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US Navy wegen Software-Piraterie auf fast 600 Millionen US-Dollar Schadensersatz verklagt

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us navyDie US Navy ist von dem deutschen 3D-Softwareentwickler Bitmanagement wegen Software-Piraterie verklagt worden. Wie The Register berichtet, hat Bitmanagement bei dem US Court of Federal Claims Klage eingereicht, und fordert nicht weniger als 596.308.103 US Dollar Schadensersatz. Laut Klageschrift soll die US Navy Bitmanagements 3D Software BS Contact Geo auf mehreren hunderttausend Rechner installiert haben, ohne sie entsprechend lizenziert zu haben.

Bitmanagement hatte ursprünglich in den Jahren 2010 und 2011 38 Lizenzen an die US Navy gegeben, um BS Contact Geo zu testen. Für die Testphase und die Integration auf die Navy-Rechner habe man den Kontrollmechanismus deaktiviert, welche die Nutzung der Software verfolgt und einschränkt, so der Softwareentwickler. Die Navy habe die Software in großem Umfang lizenzieren wollen.

Bereits während der Lizenzverhandlungen mit Bitmanagement hat die Navy jedoch die nicht mehr kopiergeschützte Software scheinbar behördenweit auf zahllose PCs installiert. Bitmanagement wurde darüber nie in Kenntnis gesetzt, noch erhielt die Firma jemals von der US Navy die entsprechenden Lizenzzahlungen.

Eine Lizenz für BS Contact Geo, welches 3D Visualisierung von geographischen Daten ermöglicht, kostet 800 Euro, so The Register.

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Kommentare (21)

#12
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Flottillenadmiral
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Jeder, der in großen Unternehmen und insbesondere in Behörden schon arbeitete, kennt die Lizenzvereinbarungen. Bei der US Navy dürfte es nicht anders sein. Lizenzserver sind vollkommen üblich, nur das bei der Navy der Datenschuz verständlicherweise extrem hoch ist.
Und das man nicht davon ausgeht, dass die einen bescheißen. Das wird nur ein Gericht klären können.
#13
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Die sollen zahlen bis sie nicht mehr können, andere jagen aber selbst zu einem Raubkopierer werden, vielleicht können sie ja einer dieser völlig verblödeten Klagen in den USA starten wo der Kläger Milliarden bekommen kann ;)
#14
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Zitat lll;24778127
Die sollen zahlen bis sie nicht mehr können, andere jagen aber selbst zu einem Raubkopierer werden, vielleicht können sie ja einer dieser völlig verblödeten Klagen in den USA starten wo der Kläger Milliarden bekommen kann ;)

Äh, ich bezweifle dass die US Navy, Raubkopierer jagd ;)
Und die Klage wurde natürlich in den USA eingereicht - um 60% einer Milliarde.

Aber ja, eine peinlichkeit ist das für die Regierung/Behörden sicher, vom finanziellen Part ganz abgesehen...

Man darf gespannt sein was dabei rausspringt wenn es zu einer Verurteilung kommt. Die Summe kann ja oft sowohl nach unten als auch nach oben extrem ausschlagen. Normalerweise nimmt man da den wirtschaftlichen (+ eventuell seelischen) Schaden oder Vorteil als Ausgangsbasis, aber das dürfte bei einer militärischen Einrichtung nicht ganz einfach sein.
#15
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Beiträge: 367
Ihr glaubt doch nicht im Ernst, ein amerikanisches Gericht würde die Navy, und somit im Endeffekt den Steuerzahler, zu einer fetten Strafzahlung verurteilen. ;)
#16
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Golem hat mehr Infos in seine News bekommen. Dort steht auch wie man die installierten Lizenzen sehen konnte.

Copyright: Klage gegen US-Marine wegen 558.466-mal Softwarepiraterie - Golem.de
#17
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Registriert seit: 06.02.2014
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Admiral
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Zitat Colonel Faulkner;24778241
Ihr glaubt doch nicht im Ernst, ein amerikanisches Gericht würde die Navy, und somit im Endeffekt den Steuerzahler, zu einer fetten Strafzahlung verurteilen. ;)

In den USA wurde der Staat bzw. staatliche Einrichtungen wie Schulen schon oft erfolgreich verklagt!
#18
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Registriert seit: 24.10.2009

Stabsgefreiter
Beiträge: 367
Mag sein, aber hier ist es ja ein Nicht-US Unternehmen. Mal schauen wie es weiter gehen wird, u. U. kann so was ja Jahre dauern und dann ist am Ende derjenige erfolgreich, der den längeren Atem hat.
#19
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Bei dieser Summe findet man jederzeit "Investoren", die das Kapital für den Rechtsstreit beisteuern.
#20
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Registriert seit: 01.09.2009
In E in T
Obergefreiter
Beiträge: 83
Gut so... Klagt die Amis und Grund und Boden....
#21
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79367
Oberbootsmann
Beiträge: 903
Zitat Mr.Mito;24778289
Golem hat mehr Infos in seine News bekommen. Dort steht auch wie man die installierten Lizenzen sehen konnte.

Nein, das steht da nicht.
Die NAVY hat das Tracking ja deaktiviert.
Zitat
Die Amerikaner hätten zudem ab 2014 entgegen den Bedingungen der gültigen Testlizenzen eine Trackingfunktion der Software deaktiviert. Diese in der Klageschrift "Flexwrap" genannte Funktion habe es Bitmanagement bis dahin ermöglicht, die Zahl der Installationen zu überwachen.


Woher Bitmanagement nun wissen will dass es 558.466 Installationen sind wird nicht erläutert.
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