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Schweizer Fernsehsender tauscht Kameras gegen iPhones aus

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iphone6sSmartphones haben mit ihren guten Kameras bereits in vielen Haushalten die kompakten Digitalkameras abgelöst. Ohne Frage besitzen dedizierte Kameras mit größeren Fotosensoren oder guten Optiken noch weiterhin ihre Daseinsberechtigung, für das schnelle Foto ist das Smartphone aber immer dabei und schnell griffbereit. Der Schweizer Lokalsender Léman Bleu folgt diesem Trend und ersetzt die Standard-Kameras zur Aufnahme von Filmaufnahmen nun durch ein iPhone-6-Kit samt Selfiestick.

Laut Laurend Keller, dem Newsdirektor bei Léman Bleu, sind gerade die Schnelligkeit, die leichte Handhabung und der einfache Transport ein Faktor, die Kosten eines kleines Fernsehsenders niedrig zu halten. Dabei ist man nicht der erste Fernsehsender, der so vorgeht. Eine kleine skandinavische Fernsehstation hat diesen Schritt ebenfalls bereits vollzogen.

Léman Bleu Reporter Denis Palma mit seiner iPhone-Ausstattung
Léman Bleu Reporter Denis Palma mit seiner iPhone-Ausstattung

Die iPhones ermöglichen laut Keller nicht nur die eigentlichen Filmaufnahmen, sondern bringen den Reporter auch mit den Mitarbeitern im Studio einfacher in Kontakt. Der Schnitt kann direkt am iPhone durchgeführt werden oder aber der Mitarbeiter schickt die Filmausschnitte an das Studio. Da solch kleine Fernsehsender üblicherweise nur wenige Stunden am Tag neue Inhalte erstellen, bietet die Methode der Verwendung von iPhones auch die Möglichkeit, andere Kanäle (Internet, soziale Netzwerke) besser zu befüllen. Die technischen Voraussetzungen sind dabei nicht zu verachten, denn das größere iPhone 6s Plus bietet eine optische Bildstabilisierung, auch für Videos.

In den USA hat Fox46 im Jahre 2014 ein ähnliches Experiment durchgeführt. Das Projekt wurde aber als gescheitert erklärt, da die Reporter die technischen Voraussetzungen nicht erfüllen konnten oder wollten. Das Endprodukt habe Amateurqualität gehabt und führte letztendlich zur Einstellung des Projekts. Dem will Léman Bleu durch eine Schulung der Mitarbeiter entgegenwirken.

Hersteller wie Apple zeigen mit jeder Smartphone-Generation die Möglichkeiten ihrer Hardware. Gerade Apple startet dann auch gerne Kampagnen, die beeindruckende Fotos und Videos zeigen, die mit den iPhones gemacht wurden. Kollege Alex Olma vom iPhoneblog.de besuchte kürzlich das Silicon Valley und stattete einigen Startups einen Besuch ab – die dazugehörigen Videos wurden alle auf iPhones bzw. iPod touches geschossen. Die Resultate von "Face to Facetime findet man auf dem iPhoneblog.

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Kommentare (33)

#24
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Registriert seit: 19.10.2007
Rostock!
Flottillenadmiral
Beiträge: 4999
Wie siehts mit Bildstabilisation aus? Das hat doch nur das Plus?
128 GB empfehlenswert bei großen Dateien? Preislich dann auch nicht mehr weit von den oben genannten 2000€ entfernt.. aber ja, Apple ist schon geil. :fresse:
#25
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Registriert seit: 19.11.2007

Moderator
Beiträge: 1660
Zitat DragonTear;23927536
Naja, versetz dich mal in die Lage des Studios. Handelsübliche Camcorder bringen auch kein besseres Bild. Im gegenteil, oft wird gesagt dass DSLRs und vorallem Bridges besser seien.
Richtig gute Camcorder kosten dann auch gleichmal das Drei- bis Fünffache des iPhones und das sind auch nur Consumer Geräte.

Da kann man solch ein Experiment eines kleinen Studios mit beschränkten Budget vollkommen verstehen. Irgendwo hatte ich auch mal einen ganzen Film gedreht mit einem iPhone 4 gesehen. Das sah auch sehr beeindruckend aus. Allerdings wurde das damals mit Software bearbeitet die teurer als das iPhone war..

Ob Apple hierführ gezahlt hat ist wohl wahrscheinlich, aber nicht sicher. Wenn Apple in Studios rumgefrägt hätte, würden wir das erfahren.
Ganz sicher will das Studio mit dieser Aktion auch etwas Aufmerksamkeit gewinnen und das gelingt zweilsohne am besten mit dem iPhone.



hast mich wohl falsch verstanden, habe meine aussage auf den vergleich mit der d750 bezogen.

dass es für ein kleines nachrichten team durchaus sinn machen kann, ist mir klar. vorallem wenn man bedenkt, dass sowieso immer öfter irgendwelche amateuraufnahmen von aktuellen ereignissen verwendet werden.
glaube aber nicht, dass apple da irgendwas damit zu tun hat. sonst hätten sie wohl ein etwas bekannteres unternehmen gepusht, und nicht einen lokal sender, der sogar in der schweiz fast völlig unbekannt ist.


finde es nur wieder mal interessant, dass man nicht das handy mit der besten kamera nimmt, sonder halt ein iphone.
in den köpfen vieler menschen ist halt immernoch eine marke stellvertretend für eine produktkategorie gespeichert.
möbel=ikea
getränk=cola
handy=iphone
sportkleidung=adidas


diese automatische verknüpfung ist imo auch einer der grössten faktoren, wieso sich ein neues iphone/ipad so viel besser verkauft, als technisch und/oder preislich bessere/gleichwertige produkte.
#26
Registriert seit: 21.04.2013

Kapitänleutnant
Beiträge: 1983
Zitat
und ersetzt die Standard-Kameras zur Aufnahme von Filmaufnahmen nun durch ein iPhone-6-Kit

Nun?
Die News sind vom 24.6, also dreieinhalb Monate alt:stupid:
Léman Bleu lance le téléjournal «100% iPhone» - Le Temps

Egal, wird einfach mal wieder als Klickgenerator hervorgekramt
#27
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Registriert seit: 28.10.2006

Vizeadmiral
Beiträge: 6990
Was soll man auch von jemandem erwarten, der nicht einmal die Armbanduhr am richtigen Arm trägt.
#28
Registriert seit: 02.09.2009

Flottillenadmiral
Beiträge: 4877
Eine Nikon D750 mit einem nicht weiter spezifiziertem Objektiv (vermutlich Tamron) und die Aussage "professional Use" disqualifizieren den Ersteller des Videos bereits.

Bei "Schönwetter" machen eigentlich alle Kameras mehr oder weniger gute oder sehr gute Aufnahmen!
die "Spreu trennt sich vom Weizen" bei schwierigen Lichtverhältnissen, da wird dann auch gerne das Bildmaterial durch die automatischen Bearbeitungsalgorithmen "kaputtoptimiert".
Das Material vom i-phone sieht auf dem ersten Blick knackscharf aus, wenn man aber genauer hinschaut neigen die Videos bereits zur "Überschärfung". Auch sieht man recht deutlich die "schönfärberei" - natürlich zu Lasten eines korrekten Weissabgleichs!
Von den nicht vorhandene Möglichkieten beim I-Phone (und sonstigen Handys und Kompaktkameras) in Sachen Schärfentiefe / Freistellen brauch man gar nicht weiter reden.

Grundsätzlich würde ich sagen, daß man Handys durchaus für Reportagen einsetzen kann.
#29
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Registriert seit: 18.05.2007

Oberbootsmann
Beiträge: 815
Ist doch kein Wunder warum das iPhone in dem Video die besserer Qualität hat, 4k runter skaliert auf 1080p hat nun mal mehr Detail als native 1080p. Das ist doch auch der Grund warum immer mehr Spieler Downsampling nutzen. Das gleiche hätte man auch mit einer GoPro Hero 4 machen können, die kostet deutlich weniger als das iPhone 6.
#30
Registriert seit: 15.05.2013
Ruhrpott
Korvettenkapitän
Beiträge: 2276
Das iphone haben aber viele auch so in der Tasche ( oder ein vergleichbares Handy).
Ein Vorteil an der Verwendung von Smartphones ist ja, dass kein zusätzliches Aufnahmegerät benötigt wird.
Für Online Content kann man den Bericht auch flux unterwegs schneiden und direkt uploaden. Kann eine Go Pro eher nicht.
#31
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Registriert seit: 18.05.2007

Oberbootsmann
Beiträge: 815
Im allgemeinen stimme ich dir zu, aber wenn das jetzt wieder auf den Fernsehsender beziehen, kommt ja wahrscheinlich auch wieder weitere Equipment dazu. Selfistick / Stativ, ein ordentliches Mikrofon usw. da macht es dann kein unterschied, ob man nun ein 4k Smartphone oder eine Kamera nimmt. Zumal die Journalisten ja eh im voraus Wissen, von wo sie wann zu berichten haben und nehmen dann Ihr Equipment mit. Der Vorteil jetzt ist halt das man keine Kamera für mehrere tausend Euro und ein paar Kilo mit rumschleppen muss und das man sich halt den Kameramann sparen kann.
#32
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 10499
Ne GoPro würde ich jetzt nicht so wirklich als Alternative anführen. Deren Fisheye Effekt wäre unangenehm in einer Reportage, denk ich.
#33
Registriert seit: 15.05.2013
Ruhrpott
Korvettenkapitän
Beiträge: 2276
Zitat get low;23930561
Im allgemeinen stimme ich dir zu, aber wenn das jetzt wieder auf den Fernsehsender beziehen, kommt ja wahrscheinlich auch wieder weitere Equipment dazu. Selfistick / Stativ, ein ordentliches Mikrofon usw. da macht es dann kein unterschied, ob man nun ein 4k Smartphone oder eine Kamera nimmt. Zumal die Journalisten ja eh im voraus Wissen, von wo sie wann zu berichten haben und nehmen dann Ihr Equipment mit. Der Vorteil jetzt ist halt das man keine Kamera für mehrere tausend Euro und ein paar Kilo mit rumschleppen muss und das man sich halt den Kameramann sparen kann.


Das ist durchaus richtig. Da es aber auch durchaus üblich ist ein Firmenhandy gestellt zu kriegen, insbesondere wenn man viel unterwegs ist, macht ein iPhone oder sonstiges Handy eben mehr Sinn. Ich erledige 2 Fliegen mit einer Klappe. Ansonsten hätte der Reporter ja ein Smartphone+ GoPro, das kostet bestimmt nicht weniger. Zusätzlich ist der Reporter glücklich, denn er hat ein brandneues HighEnd Smartphone in der Tasche.
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