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Amazon will E-Book-Autoren nach gelesenen Seiten bezahlen

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amazonSeit Oktober 2014 ist die E-Book-Flatrate von Amazon auch in Deutschland verfügbar. Bei Kindle Unlimited können Kunden für einen Betrag von rund 10 Euro im Monat aus über 850.000 Büchern wählen. Amazon bietet für Interessierte auch eine 30-tägige Probemitgliedschaft an, die mit einem Kindle-Lesegerät oder der Kindle-App genutzt werden kann.

Aus den Mitgliedschaftsbeiträgen bezahlt Amazon dann die Autoren. Bis jetzt wurden die eingenommen Beiträge gleichmäßig verteilt. Jeder Autor erhielt für jedes Buch, das im Rahmen von Kindle Unlimited (KU) oder Kindle Owners' Lending Library (KOLL) ausgeliehen wurde, die gleiche Summe. Jetzt hat Amazon Änderungen für die Bezahlung angekündigt.

Ab dem 1. Juli 2015 entlohnt Amazon die Autoren nunmehr basierend auf der Anzahl der gelesen Seiten. Damit reagiere das Unternehmen auf die Anfragen der Autoren, wie Amazon in der Ankündigung schreibt. Sie hatten eine angemessene Bezahlung je nach Seitenstärke des Buches und den tatsächlich gelesenen Seiten gefordert. Ab Juli soll dann beispielsweise ein komplett durchgelesenes Buch mit 100 Seiten genauso viel Geld einbringen, wie ein Buch mit 200 Seiten, welches vom Leser jedoch schon nach der Hälfte zur Seite gelegt wurde.

kindleunlimited

Um die Anzahl der gelesenen Seite zu bestimmen, hat Amazon eine Methode namens Kindle Edition Page Count (KENPC) entwickelt, die unter anderem auf den Standardeinstellungen für Schriftart und Zeilenhöhe basiert. Auf diese Weise sollen alle Genres und Geräte erfasst werden. Bilder, Grafiken und Tabellen werden ebenfalls in die Zählung miteinbezogen. Allerdings zählt Amazon jedes E-Book nur einmal pro Nutzer – wird das Buch erneut gelesen, erhält der Autor dafür keine weitere Entlohnung.

Ob und wie sich diese Änderung auf den Inhalt der angebotenen E-Books auswirken wird, ist abzuwarten. Für den Kunden ändert sich zunächst nichts, außer, dass das eigene Nutzungsverhalten noch genauer protokolliert wird.

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Kommentare (6)

#1
Registriert seit: 27.09.2010
Magdeburg
Leutnant zur See
Beiträge: 1108
und wenn "BuchStreaming" dann richtig boomt, dann werden wir haufweise Bücher mit tausenden von Seiten haben und kaum Inhalt ^^
#2
Registriert seit: 11.06.2011
Planet Erde
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1350
Die dann niemand ließt, weil total uninteressant.
#3
Registriert seit: 20.12.2003
Karlsruhe
Kapitän zur See
Beiträge: 3285
WTF die loggen jede Seite die man liest? Ich weiß schon wie das in Zukunft vor Gericht abläuft. "Ich habe davon nichts gewusst."," Aber laut Protokoll haben sie am xx.xx.xx die Seite x des Buches y gelesen, ... Schuldig! "

OK bei uns wird das so nicht vorkommen, aber in den USA mit ihrem verrückten Patriot Act. Zum Glück sind die Strafen drüben ja kaum übertrieben und so...
#4
Registriert seit: 30.11.2012

Banned
Beiträge: 529
Eine frage habe ich da schon.

Angenommen ich kaufe ein buch mit 300 seiten. Gefällt mir nicht und lese nur 100 seiten. Dann bekommt der autor nur 1/3 seines verdienstes.....aber was passiert mit den restlichen 2/3? Bekomme ich das erstattet oder behält azon das zusätzlich zur verkaufsprovision ein?
#5
Registriert seit: 15.05.2013
Ruhrpott
Korvettenkapitän
Beiträge: 2315
@ASCI3: Das System gilt nur für Kindle Unlimited, sprich eine Flatrate. Im Moment werden dann Autoren wohl pauschal vergütet und ab demnächst dann per gelesenen Seiten.
#6
customavatars/avatar224331_1.gif
Registriert seit: 13.07.2015

Banned
Beiträge: 1
Das finde ich sehr vernünftig, E-Book-Autoren nach gelesenen Seiten zu bezahlen.
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