> > > > AMD verkauft Xeon-Prozessoren an Verizon

AMD verkauft Xeon-Prozessoren an Verizon

Veröffentlicht am: von

AMD Logo 2013Was wie eins der größten Paradoxa im heutigen Prozessormarkt klingt, ist augenscheinlich Wahrheit geworden. AMD liefert für einen Großauftrag dutzende Server mit Intel Xeon E3 CPUs an den US-amerikanischen Mobilfunkanbieter Verizon aus. Zum Hintergrund: Im Jahre 2012 kaufte der Chipdesigner den Microserverspezialisten SeaMicro auf, welcher bis dato nur Server mit Intel Xeon und Intel Atom Prozessoren im Portfolio hatte. Nach und nach erweiterte AMD das Produktportfolio auf seine eigenen Opteron- und Jaguar-Prozessoren aus.

 

SeaMicro IvyBridge Platine

Nun konnte die AMD Tochter SeaMicro wohl den sehr großen Deal mit Verizon ergattern, aber da das Unternehmen auch Intel-Prozessoren zur Auswahl hatte, entschied sich Verizon für die Intel-Variante. Jedoch sollte auch erwähnt werden, dass Verizon nicht ausschließlich auf die Intel-Version setzt, denn durch das sehr modulare Prinzip der SeaMicro Server sind auch Opteron-Server verbaut worden. Aktuell liegt der Marktanteil von AMD-Server-CPUs bei ca. 5%. Der Rest liegt im x86-Markt bei der etwa 12 Autominuten von AMDs Firmensitz entfernten Übermacht Intel.

 

SeaMicro Server

 

Was die Akquise AMDs letztendlich gebracht hat kann man nicht auf den ersten Blick erkennen. Denn durch SeaMicro werden zurzeit noch keine nennenswerten Stückzahlen an Opteron CPUs verkauft. Man sollte dies quasi als Investition in die Zukunft sehen, denn aktuell ist AMD nicht konkurrenzfähig. Mit einer Prozessorarchitektur die so stark gegenüber Intel im Hintertreffen liegt lässt sich nicht viel Geld verdienen. Hinzu kommt der enorme Fertigungsvorteil auf der blauen Seite. Mit der Jaguar-Architektur hat AMD jedoch ein glühendes Eisen im Ofen, welches nur noch, wenn die OEMs mitspielen, geformt werden muss. Aktuell sieht es aber so aus, als würde dies nicht geschehen, denn es sind erst sehr wenige Note/Netbooks bzw. Tablets mit Prozessoren auf dieser Basis gelistet. Ob das nun an AMD oder an den OEMs liegt, sei mal so dahingestellt.

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (5)

#1
customavatars/avatar27507_1.gif
Registriert seit: 19.09.2005

Bootsmann
Beiträge: 558
Also scheinbar sind sich die Internetseiten noch nicht einig ob AMD oder Intel in den Servern stecken wird. Einige sagen AMD einige Intel.
#2
Registriert seit: 02.07.2013

Banned
Beiträge: 888
Solange AMD dabei Gewinn macht, ist es kurzfristig egal und langfristig verkaufen sie ja auch AMD CPUs.
#3
customavatars/avatar130775_1.gif
Registriert seit: 06.03.2010
Stuttgart
Leutnant zur See
Beiträge: 1148
Nicht, wenn sie so weiter machen ..
#4
customavatars/avatar132706_1.gif
Registriert seit: 06.04.2010
HH
Stabsgefreiter
Beiträge: 357
Doch, gerade dann.
#5
customavatars/avatar195391_1.gif
Registriert seit: 14.08.2013

Hauptgefreiter
Beiträge: 214
Wenn SeaMicro keine Server mit Intel mehr verkaufen, machen andere das Geschäft.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

  • TomsHardware.de muss seine Pforten schließen (Update)

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/THG

    Eine der bekanntesten deutschen IT-Seiten TomsHardware.de wird abgeschaltet. Damit geht eine Ära zu Ende, denn die 1996 noch unter einem anderen Namen gestartete Webseite gehört sicherlich zu den Größen in diesem Bereich. Der genaue Termin für die Abschaltung der Server steht noch nicht... [mehr]

  • Interstellar: Hunderte CPUs berechnen schwarzes Loch

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/SCHWARZES-LOCH

    Der Film Interstellar aus dem Jahre 2014 zeichnete sich vor allem durch eine möglichst realistische Darstellung und Simulation eines schwarzen Loches aus. Christopher und Jonathan Nolan schrieben das Drehbuch und zeichneten sich auch für die filmische Umsetzung verantwortlich. Der... [mehr]

  • Ende des Mining-Booms: Absätze bei den Grafikkarten brechen um bis zu 80 % ein...

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/BITCOIN

    Investoren und Analysten mahnen seit Monaten vor einem Einbruch am Grafikkarten-Markt, doch bisher hat sich dies in den Absatz- und Umsatzzahlen der Hersteller noch nicht wirklich gezeigt. Nun mehren sich aber die Zeichen aus Asien, dass es ab März/April einen erheblich Einbruch bei den... [mehr]

  • NVIDIA intern: Begehrtestes Produkt ist ein Lineal

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/NVIDIA

    Zwischen den Jahren einmal etwas Kurioses: Größere Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern oftmals in internen Shops bestimmte Produkte an. T-Shirt und Kaffeetasse sind hier nur die einfachsten Beispiele. NVIDIA verkauft alle eigenen Produkte natürlich auch an die eigenen Mitarbeiter. Dazu... [mehr]

  • Vodafone schaltet erste Gigabit-Anschlüsse über Kabel für 20 Euro

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/VODAFONE_LOGO

    Vodafone versorgt ab sofort die ersten Kunden mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1 Gbit/s. Das Unternehmen hat hierfür stellenweise sein Kabelnetz auf DOCSIS 3.1 umgerüstet und kann aktuell 400.000 Haushalte mit der schnellen Geschwindigkeit versorgen. Zu den ersten Städten mit der schnellen... [mehr]

  • NVIDIA stellt das GeForce Partner Programm ein

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/NVIDIA

    Das NVIDIA GeForce Partner Programm oder kurz GPP sollte Anreize für Boardpartner und letztendlich auch den Käufer einer Grafikkarte schaffen. Doch ein möglicher unerlaubter Wettbewerbsvorteil warf ein eher schlechtes Licht auf das Programm. Nun hat NVIDIA das Programm offiziell eingestellt. Als... [mehr]