> > > > Codebasis von Google umfasst 2 Milliarden Zeilen und 86 TB

Codebasis von Google umfasst 2 Milliarden Zeilen und 86 TB

Veröffentlicht am: von

google 2015Google, der Internetriese und die Datenkrake - diese beiden Begriffe dürften mit dem Suchmaschinenanbieter und größten Internetkonzern wohl am ehesten verknüpft sein. Doch neben der eigentliche Domäne, der Suche im Netz, hat sich Google inzwischen in fast allen Bereichen des Internets ausgebreitet. All dies unter einen Hut zu bringen, ist kaum vorstellbar und führte organisatorisch zuletzt auch zur Ausgliederung einiger Bereiche in Alphabet.

>Statistiken zur Codebasis von Google
Statistiken zur Codebasis von Google

Doch nun gibt es doch greifbare Zahlen zu dem, was Google an digitalen Nachlass erzeugt und was alltäglich von Milliarden Menschen verwendet wird. Auf der @Scale Engineering Conference sprach Rachel Potvon über genau diese Zahlen. Alle Dienste von Google umfassen eine Codebasis von 2 Milliarden Zeilen Code. Das Datenaufkommen der Datenbank beträgt 86 TB. Eine Milliarde Dateien umfasst die Codebasis, in der sich 9 Millionen Source-Files befinden. Bei 45.000 Commits pro Werktag haben sich in der Historie inzwischen 35 Millionen Commits angesammelt. Stand all dieser Daten ist der Januar 2015.

Diese gesamte Codebasis wird innerhalb von Google von etwa 95 Prozent aller Mitarbeiter bei Google verwendet. Dies entspricht etwa 25.000 Software-Ingenieuren. Damit ist das Repository das größte aktiv verwendete weltweit. Um die 2 Milliarden Codezeilen in ein Verhältnis zu setzen, muss man wissen, dass der Linux-Kernel aus 15 Millionen Zeilen Code in über 40.000 Dateien besteht. Die 45.000 Commits pro Werktag drücken sich in 15 Millionen Zeilen Code und 250.000 geänderten Dateien aus. Das 86 TB große Repository wird in 10 Rechenzentren von Google gleichzeitig vorgehalten und ständig untereinander synchronisiert. Damit sorgt Google für eine Sicherheit der Daten und macht sie zudem für alle Entwickler schnell zugänglich - egal in welchem Teil der Welt sie sich gerade befinden.

>Statistiken zur Codebasis von Google
Statistiken zur Codebasis von Google

Derzeit vergrößert sich die nicht nur die Anzahl der Commits in einem exponentiellen Maße, sondern auch die Dateigröße des gesamten Repository. Google verwaltet diese gemeinsame Codebasis unter einem Dach und mit gemeinsamen Zugriff für alle Entwickler vor allem aus einem Grund: So lassen sich verschiedene Teile des Google-Codes miteinander verbinden, was die Zusammenarbeit der Dienste unterstützt. Neue Projekte können auch einfacher erstellt und ein bestimmtes Stadium der Entwicklung erreicht werden. Änderungen an der Codebasis wirken sich zudem auf alle Projekte aus, die darauf zugreifen.

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (1)

#1
customavatars/avatar92992_1.gif
Registriert seit: 10.06.2008
zuhause
Admiral
Beiträge: 11244
Ist ja wie eine Verwaltung - nur dass die Papier produziert und Google halt Daten =)
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Deutschen Bahn trainiert Mitarbeiter in der virtuellen Realität

Logo von IMAGES/STORIES/2017/DEUTSCHE_BAHN

Nicht nur das autonome Fahren auf der Straße spielt auf der GPU Technology Conference in München eine Rolle, auch die Deutsche Bahn hielt einen Vortrag, der sich mit dem Training von Mitarbeitern in einer virtuellen Umgebung befasste. Autonome Züge spielten jedenfalls keine Rolle, auch wenn in... [mehr]

TomsHardware.de muss seine Pforten schließen (Update)

Logo von IMAGES/STORIES/2017/THG

Eine der bekanntesten deutschen IT-Seiten TomsHardware.de wird abgeschaltet. Damit geht eine Ära zu Ende, denn die 1996 noch unter einem anderen Namen gestartete Webseite gehört sicherlich zu den Größen in diesem Bereich. Der genaue Termin für die Abschaltung der Server steht noch nicht... [mehr]

Interstellar: Hunderte CPUs berechnen schwarzes Loch

Logo von IMAGES/STORIES/2017/SCHWARZES-LOCH

Der Film Interstellar aus dem Jahre 2014 zeichnete sich vor allem durch eine möglichst realistische Darstellung und Simulation eines schwarzen Loches aus. Christopher und Jonathan Nolan schrieben das Drehbuch und zeichneten sich auch für die filmische Umsetzung verantwortlich. Der... [mehr]

Ende des Mining-Booms: Absätze bei den Grafikkarten brechen um bis zu 80 % ein...

Logo von IMAGES/STORIES/2017/BITCOIN

Investoren und Analysten mahnen seit Monaten vor einem Einbruch am Grafikkarten-Markt, doch bisher hat sich dies in den Absatz- und Umsatzzahlen der Hersteller noch nicht wirklich gezeigt. Nun mehren sich aber die Zeichen aus Asien, dass es ab März/April einen erheblich Einbruch bei den... [mehr]

NVIDIA intern: Begehrtestes Produkt ist ein Lineal

Logo von IMAGES/STORIES/2017/NVIDIA

Zwischen den Jahren einmal etwas Kurioses: Größere Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern oftmals in internen Shops bestimmte Produkte an. T-Shirt und Kaffeetasse sind hier nur die einfachsten Beispiele. NVIDIA verkauft alle eigenen Produkte natürlich auch an die eigenen Mitarbeiter. Dazu... [mehr]

Apple Pay weiterhin nicht in Deutschland vorgesehen

Logo von IMAGES/STORIES/2017/APPLE_PAY

Apple Pay ist das drahtlose Bezahlsystem des iPhone-, iPad- und Mac-Herstellers, welches am 20. Oktober 2014 startet, bisher aber noch immer nicht den Weg nach Deutschland gefunden hat. Inzwischen hat Apple für viele Nachbarländer Apple Pay bereits eingeführt, Deutschland aber ist nach wie vor... [mehr]