sonst dürften für den Online-Händler in den nächsten Jahren die Netto-Versandkosten noch weiter drastisch steigen. Eine Übersicht über die bisherige Entwicklung bietet die oben eingefügte Darstellung.