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NSA-Skandal wird zum Problem für US-Wirtschaft

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hardwareluxx news newNoch immer sind die Abhöraktivitäten des US-Geheimdienstes NSA in aller Munde. Zwar schien sich die Aufregung nach den ersten Vorwürfen wieder leicht gelegt zu haben, doch spätestens seit Berichten über das Ausspähen von Regierungs-Mobiltelefonen ziert das Thema wieder die Titelseiten der Medien.

Befürchtungen, dass NSA-Handlungen negative Auswirkungen auf die IT-Branche in den USA haben würde, gab es schon vorher, doch nun steht der Wirtschaft unter Umständen ein größeres Problem gegenüber, als man bislang angenommen hat. Denn die europäischen Kartell- und Aufsichtsbehörden scheinen künftige Prüfungen deutlich genauer gestalten zu wollen, um die Weitergabe von in Europa gesammelten Daten in die USA ausschließen zu können.

Ein erstes prominentes Opfer könnte dabei der Telekommunikationsriese AT&T werden. Dem US-Unternehmen wird nach wie vor nachgesagt, ein großes Interesse am Einstieg in Europa zu haben. Durch diesen Schritt soll das Wachstum beschleunigt werden, so Branchenkenner. Zwar gilt der Markt in der „alten Welt“ als stark reguliert und vergleichsweise kompliziert, eine Alternative scheint aus Sicht AT&Ts aber nicht zu geben. Doch statt eine komplett neue Infrastruktur zu schaffen, soll die Übernahme eines bestehenden Mobilfunkanbieters die erste Wahl sein, wie seit Monaten spekuliert wird. Dabei steht vor allem Vodafone im Mittelpunkt.

Laut Wall Street Journal würden die US-Amerikaner derzeit ein Übernahmeangebot für den europaweit aktiven Konzern, der gerade erst Kabel Deutschland geschluckt hat, vorbereiten. Möglicherweise, so die Quellen weiter, werde ein solches Angebot bereits in der ersten Hälfte des kommenden Jahres unterbreitet werden. Das Zustandekommen dieser Transaktion gilt aber nicht zuletzt dank der NSA als immer unwahrscheinlicher. Von Seiten der Bundestagsfraktion der Grünen heißt es dazu, dass man die Auswirkungen einer solchen Übernahme im Vorfeld analysieren müsse. „Sollte dies erlaubt werden? Macht es Sinn? Was bedeutet das für unsere Datenschutzstandards?“, so die Fragen, die nach Ansicht des Fraktionsvorsitzenden Anton Hofreiter im Vorfeld geklärt werden müssten.

Deutlich präziser ist da der Datenschutzbeauftragte des Bundes, Peter Schaar. Seiner Meinung nach müsse AT&T belegen, dass Daten nicht an die NSA weitergeleitet würden, sofern dies gegen deutsches oder europäisches Recht verstoßen würde. Nicht nur die Öffentlichkeit sei achtsamer im Umgang mit diesem Thema geworden, auch Behörden würden sich vorsichtiger verhalten, so Schaar weiter.

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Kommentare (7)

#1
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Registriert seit: 06.07.2006
Bayern
Flottillenadmiral
Beiträge: 5957
Interessant vor allem auf die Ausspähung des Yahoo!- und Google-internen Traffics. Offensichtlich gibt man sich nicht mit PRISM zufrieden. Das ist an sich ja schon ne Frechheit gegenüber Nicht-US-Kunden, aber immerhin noch durch ein Gericht legitimiert. Okay, das ist zwar mit dem FISC eher eine Alibi-Veranstaltung, aber von der rechtlichen Seite bleibt den Unternehmen kaum eine andere Wahl als zu kooperieren. Vermutlich ist das aus Unternehmenssicht noch ein Pakt, um den erzwungenen Vollzugriff zu verhindern...nun sieht es so aus, dass sich die NSA über ihre eigenen Verträge hinweg setzt...

Angsichts dieses Vorgehens und des Umfangs wirkt die Stasi so einschüchternd wie ein Kaninchenzüchterverein...
#2
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Registriert seit: 10.06.2008
Emsland / Bochum
Admiral
Beiträge: 10675
Ich finde es an der Stelle fragwürdig, das Google und Yahoo sich über die Berichterstattung echauffieren anstatt sich als Opfer darzustellen.

Welche Druckmittel in den USA angewandt werden hat man an Unternehmen wie Lavabit gesehen. Google und Yahoo haben halt mitgemacht.

Im Volksmund läuft sowas unter "Erpressung", aber das ist es nicht wenn der Staat es initiiert.

Ich würde es begrüßen, wenn sämtliche Behörden, inkl. der Kartellbehörde, solche Übernahmen kritisch unter dem Datenschutz beobachten und bewerten.
#3
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Registriert seit: 07.12.2010
Düsseldorf
Banned
Beiträge: 413
Zitat
NSA-Skandal wird zum Problem für US-Wirtschaft


Ich lach mich gerade Schlapp !
Das beste Beispiel ist doch die Aufforderung einer US-Behörde !
" Die BRD möge doch endlich mal Ihre Exporte zurüchfahren und sich mehr um Ihren Binnen Konsum kümmern "
Was geht diese Scheiss Amis unsere Wirtschaft an ?
Unser Binnen-Konsum steigt seit Monaten immer weiter, Unser "Made in Germany" ist Gefragt wie nie zu vor !
Die BRD iswt seit dem Krieg immer nur eine Export Nation gewesen!
Die Kaggen sich nur vor Angst inne Hose das deren Müll keiner will !
#4
Registriert seit: 01.03.2013
tief im Süden
Hauptgefreiter
Beiträge: 235
Zitat B.XP;21355033
Angsichts dieses Vorgehens und des Umfangs wirkt die Stasi so einschüchternd wie ein Kaninchenzüchterverein...


Kann ich nur zustimmen, damals war auch die Vernetzung für die Informationsammlung auf Menschen beschränkt und das geht definitiv langsamer als heutzutage die digitale Vernetzung ... die Datenflut ist enorm.

Wenn es um nationale Sicherheit geht, dann ist jedes Mittel recht. Ich bin davon überzeugt, dass keine Computerfirma in Amerika (sei es für Hard- oder Software), Plattformanbieter, Serverzentralen usw. aufgrund nationaler Sicherheit und gerichtlicher Legitimierung Landesverrat begehen würde.
Als damals nach dem 11. September einige Zeit später der damalige Innenminister in Deutschland die Rasterfahndung angekündigt und dies auch dies mit nationaler Sicherheit begründet hat (Gerichtlich legitimiert), hätte das eigentlich allen klar sein müssen, dass auch alle IT-Firmen kooperieren müssen. Nationale Sicherheit geht vor geltendem Recht und Gesetz.
Jeder Mensch ist potentiell für die Geheimdienste eine Gefährdung für die Welt, innen wie außen … wundert mich nicht, dass die Datensammlungswut aller Geheimdienste auf der Welt Ausmaße angenommen haben die eigentlich unverschämt sind. Und wenn keiner meckert, warum soll ich aufhören …
Zudem ist der Stellenwert Geld wichtiger als der gesunde Menschenverstand. Das wird leider einigen IT-Firmen das Genick brechen, nicht nur in Amerika, darunter werden auch wirklich gute und sinnvolle Dienste/Entwicklungen fallen. Innen wie außen …

Ich bin froh, dass diese menschlichen Abgründe des Verhaltens endlich zu Tage kommen. Wenn man keinem mehr vertrauen kann, dann ist das nur noch traurig ...

Eigentlich, so dachte ich, sollte man aus der Geschichte lernen und es besser machen, wohl falsch gedacht.
#5
Registriert seit: 30.09.2009

Matrose
Beiträge: 9
Herr Schaar findet also dass Daten nicht an die NSA weitergeleitet werden dürfen und ich bin da vollkommen seiner Meinung.

Gute deutsche Bürger dürfen nur von guten deutschen Behörden ausgespäht werden!
#6
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Registriert seit: 22.06.2013
Berlin
Stabsgefreiter
Beiträge: 385
Ich hab zwar vor Sicherheitsbehörden nix zu verstecken und ich bin auch voll auf deren Linie wenn es um muslimische Hassprediger und ihr Umfeld oder andere, ähnliche gefährliche Sekten und Sektierer geht aber mittlerweile stört mich schon doch so ein komisches Unwohlsein das mir automatisch irgendwer dauernd über die Schulter kuckt sobald ich eine amerikanische Software wie Windows oder einen Service wie Google nutze.
#7
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Registriert seit: 06.07.2006
Bayern
Flottillenadmiral
Beiträge: 5957
Zitat Bitmaschine;21355873
Zudem ist der Stellenwert Geld wichtiger als der gesunde Menschenverstand. Das wird leider einigen IT-Firmen das Genick brechen, nicht nur in Amerika, darunter werden auch wirklich gute und sinnvolle Dienste/Entwicklungen fallen. Innen wie außen …


Glaubst du ernsthaft, dass die Firmen damit Geld verdienen, wenn sie den Sicherheitsbehörden Daten ausliefern? Wenn die Unternehmen eine "Aufwandsentschädigung" dafür bekommen, Daten zu liefern wofür sie ohnehin verpflichtet sind, dürfte die Summe wohl kaum die Kosten dafür decken.

Es kann niemandem Recht sein, wenn irgendwelche Behörden einem im eigenen Datenbestand rumschnüffeln. Wie gesagt mit PRISM gibt es da ja noch gewisse Vereinbarungen, damit das in einigermaßen geordneten Bahnen abläuft und das Unternehmen noch eine gewisse Selbstbestimmung behält. Die MUSCULAR-Programme sind aber nicht viel weniger als eine Enteignung der Datenbestände OHNE Richterlichen Beschluss und Rechtlich äußerst bedenklich. Und haben den netten Nebeneffekt dass man z.B. Google kein Geld bezahlen muss um Datensätze zu bekommen.
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