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Umstrittener US-Finanzinvestor will deutsches Glasfasernetz ausbauen

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hardwareluxx news newWährend sich die deutsche Politik immer noch nicht geeinigt hat, wie und wann das Breitbandnetz ausgebaut werden soll, um flächendeckend hohe Datenraten verfügbar zu machen, wollen nun Investoren für einen Schub sorgen. Denn wie KKR – ehemals Kohlberg Kravis Roberts & Co. – mitteilt, wird man sich mit 450 Millionen Euro an Deutsche Glasfaser beteiligen.

Das vergleichsweise unbekannte Unternehmen ist bis dato eine 100-prozentige Tochter des niederländischen Investors Reggeborgh und versorgt nach eigenen Angaben etwa 100.000 Haushalte und Unternehmen in Niedersachen, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Schleswig-Holstein mit Glasfaser-Anschlüssen. Durch die Investition übernimmt KKR die Mehrheit an Deutsche Glasfaser, an der bisherigen Ausrichtung soll sich jedoch nichts ändern.

Denn auch weiterhin sollen vor allem ländliche Regionen mit schnellem Internet versorgt werden, laut KKR könnten weitere acht bis neun Millionen Haushalte folgen. Einen Zeitplan für die Umsetzung gibt es noch nicht, man wolle jedoch die Bundesregierung bei ihrem Plan, deutschlandweit bis zum Jahr 2018 mindestens 50 Mbit pro Sekunde zu ermöglichen, unterstützen.

Abzuwarten bleibt, ob Deutsche Glasfaser sich weiterhin auf Regionen beschränken wird, die von den Branchengrößen vernachlässigt werden oder ob es auch einen Parallelausbau geben wird. Aber auch die Frage nach dem Abgreifen staatlicher Förderungen muss beantwortet werden. Angesichts der von der Deutsche Telekom im vergangenen Jahr genannten Zahlen dürfte dies fast schon zwangsläufig geschehen. Denn die Bonner hatten den Finanzbedarf allein für die letzten zehn Prozent mit 15 Milliarden Euro beziffert – die Rede war dabei lediglich von Breitband und nicht konkret von Glasfaser.

Laut Reggeborgh soll der Ausbau durch ein neues Verfahren jedoch günstiger als in der Vergangenheit werden; genannt werden 1.000 bis 1.500 Euro pro Haushalt. Im schlimmsten Fall müsste Deutsche Glasfaser so mehr als 13 Milliarden Euro investieren. Erfahrungen mit dem Aufbau und Betrieb von Glasfasernetzen und anderer Telekommunikationsinfrastruktur haben beiden Investmentunternehmen. So gehört Versatel seit Ende 2011 zu KKR, Reggeborgh hat in den Niederlanden über eine Tochtergesellschaft gemeinsam mit dem Kommunikationsunternehmen KPN fast zwei Millionen Haushalte an das Glasfasernetz angeschlossen. KKR hat sich in den vergangenen Jahren mit feindseligen Übernehmen sowie Massenentlassung einen schlechten Ruf erarbeitet.

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