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Prime und Prime Video: Amazon startet monatliches Abo (Update)

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amazonWer sparen will, zahlt einmal im Jahr - wer flexibel bleiben will, zahlt monatlich: Eine derartige Möglichkeit bieten viele Abo-Dienste im Internet, nicht wenige beschränken sich sogar auf eine Laufzeit von einem Monat, darunter nahezu alle wichtigen Streaming-Dienste. Eine Ausnahme bildete bislang aber Amazon. Nicht nur, dass es Prime nur als ein großes Paket gab, Kunden mussten sich auch für ein Jahr binden. Beides hat man in der vergangenen Nacht geändert - vorerst aber nur in den USA.

Dort bietet man ab sofort drei verschiedene Pakete an. Altbekannt ist dabei das, was nun als „Prime (annual)“ vermarktet wird. Für einmalig 99 US-Dollar im Jahr stehen sämtliche Vorteile des Programms zur Verfügung. Wer diese nutzen, aber flexibel bleiben möchte, kann ab sofort „Prime (monthly)“ bestellen. Fällig werden dann monatlich 10,99 US-Dollar, verzichten muss man aber auf einen bestimmten Rabatt, den Amazon mitunter auf Produkte gewährt. Kann auf den kostenlosen Versand innerhalb von zwei Tagen, den Zugriff auf die Kindle-Bibliothek und andere Bausteine verzichtet werden, ist „Prime Video“ für 8,99 US-Dollar eine Option.

Prime Video kann in den USA nun auch einzeln gebucht werden
Prime Video kann in den USA nun auch einzeln gebucht werden

Angesichts der auf ein Jahr hochgerechneten Preise dürfte lediglich „Prime Video“ auf größeres Interesse stoßen. Über zwölf Monate gerechnet müssen für den Streaming-Dienst knapp 108 US-Dollar gezahlt werden, für „Prime (monthly)“ sind es etwa 132 US-Dollar. Warum Amazon sich für die beiden neuen Optionen entschieden hat, hat das Unternehmen bislang noch nicht kommentiert. Es ist aber davon auszugehen, dass man mit „Prime Video“ auf Netflix und Co. zielt. Die Streaming-Konkurrenz verlangt in den USA ähnlich viel Geld pro Monat und setzt ebenso wie Amazon auf Eigenproduktionen, um Kunden zu gewinnen.

Die neue Preisstruktur erlaubt aber auch einen groben Blick auf die Kosten, die die einzelnen Prime-Bestandteile verursachen. Geht man davon aus, dass beiden monatlich zu buchenden Optionen einen ähnlichen Kostendeckungsgrad haben, entfallen rund 80 % der Einnahmen auf den Video-Dienst, die restlichen Einnahmen müssen für Musik-Streaming, Kindle-Bibliothek, den kostenlosen Versand und andere Bestandteile ausreichen. Ob Prime aber überhaupt kostendeckend ist und wie viele Nutzer es gibt, hat Amazon bislang nie mitgeteilt. Abzuwarten bleibt, ob die neuen Modelle auch in Deutschland an den Start gehen werden. Mit 49 Euro pro Jahr ist Prime hierzulande weitaus billiger, bietet in einzelnen Punkten aber weniger als in den USA.

Update: Inzwischen hat auch Amazon Deutschland sein Angebot angepasst. Zwar kann das komplette Prime-Paket auch weiterhin nur für ein Jahr gebucht werden, der Video-Part steht nun aber auch separat zur Verfügung. Mit monatlich 7,99 Euro fällt dieser im Vergleich zur Prime-Jahresgebühr - 49 Euro - teuer aus.