> > > > 837 Milliarden US-Dollar Schaden für illegale P2P-Downloads

837 Milliarden US-Dollar Schaden für illegale P2P-Downloads

Veröffentlicht am: von

rechtsstreitIm Jahr 2014 sollen Filesharer einen Schaden von rund 837 Milliarden US-Dollar weltweit verursacht haben. Das zeigt eine Infografik von Statista, die sich auf einen Bericht des Marktforschungsunternehmens Trup Optik stützt. Demnach hätten im letzten Jahr über 500 Millionen Menschen Peer-to-Peer-Netzwerke (P2P) für rund 18 Milliarden Downloads genutzt.

Einen großen Schaden soll den Angaben zufolge vor allem die TV- und Film-Industrie erlitten haben. Über 5,1 Milliarden Filme und Serien sollen 2014 illegal aus dem Internet heruntergeladen worden sein – ein Schaden von etwa 73,4 Milliarden US-Dollar. Im TV-Bereich sollen hingegen 4,5 Milliarden Downloads im Wert von etwa 18,1 Milliarden US-Dollar angestoßen worden sein. Bei den illegalen Musik-Downloads zählte man im letzten Jahr über 1,6 Milliarden im Warenwert von etwa 12,5 Milliarden US-Dollar.

Den größten Schaden aber musste die Software-Industrie hinnehmen. Hier habe man 2014 mit 1,6 Milliarden Downloads zwar vergleichsweise geringe Zahlen registriert, der Schaden aber belief sich hier auf rund 652 Milliarden US-Dollar. Im Bereich der Videospiele fällt der Schaden mit etwa 74,2 Milliarden US-Dollar und rund 2,5 Milliarden Downloads schon deutlich niedriger aus.

statista schaden p2p downloads 2014 k
837 Milliarden US-Dollar sollen illegale P2P-Downloads verursacht haben

Die Porno-Industrie soll hingegen 2,8 Milliarden illegale Downloads im Gegenwert von etwa 6,7 Milliarden US-Dollar verzeichnet haben. Damit liegt die Branche was die Download-Zahlen anbelangt auf Platz 3. Die Angaben beziehen sich allerdings ausschließlich auf englischsprachige Inhalte – der tatsächliche Schaden und die Zahl der illegalen Downloads dürfte also noch um einiges höher ausfallen.

Laut der International Business Time war im letzten Jahr „Captain America 2: The Winter Soldier“ der beliebteste Film, der illegal auf dem Netz geladen wurde. Über 85 Millionen Mal soll der Streifen unerlaubt heruntergeladen worden sein. „Game of Thrones“ zählte sogar über 204 Millionen Downloads und wurde damit zur beliebtesten TV-Serie unter den Filesharern. Aber auch Minecraft, Taylor Swifts „Bad Blood“ und Microsofts Windows 8.1 waren sehr beliebt.

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 1

Tags

Kommentare (34)

#25
Registriert seit: 01.04.2006
Uelzen
Kapitänleutnant
Beiträge: 1776
Hmm... mal überlegen. Wenn ein Film gut ist gehe ich auch mal ins Kino. Der Rest kratzt mich gar nicht, wenn überhaupt schaue ich meistens über Amazon per Streaming.
Da würde mich mal interessieren welche Preise bei dem Schaden angesetzt werden: ursprüngliche Wunschpreise zum Erscheinungsdatum, aktuelle Verkaufspreise im Laden oder aktuelle Preise bei Streaming-Diensten ( zumindest sofern dort im Angebot und käuflich erwerbbar ).
#26
Registriert seit: 12.08.2010
Bocholt
Hauptgefreiter
Beiträge: 214
Viele Benutzen diese Downloads ja auch Quasi also Demo (Bei Spielen) das sieht man z.b. bei Citites Skylines. Dieses Spiel wurde von vielen erst illegal Bezogen und dann trotzdem gekauft weil der Support durch Patches und die Zusatzinhalte durch den Steam workshop einfach überzeugen.

Meiner Meinung nach sollten sich die Spiele Hersteller eher nicht darüber beschweren sonder das als Anrzei nehmen mehr Qualität in die Spiele zu bringen.
#27
customavatars/avatar92992_1.gif
Registriert seit: 10.06.2008
Emsland / Bochum
Admiral
Beiträge: 10725
Dann würde sich aber der Umsatz aus der Qualität eines Spiels ergeben. Da haben die großen publisher berechtigterweise kein Interesse dran :D

Man könnte spiele auch frei anbieten und jeder gibt soviel wie er möchte. Dann würden viele Titel aber als Ladenhüter verbleiben. Ich zahle nur für ein gutes game mit guter Story was mich adäquat unterhält ohne schon am Kopierschutz oder irgendwelchen Systemfehlern zu scheitern.
#28
customavatars/avatar114785_1.gif
Registriert seit: 14.06.2009
Hamburg
Korvettenkapitän
Beiträge: 2201
Zitat DragonTear;23348610
Richtig. Was ändert das an meiner Aussage?
Der Umsatz beschreibt das Gesamtvolumen an Einnahmen durch die Produkte: Umsatz - Wirtschaftslexikon
Selbstvertändlich ist das nicht der Gewinn. Die Statistik suggeriert auch keine verzwanzigfachung des Gewinns, sondern nur eine Verdreifachung des Umsatzes, wenn die ilegalen Kopien, stattdessen gekauft würden.


Damit die Statistik den Schaden beschreibt, müssen die Zahlen der Gewinnausfall sein. Einen Umsatzausfall als absoluten Schaden darzustellen würde doch den Leser gezielt in die Irre führen :bigok:
#29
customavatars/avatar202850_1.gif
Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 11131
Zitat pescA;23349243
Damit die Statistik den Schaden beschreibt, müssen die Zahlen der Gewinnausfall sein. Einen Umsatzausfall als absoluten Schaden darzustellen würde doch den Leser gezielt in die Irre führen :bigok:

Naja, bei Software - besonders welche die online vertrieben wird - stecken die meisten Kosten ja in der Entwicklung und der Wartung (die unabhängig von der Verkaufszahl gemacht werden muss). Der eigentliche Verkauf ist dann kaum noch kostenintensiv. Bis auf Server-Kosten für online-Komponenten, steigt mit jedem verkauften Exemplar hauptsächlich der Gewinn und kaum die Ausgaben/Kosten.
#30
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 13734
Solche Zahlen sind doch schlicht Schwachsinn, einmal weil nicht jeder Download erfasst werden kann, also muss da zwangsläufig hochgerechnet werden und dann wird immer unterstellt, dass jeder der sowas lädt es gekuaft hätte. Aber genau da liegt der größte Fehler, denn nur ein kleiner Bruchteil hätte gekauft, wenn es keine Möglichkeit des illegalen Downloads (egal ob über P2P oder wie auch immer) gegeben hätte. Es viel gesammelt und oft gar nicht genutzt und ein Teil wird dann auch gekauft.

Es würde ja auch bei Weitem nicht jeder eine echte Gucci Tasche oder Rolex Uhr kaufen, der sich ein Immitat kauft.
#31
customavatars/avatar193800_1.gif
Registriert seit: 22.06.2013
Berlin
Stabsgefreiter
Beiträge: 388
Nach meinem Eindruck ist Statista schlicht eine Werbeagentur.

"..man stütze sich dabei auf einen "Bericht" des Marktforschungsunternehmens Trup Optik"
Die Statistik machen also faktisch andere. "Statista" multipliziert bloß die Zahlen (kommt mir irgendwie bekannt vor) und verteilt die so fabrizierte Hiobsbotschaft dann in die Medienkanäle (kommt mir ebenfalls irgendwie bekannt vor).
#32
customavatars/avatar92992_1.gif
Registriert seit: 10.06.2008
Emsland / Bochum
Admiral
Beiträge: 10725
Die können es doch auch garnicht überprüfen. Die gucken bei Plattformen Wieviele Nutzer es gibt, wieviel heruntergeladen wurde und multiplizieren das mit allen Einwohnern die Zugang zum Internet haben.

Das wäre genauso behindert wenn Ölmultis auf einmal anfangen würden ihre Verluste durch den ÖPNV aufzusummieren..
#33
customavatars/avatar24904_1.gif
Registriert seit: 13.07.2005

Flottillenadmiral
Beiträge: 4261
für ca. 7 Milliarden bin ich verantwortlich....können auch fast 8 Milliarden sein...ich muss erstmal nachrechnen
#34
Registriert seit: 01.01.1970


Beiträge:
Zitat Tombadole;23348869
Viele Benutzen diese Downloads ja auch Quasi also Demo


Macht es kein Stück legaler und ist auch keine Ausrede, verurteilt wirst du trotzdem, zurecht.

Zitat Yaki;23346308
Regel Nr.1: Glaube keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast!


So sieht's aus!
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

AMD-Grafikkarten-Hersteller VTX3D verschwindet vom Markt

Logo von VTX3D

Vor allem für AMD-Partner sind schwere Zeiten angebrochen: Während der gesamte PC-Markt mit einer weltweit schwächelnden Nachfrage zu kämpfen hat, haben es die ersten Polaris-Grafikkarten gegen NVIDIAs Pascal-Modelle nicht leicht. Zwar kann die Radeon RX 480 leistungsmäßig durchaus mit der... [mehr]

Lohnt das Mining für den Privatanwender noch?

Logo von IMAGES/STORIES/2017/ETHEREUM

Bestimmte Grafikkartenmodelle sind schlecht verfügbar und einige Hersteller präsentieren sogar spezielle Mining-Modelle – bestes Anzeichen dafür, dass eine neue Mining-Welle anrollt. Ethereum basiert wie Bitcoins auf einer Blockchain-Technologie. Ethereum ist aber keine reine Kryptowährung,... [mehr]

Bitcoin droht der Hard Fork – Ethereum weiter auf niedrigem Kurs

Logo von IMAGES/STORIES/2017/ETHEREUM

Bereits in der vergangenen Woche deuteten sich einige Änderungen bei den Kryptowährungen an. Nach einem wochenlangen Hoch brach der Kurs des Ether auf weit unter 200 US-Dollar ein. Die Gründe dafür sind nicht immer ersichtlich. Oftmals gibt es auch Wechselwirkungen zwischen den einzelnen... [mehr]

AMD mit guten Quartalszahlen – Vega und Naples für Q2 bestätigt (Update)

Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD

AMD hat die ersten Quartalszahlen veröffentlicht, die nach dem Verkaufsstart der RYZEN-Prozessoren zusammengestellt wurden. Darin zeichnet das Unternehmen einen deutlichen Anstieg beim Umsatz aus, muss bisher aber noch auf Gewinne verzichten. Weitaus wichtiger aber ist, dass AMD in seinen... [mehr]

O2: Wer bei der Hotline nicht anruft, wird mit Datenvolumen belohnt (Update)

Logo von IMAGES/STORIES/2017/O2_LOGO

O2 war in den letzten Monaten aufgrund seiner schlecht erreichbaren Hotline immer wieder in der Kritik. Kunden mussten teilweise stundenlang in der Warteschleife warten, bis sich am anderen Ende der Leitung ein Mitarbeiter meldete. Dies ist einerseits darauf zurückzuführen, dass die Kapazitäten... [mehr]

Amazon Drive mit unbegrenztem Speicherplatz kostet 70 Euro im Jahr

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2015/AMAZON

Amazon bietet ab sofort seinen Speicherdienst Drive mit unbegrenztem Speicherplatz für 70 Euro im Jahr an. Dabei kann der Kunde unbegrenzt viele Daten auf den Cloud-Service hochladen und muss auf keine Begrenzung achten. Das Angebot kann laut Amazon für drei Monate kostenlos getestet werden –... [mehr]