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Mehrwertsteuer auf elektronische Dienstleistungen ändert sich

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bundesregierungAm 11. Juli hat das Bundesministerium für Finanzen eine Neuregelung der Mehrwertsteuer auf elektronische Dienstleistungen veröffentlicht. Ab dem 1. Januar 2015 fällt der Umsatzsteuersatz innerhalb der Europäischen Union in dem Land an, in dem der Kunde wohnt. Diese Regelung betrifft Verkäufe an Privatkunden. Ab 2015 gilt dann: Bestellt ein Kunde aus Deutschland in Frankreich ein E-Book, so fällt die Umsatzsteuer nicht mehr im Anbieterland an (hier: Frankreich) sondern in Deutschland. Um die Unternehmen bei der Umstellung zu unterstützen, wird ein sogenanntes „Mini-One-Stop-Shop"-Verfahren eingeführt, das die Steuerabführung vereinfachen soll.

Zuvor wurde die Umsatzsteuer auf elektronische Dienstleistungen immer in dem Land der Europäischen Union fällig, das verantwortlich war für Bereitstellung der Leistung. Dazu gehören neben dem bereits genannten E-Book auch downloadbare Apps, Musik und Filme. Ab Anfang 2015 sind diese in Deutschland zu versteuern, wenn der Kunde seinen Wohnsitz in Deutschland hat. Die Neuregelung ist Teil des „Gesetzes zur Anpassung des nationalen Steuerrechts an den Beitritt Kroatiens zur EU und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften".

Bietet ein Unternehmen (weiterhin) o.g. Dienstleistungen auch für Deutschland an, so gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten, um dem Gesetz nachzukommen. Der Unternehmer kann sich zum einen in Deutschland für die Umsatzsteuer erfassen lassen oder zum anderen am „Mini-One-Stop-Shop" beteiligen. Dies gilt für alle Mitglieder der EU. Um an der Sonderregelung teilnehmen zu können, gibt es für deutsche Unternehmer ab dem 1. Oktober 2014 die Möglichkeit, ihre Teilnahme beim Bundeszentralamt für Steuern elektronisch zu beantragen. Dafür werden dort ein Online-Portal eingerichtet und weitere Informationen für die Verfahrenserleichterung bereitgestellt.

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Kommentare (4)

#1
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Bruddelsupp
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Bubble Boy
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Klingt ja nach der einfachsten Lösung aller Beteiligten. (Dieser Satz besteht aus 100% Ironie)
#2
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An sich eine "gute Lösung", zumindest was Steuerflucht angeht.
Aber wie ist das dann zB für klein Unternehmer? Hier wird es im gegensatz zu einer größeren Firma dann doch sehr arbeitsaufwendig.
#3
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Hannover
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BIOS Bernhard
Lutz
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Was wird daran arbeitsaufwendiger für kleine unternehmen? Die haben halt ne Liste mit Ländern und den Steuersätzen neben dem PC liegen und tickern das in Ihre Excel ein, aus der die Rechnung erzeugt/gedruckt wird. Wenn sie dann ganz klug sind, bekommen sie das auch in excel "programmiert". Die Probleme werden dann doch die größeren Unternehmen haben, die vieles automatisiert haben(einen neuen Prozess in einen vorhandenen einzubringen, kann unter Umständen ein riesen Rad sein)
#4
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@Reaver1988
Klar ist das aufwendiger für kleine Unternehmen, es geht hier nicht (nur) um die Rechnungsstellung, die bekommt man wohl schnell mal hin.
Es geht darum die Steuern abzuführen. Bis jetzt war es einfach denn der kleine Händler hatte immer die MWSt. aus seinem Land drauf und die hat er dann per Stichtag dem Finanzamt abgeführt.
Jetzt muss er verschiedene MWSt. erfassen und abführen. In dem Fall wohl eine für sein Land und jetzt auch eine für Deutschland (eben entweder in Deutschland wenn er sich da registriert hat oder durch dieses „Mini-One-Stop-Shop" Programm <- keine ahnung was das ist, hab nicht nachgeleses). und falls noch mehr länder machen auch für andere länder.

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