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PC-Markt schrumpft in EMEA-Region um 18,2 % zusammen

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idcLaut den Marktforschern der IDC (International Data Corporation) ist der PC-Markt in der EMEA-Region (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) im vierten Quartal 2015 insgesamt im direkten Vergleich mit dem gleichen Zeitraum 2014 um 18,2 % eingebrochen: 20,8 Millionen PCs wurden in jenem Zeitraum in den genannten Gebieten ausgeliefert. Als Ursachen für die Flaute, welche des gesamte Jahr betroffen hat, vermutet man bei der IDC, dass die Auslieferungsmengen im PC-Markt 2015 noch durch beispielsweise die Einstellung des Supports für Windows XP vorangetrieben wurden. 2015 veröffentlichte Microsoft zwar das neue Betriebssystem Windows 10, doch aufgrund der kostenlosen Upgrade-Möglichkeiten für Bestandskunden brachte jenes den Markt keineswegs in Schwung. Für 2016 glaubt die IDC allerdings an eine Stabilisierung des Marktes.

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In Westeuropa sanken die Auslieferungsmengen übrigens im vierten Quartal im Vergleich mit 2014 um 13,1 % – in Zentral- und Osteuropa waren es hingegen satte 24,7 %. Am schwächsten waren die PC-Auslieferungsmengen im Mittleren Osten und Afrika. Dort blieben sie bei einem Minus von 28,9 % stehen. Außerdem lässt sich eine Konzentration des Marktes auf die größten Hersteller erkennen. So heimsten die drei erfolgreichsten Hersteller, HP, Lenovo und Dell, gemeinsam 54 % der Marktanteile im EMEA-Gebiet ein. 2014 waren es „nur“ 50 %. Insgesamt stehen die Top-5-PC-Hersteller mittlerweile für 72 % des Marktes. Dazu zählen neben den bereits genannten Unternehmen noch Aufsteiger Asus (mittlerweile Position 3) und Acer. Apple konnte sich zudem nach vorne spielen und belegt Platz 6 der erfolgreichsten PC-Anbieter. Es folgen Toshiba, Fujitsu, MSI und Wortmann.

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2015 sei am Ende für die auf dem PC-Markt aktiven Hersteller ein ungünstiges Jahr in Europa gewesen: Der starke US-Dollar und der schwache Euro sorgten für hohe Verkaufspreise bei jedoch schwachem Kundeninteresse. Im Verlauf des Jahres waren überfüllte Lager, Preissenkungen und damit geringe Margen die Folge. 2016 sollte in diesem Bezug besser verlaufen. Auch wenn man nur mit geringem Wachstum kalkuliert, wäre bereits eine Stabilisierung ein Erfolg.