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Tesla zeigt Model 3 im nächsten Jahr, Norwegen kürzt Förderungen für E-Fahrzeuge

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tesla motorsAuf den ersten Blick haben Tesla und Norwegen nur wenig Gemeinsamkeiten, tatsächlich aber gehört der skandinavische Staat zu den wichtigsten Absatzmärkten des Fahrzeugherstellers. Denn dank hoher Förderungen sind E-Fahrzeuge in Norwegen vergleichsweise günstig, weder Kfz-Steuer noch Mehrwertsteuer müssen Käufer entsprechender Modelle zahlen. Ob das Model S dort aber auch in Zukunft zu den meistverkauften Wagen gehören wird, bleibt aber abzuwarten.

Denn die norwegische Regierung will in den kommenden Jahren schrittweise sämtliche Förderungen zurückfahren. Der Grund hierfür ist ausgerechnet der große Erfolg des Programms. Ursprünglich sollte dies bis 2018 laufen, die erhofften Ziele wurden aber schon jetzt erreichet - entsprechend sind die bereitgestellten Gelder aufgebraucht. Zunächst soll nun die Kfz-Steuer schrittweise auf das normale Niveau angehoben werden, zudem müssen zukünftige Käufer laut Willen der Regierung wieder die Mehrwertsteuer zahlen, im Gegenzug aber eine Prämie erhalten.

Die Begeisterung für das Model S könnte in Norwegen in Zukunft sinken, ein Nachfolger steht aber schon in den Startlöchern
Die Begeisterung für das Model S könnte in Norwegen in Zukunft sinken, ein Nachfolger steht aber schon in den Startlöchern

Dass dies Einfluss auf die Verkaufszahlen haben wird, gilt als sicher. Die Auswirkungen für Tesla könnten aber weitaus geringer ausfallen. Denn bis zur vollständigen Rücknahme aller Forderungen soll das Model 3 bereits verfügbar sein. Im Rahmen der Bekanntgabe der Quartalszahlen, die überraschend gut ausfielen, kündigte Unternehmenschef Elon Musk an, dass der Mittelklassewagen im kommenden März erstmals gezeigt werden wird. Der Produktionsstart wird hingegen erst in der zweiten Hälfte 2017 erfolgen, Interessenten dürfte dies aber kaum verschrecken.Mit einem Einstiegspreis von geplanten 35.000 US-Dollar würde Model 3 spürbar günstiger als der aktuelle Beststeller Model S ausfallen; hier müssen mindestens 75.000 US-Dollar oder knapp 80.000 Euro eingeplant werden.

Allerdings ist mit dem geringeren Preis auch eine geringere Reichweite verbunden. Laut Musk wird das neue Fahrzeug mit einer Ladung etwa 200 Meilen (rund 320 km) schaffen. Zu den ärgsten Konkurrenten aus hiesiger Produktion dürften BMWs 3er und i3 sowie die C-Klasse von Mercedes-Benz, mit Abstrichen aber auch der VW Golf GTE gehören.

Für Norwegen könnte sich am Ende wenig ändern. Denn auch ohne staatliche Kaufanreize geniesst E-Mobilität dort eine hohe Attraktivität. Schliesslich ist Strom dort weitaus günstiger als in weiten Teilen Europas, im Vergleich zu Deutschland ist eine Kilowattstunde dort nur halb so teuer.

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