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Milliarden-Deal: Activision übernimmt Entwickler-Studio von Candy Crush

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activision blizzardActivision Blizzard hat das britische Entwicklerstudio King Digital Entertainment für 5,9 Milliarden US-Dollar übernommen. Die Entwickler aus London waren unter anderem für den Smartphone-Hit Candy Crush verantwortlich. Damit bezahlte die US-Amerikanische Spieleschmiede 18 US-Dollar pro Aktie, zu Börsenschluss war das King-Papier rund 15,50 US-Dollar wert. Activision Blizzard möchte damit sein Geschäft im mobilen Spielemarkt weiter ausbauen. Gemeinsam sollen beide Unternehmen mehr als eine halbe Milliarde monatliche Nutzer zählen.

King Digital Entertainment wurde im Jahr 2002 gegründet und ging erst im März dieses Jahres an die Börse. Seinen größten Hit landete die Spieleschmiede vor vier Jahren mit Candy Crush. Es folgten zwar weitere Ableger, die konnten allerdings nicht ganz an den Erfolgen des Originals anknüpfen. Zuletzt musste das Unternehmen einen leichten Umsatz- und Gewinn-Rückgang verzeichnen. Im zweiten Quartal 2015 setzt King Digital Entertainment 489,6 Millionen US-Dollar um und strich einen Gewinn in Höhe von 119,3 Millionen US-Dollar ein. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lagen Umsatz und Gewinn noch bei rund 593,6 bzw. 165,4 Millionen US-Dollar. Das Interesse an Candy Crush hat bei den Spielern in den letzten Wochen nachgelassen – sie gaben deutlich weniger Geld für den Titel aus. King Digital Entertainment soll auch nach der Übernahme durch Activision Blizzard eigenständig bleiben – auch der bisherige Chef, Riccardo Zacconi, wird die Gestricke der Firma weiter leiten.

Für Activision Blizzard kommt nicht nur eine Vielzahl neuer Mobil-Nutzer hinzu, auch treffen zwei unterschiedliche Geschäftsmodelle direkt aufeinander. Während man bislang teure Vollpreistitel wie Call of Duty, World of Warcraft, Destiny, Guitar Hero oder Skylanders überwiegend für Spielekonsolen und den PC produzierte, hat man nun auch Smartphone-Titel im Angebot, welche sich zwar grundsätzlich kostenlos spielen lassen, über welche aber viel Geld durch zahlreiche Inn-App-Käufe verdient werden kann.

Ob sich die teure Übernahme für die US-Amerikaner auszahlen wird, bleibt abzuwarten.