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AMD schreibt im ersten Quartal 2015 weiter große Verluste

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AMD Logo 2013AMD hat im Laufe der Nacht die Zahlen zum ersten Quartal 2015 veröffentlicht, die alles andere als rosig ausfallen. So wird ein Umsatz von 1,03 Milliarden US-Dollar vermeldet, was einem Rückgang von 17 % im Vergleich zum vierten Quartal 2014 und 26 % gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht, in dem der Umsatz noch 1,4 Milliarden US-Dollar betrug. Der operative Verlust beträgt 137 Millionen US-Dollar, den AMD damit zum Quartal davor zwar reduzieren konnte, im ersten Quartal 2014 erwirtschafte AMD aber noch einen Gewinn von 49 Millionen US-Dollar.

Diese Zahlen beziehen dabei zwei Geschäftsbereiche bzw. Marken ein, die AMD im Zuge der Bekanntgabe der Quartalszahlen ausgliedert bzw. einstellt. So wird die Marke Seamicro eingestellt und AMD zieht sich aus dem sogenannten Micro/Dense-Server-Markt zurück. Im Jahre 2012 kaufte AMD Seamicro für 334 Millionen US-Dollar, diese Investition muss nun abgeschrieben werden und wird wieder einmal große Lücken in die Finanzlage von AMD reißen. Als Ersatz für das Engagement von Seamicro sieht AMD seine Initiative Server-Prozessoren mit ARM-CPU-Kernen auszustatten.

Dies herausgerechnet bleiben für AMD ein (Non-GAAP) ein Nettoverlust von 30 Millionen US-Dollar, während das vierte Quartal 2014 und das erste Quartal 2014 noch ein Plus von 52 bzw. 89 Millionen US-Dollar brachten. Weiterhin das Sorgenkind bei AMD ist die Computing- und Graphics-Sparte. Der Umsatz für die Prozessoren und GPUs ging um 38 % im Jahresvergleich auf 532 Millionen US-Dollar zurück. Im vierten Quartal 2014 waren es noch 662 Millionen US-Dollar. Vor allem bei den CPUs und APUs musste AMD geringere Verkäufe vermelden, als erwartet wurden. Auch die GPUs konnten dies nicht herausreißen und AMD konnte offenbar auch nicht von der Problematik der NVIDIA GeForce GTX 970 profitieren. Insgesamt erwirtschafte diese Sparte einen Verlust von 75 Millionen US-Dollar.

Etwas besser ergeht es im Bereich Enterprise, Embedded und Semi-Custom. Hier lag der Gewinn bei 45 Millionen US-Dollar und auch der Umsatz ist mit 498 Millionen US-Dollar recht stabil, doch auch hier muss AMD eine Halbierung des Gewinns vermelden. Die restlichen Bereiche kumuliert kommen auf einen Verlust von 107 Millionen US-Dollar, was die Gesamtsituation für AMD nicht einfacher macht.

Auch für die nähere Zukunft sieht AMD noch keinen Aufschwung. Der Umsatz soll laut eigenen Angaben um weitere drei Prozent zurückgehen. Über konkrete Neuankündigungen, die das Ruder herumreißen sollen, macht AMD derzeit keine Angaben. Einzig Pläne Wafer im Wert von einer Milliarde US-Dollar bei GlobalFoundries zu kaufen, werden hier erwähnt.

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