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Passwort-Manager: LogMeIn übernimmt LastPass für 125 Millionen US-Dollar

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lastpassWer für seine zahlreichen Online-Dienste lange und unterschiedliche Passwörter einsetzt, der dürfte einen Passwort-Manager im Einsatz haben. Der generiert nicht nur sichere Passwörter, sondern speichert diese auch zentral in einer Datenbank ab und synchronisiert diese meist auch zwischen mehreren Geräten und Plattformen.

Wie die Entwickler von LogMeIn nun bekannt gaben, hat man den Online-Passwortmanager LastPass für 125 Millionen US-Dollar übernommen – 110 Millionen US-Dollar werden dabei sofort in bar bezahlt, die verbleibenden 15 Millionen sollen hingegen im Laufe von zwei Jahren über mehrere Zahlungen hinweg abbezahlt werden. Mit der Übernahme will LogMeIn, welches auch an der Börse notiert, sein Angebot mit Identity- und Access-Management-Lösungen (IAM) weiter ausbauen. Die Übernahme soll noch im Laufe des Jahres vollzogen werden.

LastPass gibt es für Privatanwender einmal als kostenlose und einmal als kostenpflichtige Premium-Variante. Gegen eine Jahresgebühr von 12 US-Dollar wird die Basisversion nicht nur werbefrei angeboten, sondern erlaubt auch eine unbegrenzte Synchronisation zwischen Desktop-PC, Tablet und dem Smartphone. Zudem kommt beim Login eine mehrstufige Authentifizierung zum Einsatz. Unternehmen bezahlen abhängig von der Mitarbeiterzahl zwischen 18 bis 24 US-Dollar pro Jahr und Anwender.

Die Nutzer von LastPass scheinen der Übernahme jedoch nicht positiv gestimmt zu sein, wie den Kommentaren der offiziellen Bekanntgabe im Unternehmens-Blog zu entnehmen ist. Dort sehen sich viele Anwender nach einer Alternative zu LastPass um.

LastPass selbst sorgte im Juni für Negativ-Schlagzeilen. Damals hatte man „verdächtige Aktivitäten“ auf den eigenen Servern festgestellt und diese blockiert. Unbekannte hatten sich Zugriff auf die E-Mail-Adressen, Passwort-Erinnerungshinweise und die Authentifizierungs-Hases der Kunden verschafft. Nutzer von LastPass sollten daraufhin vorsorglich ihr Haupt-Kennwort ändern.