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Mobiles Breitband: Bundesnetzagentur versteigert Frequenzen

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bundesnetzagentur

Unter dem Titel „Mobiles Breitband – Projekt 2016" läuft ab dem heutigen Tag die Versteigerung zusätzlicher Mobilfunkfrequenzen. Damit will die Bundesnetzagentur die Versorgung mit mobilem Breitbandinternet schrittweise verbessern.

Im Januar 2015 wurde die Entscheidung über die Auktion der Frequenzen getroffen. Bis zum 6. März konnten die Zulassungsanträge bei der Bundesnetzagentur eingereicht werden. Wie im Verfahrensverlauf dargelegt, wurden im April die einzelnen Kandidaten auf ihre Voraussetzungen geprüft und folgende Unternehmen zur Auktion zugelassen: Telefónica Germany, Telekom Deutschland und Vodafone.

Die Versteigerung erfolgt in einer offenen, aufsteigenden, simultanen Mehrrundenauktion. Daher ist die Dauer nicht vorhersehbar. Geboten wird ab heute jeden Werktag zwischen 8 bis 18 Uhr jeweils einmal pro Stunde. Die Ergebnisse der einzelnen Runden sind auf der entsprechenden Seite der Bundesnetzagentur einzusehen. So lag die Summe aller gehaltener Höchstgebote in der ersten Runde bei über 1,2 Milliarden Euro und kletterte auf über 1,5 Milliarden Euro in der elften Runde.

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Auch in der elften Runde kletterten die Gebote (Tabelle: Bundesnetzagentur).

Ausgeschrieben sind Frequenzen im Umfang von 270 MHz aus den Bereichen 700 MHz, 900 MHz, 1.500 MHz und 1.800 MHz. Die Laufzeit der Frequenzbereiche 900 MHz und 1.800 MHz endet mit Ende 2016. Nach der Umstellung von DVB-T auf DVB-T2 wurden die Frequenzen im 700-MHz-Bereich frei und können nun ebenfalls für mobiles Breitband genutzt werden. Damit sollen auch entlegenere Regionen erschlossen werden. Voraussichtlich ab April 2017 soll der Betrieb von mobilem Breitband in „ausgewählten Regionen" beginnen. Bundesweit soll dies möglicherweise ab Mitte 2018 stattfinden.

Für dasjenige Unternehmen, welches die Frequenzen letztendlich ersteigert, gibt es jedoch nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. So muss sich das Unternehmen, den Vorgaben der Bundesnetzagentur nach, dazu verpflichten, binnen drei Jahren 98 % der Bevölkerung mit mobilem Breitband zu versorgen – und das deutschlandweit. Denn das Ziel der Bundesnetzagentur ist es, „dass mit dem Einsatz dieser Frequenzen eine nahezu flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Breitband-Internet erreicht wird".