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Microsoft verklagt Samsung wegen ausbleibender Lizenzgebühren

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Microsoft2012Nach dem Start von Windows Phone hieß es lange Zeit, dass Microsoft mit Android mehr Geld verdienen würde als mit der eigenen Plattform. Was zunächst wie ein Scherz klang und noch immer klingt, war zumindest zunächst durchaus zutreffend. Denn verschiedene Hersteller von Android-Smartphones und Tablets zahlen Lizenzgebühren an die Redmonder, die Beträge liegen verschiedenen Berichten zufolge zwischen 5 und 15 US-Dollar.

Zu den Lizenznehmern gehört seit 2011 auch Samsung, schon im vergangenen September wurden die entsprechenden Zahlungen jedoch eingestellt. Als Grund führte der südkoreanische Konzern an, dass Microsoft mit der Übernahme von Nokia - die zu diesem Zeitpunkt angekündigt wurde - den geschlossenen Vertrag verletzt habe und man dementsprechend nicht mehr zur Zahlung verpflichtet sei. In der Redmonder Konzernzentrale sieht man dies naturgemäß anders und hat deshalb Klage vor einem New Yorker Gericht eingereicht.

Kommentiert wird dieser Schritt im unternehmenseigenen Blog von Justiziar David Howard. Dort heißt es, dass man seit dem Zahlungsstopp auf verschiedenen Wegen versucht habe, die Unstimmigkeiten zu beseitigen. Es sei aber nicht gelungen, die „fundamentalen Meinungsverschiedenheiten“ zu beseitigen. Konkreter geht Howard auf den Kern des Streits nicht ein, er verweist jedoch darauf, dass Samsung dem Vertrag 2011 freiwillig zugestimmt habe und in der Zwischenzeit beide Seiten vom Übereinkommen profitiert hätten.

Opfer des eigenen Erfolgs? Mit steigenden Absatzzahlen sind auch die Lizenzgebühren in die Höhe geschnellt

Allerdings hat er eine eigene Theorie, weshalb der Partner das Abkommen einseitig beendet hat - die Übernahme von Nokia spiel dabei keine Rolle. Stattdessen vermutet Howard, dass Samsung anfangs schlicht den Umfang der Lizenzzahlungen unterschätzt habe. Denn im Jahr 2011 hätte Samsung 82 Millionen Android-Smartphones ausgeliefert, für dieses Jahr würden 314 Millionen erwartet. Bei kolportierten 10 bis 15 US-Dollar pro Gerät, die an Microsoft fließen müssen, würde man nicht mehr von 0,8 bis 1,2, sondern von 3,1 bis 4,6 Milliarden US-Dollar sprechen. Eine Summe, die man beim ehemaligen Partner nach Ansicht des Juristen nicht mehr zu zahlen bereit ist.

Das Gericht soll nun klären, ob Samsungs Aussage, die Nokia-Übernahme hätte den zuvor abgeschlossenen Vertrag verletzt, zutrifft. Man selbst geht nicht davon aus, sondern setzt auf eine Fortsetzung des Abkommens. Eine Stellungnahme seitens Samsung gibt es noch nicht.

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