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Last.fm stellt kostenpflichtiges Radio-Angebot ein

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lastfmBevor Spotify, Simfy, Rdio und andere Musikstreaming-Dienste das Feld betraten, war Last.fm die Plattform für Musik-Fans. Nun stellt der Dienst zum 28. April Last.fm Radio ein. Mit dem Angebot konnten Abonnenten gegen eine Gebühr von 3 Euro im Monat werbefrei und auf ihren Musikgeschmack abgestimmte Musik hören. Dabei konnte der Name der Lieblingsband eingegeben werden, auf Basis dessen dann ähnliche Songs von verschiedenen Künstlern in einer Art Radio abgespielt wurden. So konnten Fans neue Bands entdecken und ihren musikalischen Horizont erweitern.

Das Radio-Angebot soll ab Ende April komplett eingestellt werden. Als Grund führt der Anbieter eine „erheblich geänderte Musiklandschaft“ an – vermutlich aufgrund der starken Konkurrenz durch Spotify und Co. Derzeit zählt Last.fm über 55 Millionen registrierte Nutzer, wie viele davon das kostenpflichtige Radio-Angebot in Anspruch genommen haben, ist nicht bekannt. Im Forum stößt die Entscheidung der Entwickler unterdies auf Unverständnis und Wut. Viele Nutzer können den Schritt von Last.fm nicht nachvollziehen und zeigen sich enttäuscht.

Zukünftig will der Dienst zu seinen Wurzeln zurückkehren und sich ganz auf das sogenannte Scrobbeln konzentrieren, bei dem Nutzer ihre gehörten Titel in einer kleinen Datenbank in ihrem Last.fm-Account sammeln und ihren Musikgeschmack mit Freunden, Bekannten und anderen Community-Mitgliedern teilen können, um so neue Empfehlungen zu bislang unbekannten Künstlern zu erhalten. Der Desktop-Player, der auf externe Musik-Quellen wie YouTube oder VEVO verweist, soll allerdings weiterleben.