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Tesla Motors erhöht die Reichweite des Roadster 3.0 auf über 600 km

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Der Roadster war das erste Serienfahrzeug von Tesla Motors und konnte beweisen, dass das Reichweitenproblem von Elektroautos gelöst werden kann. Mit dem Produktionsstart der Limousine Model S wurde die Produktion des Roadsters eingestellt. Doch der Roadster kommt zurück - in einem weihnachtlichen Blogeintrag hat Tesla Motors jetzt mit dem Roadster 3.0 ein grundlegendes Update des Zweisitzers angekündigt.

Der 2006 vorgestellte Roadster war anders als das Model S noch keine komplette Eigenentwicklung, sondern basiert auf dem Lotus Elise. Als Antrieb dient aber ein Elektromotor, der beim ursprünglichen Roadster von ganzen 6.831 handelsüblichen Lithium-Ionen-Akkus mit Strom versorgt wird. Tesla selbst gab eine Reichweite von 350 km an. 

Mit dem Produktionsende des Roadsters fehlte wieder ein Zweisitzer im Angebot von Tesla Motors. Auch die bereits angekündigten neuen Tesla-Modell, der SUV/Van-Mix Model X und das Mittelklassemodell Model 3, können diese Lücke nicht schließen. Eine Überarbeitung des Roadsters erscheint da als einleuchtende Lösung, zumal der Entwicklungsaufwand auch deutlich geringer als bei einer kompletten Neuentwicklung ausfallen sollte. Tesla Motors profitiert laut eigenen Angaben von den Erfahrungen mit dem Model S und von den Fortschritten im Akkubereich.

Konkret wurden am Roadster 3.0 Optimierungen an den Akkus, der Aerodynamik und dem Rollwiderstand vorgenommen. Die neuen Akkus des Roadster 3.0 sollen 31 Prozent mehr Energie als beim Ur-Roadster speichern können. Trotz etwa gleicher Größe wird das neue Akku-Package auf 70 kWh kommen (ursprünglich 56 kWh). Die Aerodynamik konnte dank neuer Berechnungen um 15 Prozent verbessert werden. Der cw-Wert sinkt dabei von 0,36 auf 0,31. Gleichzeitig wurde der Rollwiderstand von 11 kg/t aus 8,9 kg/t reduziert.

Im Endeffekt sollen diese Optimierungen laut Tesla-Blog eine um 40 bis 50 Prozent gesteigerte Reichweite ermöglichen. Dadurch sollen etwa 400 Meilen (ungefähr 640 km) mit einer Akkuladung überbrückt werden können. Zum Vergleich: für den ursprünglichen Roadster wurden 350 km Reichweite angegeben, der BMW i3 kommt offiziell nur auf eine Reichweite von 190 km. Dass diese Reichweitenbehauptung nicht aus der Luft gegriffen ist, möchte Tesla Motors in den ersten Wochen des neuen Jahres anschaulich demonstrieren. Ein Roadster 3.0-Prototyp soll dann die Strecke zwischen San Francisco und Los Angeles (382 Meilen, also 611 km) mit einer Akkuladung zurücklegen.

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Die Galerie zeigt Pressematerial zum ursprünglichen Roadster

Bevor die Massenfertigung anläuft, muss der neue Akkupack aber erst genauer geprüft werden. Vorbestellungen für den Roadster 3.0 will Tesla Motors ab dem kommenden Frühjahr entgegennehmen. Zur Auslieferung und zum Verkaufspreis werden allerdings noch keine Angaben gemacht.

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Kommentare (20)

#11
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Obergefreiter
Beiträge: 87
Solange sie nichts Leistbares für Normalsterbliche anbieten, wird das sowieso nichts mit der Verbreitung der Elektroautos.
Bei uns wird von der EU auch nur die Forschung gefördert und nicht der Verkauf subventioniert, weswegen die Hersteller nur forschen und nicht wirklich was verkaufen müssen...

@996
Die Lösung: Eine Teslaspule am Dach. :D
#12
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Registriert seit: 10.06.2008
zuhause
Admiral
Beiträge: 11295
Die Machbarkein ist nicht das Problem.
Zuhause geladen werden muss auch nicht.

Es gibt mittlerweile Ladetechniken mit >50KW (Tesla hat so etwas auch selbst im Angebot und arbeitet neben der Herstellung der Fahrzeuge auch an einem flächendeckenden Tankstellennetz). Da gibt es sogar Ladeströme, die einen Akku in 10-15 min auf 80% aufladen, ohne dass es zu Verlusten bei der Lebensdauer kommt.
Das erreicht zwar noch nicht ganz die 2-5 Minuten für einen Tankstop bei üblichen Fahrzeugen, kommt dem aber schon sehr nahe. Vor allem verglichen mit den zig Stunden Ladezeit die von Kritikern gern angeführt werden.
Die 80% reichen dann erstmal wieder für ne ganze Weile.

Ansonsten kann man durch Verhaltensänderung viel erreichen. Ich habe einen Kollegen, der seit drei Jahren alle Dienstfahrten mit den Elektroautos aus der Firmeninternen Flotte bestreitet - er hat bisher alle Termine pünktlich erreicht und ist nie wegen eines leeren Akkus liegen geblieben.

Was allerdings stimmt: Ohne die korrekte Stromversorgung ist so eine Karre nicht umweltfreundlichre als ein Benziner oder Diesel. Da muss der Strom schon komplett und nachweislich aus erneuerbaren Energien kommen (und damit meine ich keine RECS-Zertifikate oder ähnliches, wie die Bahn es verwendet).
#13
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Registriert seit: 30.07.2001

Stabsgefreiter
Beiträge: 303
Zitat Hardwarekäufer;23005248
Was allerdings stimmt: Ohne die korrekte Stromversorgung ist so eine Karre nicht umweltfreundlichre als ein Benziner oder Diesel. Da muss der Strom schon komplett und nachweislich aus erneuerbaren Energien kommen (und damit meine ich keine RECS-Zertifikate oder ähnliches, wie die Bahn es verwendet).


Ist so nicht richtig. Großkraftwerke haben eine bessere Effizienz als Fahrzeugmotoren, also selbst wenn der Strom mit fossilen Rohstoffen erzeugt wird, fährt man trotzdem umweltschonender. Außerdem verstehe ich die Aufregung über die Preise nicht, Elektroautos für die Stadt gibt es bereits ab 8000 Euro.
#14
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Registriert seit: 30.07.2001

Stabsgefreiter
Beiträge: 303
Warum werden meine Beiträge nicht angezeigt? wegen der Zitate? bin ich gesperrt?
#15
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Registriert seit: 10.05.2006

Fregattenkapitän
Beiträge: 2854
Selbst mit Ökostrom ist so ne Teslakarre aktuell nicht viel umweltfreundlicher als ein moderner Diesel. Von Kosten/km (auf das gesamte Auto gesehen, also inkl. Anschaffungskosten) gar nicht zu sprechen...
#16
Registriert seit: 13.09.2008
Oben uff'm Speischer
Kapitän zur See
Beiträge: 3151
Hallo HWLuxx-Redaktion... der Tesla Roadster wird NICHT neu aufgelegt! Der als Quelle dienende Blogeintrag erwähnt das auch an keiner Stelle. Das habt ihr leider nur frei hineininterpretiert...

Der Roadster 3.0 is ein Upgrade-Kit für bestehende Roadster-Besitzer. Das heißt, man kann einen Termin machen und bekommt dann neue Reifen, ein Body Kit und eine neue Batterie eingebaut. Kostenlos wird es nicht sein.
#17
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Registriert seit: 10.06.2008
zuhause
Admiral
Beiträge: 11295
Er wird aber wieder verkauft und zwar als neues Modell. Der eigentliche roadster wird seit dem model S nicht mehr angeboten.
Das eine schließt das andere nicht aus.
#18
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Registriert seit: 24.06.2012

Stabsgefreiter
Beiträge: 327
Auf welcher Basis soll ein Elektroauto denn nicht umweltfreundlicher sein als ein gegenwärtiges Standardauto?
#19
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Registriert seit: 19.03.2010

Flottillenadmiral
Beiträge: 4826
Zitat 996;23003558
Elektrofahrzeuge sind völliger blödsinn wenn man nicht die möglichkeit hat diese aufzuladen...
Auf der Arbeit unwahrscheinlich und Daheim erst recht nicht wenn man kein eigenes Haus besitzt , oder wollt ihr aus dem 12 Stock die kabeltrommel auspacken ?
Und wer wiederum ein eigenes Haus bestitz kauf sich kein Elektrofahrzeug ;) , was eine Zwickmühle.
Ich denke es wird noch dauern bis eine Wohnung die möglichkeit besitz sein eigenes E mobil zu laden , bis dahin ist wohl die beste Variante um realtiv grün zu fahren ein Brennstofffahrzeug wo jedoch das Problem mit dem Versorgungsnetz und dem Kaufpreis besteht.
Ich finde das immerweider interessant wie der ein oder andere Hersteller gepusht wird... (hier in DE ist es meist VW mit ihren möchtegern Leistungen die sie nie erbracht haben siehe Lobbyblatt AUTO BILD ) Tesla ist ein Amikonzern und sie halten einfach die meisten Patente und Lizenzen im elektrobereich weshalb es auch einfach schwer wird für einen Weltkonzern wie Toyota Fahrzeuge auf dem Markt zu bringen die mithalten dürfen.


Ich glaube genau die selben Argumente hatte die Kutscher Gewerkschaft anfangs gegen die "ersten" Autos ;)
#20
Registriert seit: 30.06.2004

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 395
Jetzt muss auch noch der alte Wulf zur Trauerfeier eines brutalen Terrordiktators geschickt werden, nur damit das Deutsche Volk weiter mit ihren geliebten dreckigen Ölkarren rumfahren kann.
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