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Messenger-Dienste laufen der klassischen SMS den Rang ab

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Die Anzahl der in Deutschland verschickten Kurznachrichten ist weiter gesunken. Von 37,9 Milliarden (2013) konnte ein Abfall auf 22,5 Milliarden (2014) beobachtet werden – ein Minus von 41 %. Diese Zahlen basieren laut Bitkom auf Erhebungen der Bundesnetzagentur.

Nach Einführung der SMS Anfang der 90er-Jahre stieg die Zahl der so versandten Nachrichten längere Zeit kontinuierlich. 2013 habe es aber im Vergleich zu Vorjahr einen deutlichen Rückgang um 37 % gegeben. In zwei Jahren hat sich somit die Anzahl der SMS-Nachrichten halbiert.

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Die Talfahrt der SMS

Verdrängt wird die SMS vor allem von Smartphones und deren Messenger-Diensten wie dem 2009 erschienenen WhatsApp. „Wer heute vom Mobiltelefon eine Nachricht schreibt oder ein Bild verschickt, verwendet in sehr vielen Fällen internetbasierte Dienste", kommentierte der Hauptgeschäftsführer der Bitkom, Bernhard Rohleder. Dazu trage auch die Entwicklung der mobilen Breitbandnetze bei: sie werden immer schneller und liegen immer häufiger als Flatrate-Angebot vor. Einer Umfrage der Bitkom nach verschicken sieben von zehn Smartphone-Nutzern (71 %) SMS und andere Arten von Kurznachrichten. Von diesen Nutzern verwenden 20 % beide Möglichkeiten parallel, 35 % nutzen einzig SMS-Nachrichten und 16 % verschicken Nachrichten nur per Messenger-Dienst.

Vor allem Jüngere nutzen für den regen Austausch mit Freunden meist Messenger-Dienste, wohingegen für Online-Banking oder „die Nachricht an die Großmutter" eher die klassische SMS genutzt werde. Diese hat den Vorteil, dass sie auf allen Handys und Smartphones empfangen werden kann. Dabei wird weder eine Internetverbindung noch eine gesonderte Anmeldung voraussetzt. Bei Messenger-Diensten ist dagegen die Installation des Programms sowie eine Internetverbindung für den Sender und den Empfänger verpflichtend.

Auch wenn die Messenger-Dienste auf dem Vormarsch sind, sieht Rohleder noch nicht das Ende der SMS. „Die Messenger-Dienste werden die SMS auch mittelfristig nicht vollkommen verdrängen, aber sie haben den Markt für mobile Kurznachrichten grundlegend verändert."

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