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Amazon schafft Preisvorgaben für Händler ab

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amazonDie seit Anfang des Jahres laufende Untersuchung des Bundeskartellamts zur sogenannten Preisparität im Amazon Marketplace zeigt erste Auswirkungen. Denn nachdem die Kartellwächter sich kritisch über diese Klausel, die nur für Händler, die ihre Waren über Amazons Plattform anbieten, gilt, äußerten, hat der weltgrößte Online-Händler nun reagiert.

Denn wie das Bundeskartellamt mitteilt, hat Amazon vor, „die Preisparität auf dem Amazon Marketplace nicht mehr durchzusetzen“. Damit steht es Verkäufern frei, die Preise selbst zu wählen, auch wenn diese bei Amazon dann höher als auf anderen Verkaufsportalen ausfallen. Genau dies wollte das US-amerikanische Unternehmen durch seine Paritätsklausel verhindern, um nach eigenen Worten „günstige Einkaufsbedingungen“ anbieten zu können. Deshalb „dürfen Verkäufer, die sich entscheiden Ihre Produkte bei Amazon anzubieten, bei Amazon keinen höheren Preis verlangen als anderswo“, so der aktuelle Wortlaut auf der Amazon-Homepage.

Dass diese Formulierung in dieser Form noch vorzufinden ist, liegt an der schrittweisen Anpassung, so das Bundeskartellamt. Denn bislang „sind die entsprechenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen für einen Teil der Händler bereits geändert worden“, insofern sind nach wie vor Anbieter an die Preisparität gebunden. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die Kartellbehörde die Untersuchung noch nicht abgeschlossen hat. Denn laut Präsident Andreas Mundt ist es dafür unter anderem erforderlich, „dass das Unternehmen von der Preisparität endgültig Abstand nimmt und auch nach den Umständen keine Wiederholungsgefahr mehr besteht“.

Offen sei aber auch noch, ob die von Amazon bereits vorgenommenen Änderungen der AGB überhaupt ausreichend seien. Anlass für die Untersuchung war der Verdacht der Wettbewerbsbehinderung seitens Amazon. Denn durch die Preisparität könne das Unternehmen nicht nur andere Verkaufsplattform behindern, sondern auch Preise zulasten von Käufern nach oben treiben.

 

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Kommentare (6)

#1
Registriert seit: 13.09.2008
Oben uff'm Speischer
Kapitän zur See
Beiträge: 3083
Wenn Amazon also Drittanbieter auf seiner Plattform zwingt, die Preise niedrig zu halten, führt das zu höheren Preisen für den Kunden... hä?

Da fehlt mir entweder das Verständnis für die wirtschaftlichen Zusammenhänge, oder da hat jemand im Bunderkartellamt was geraucht...
#2
Registriert seit: 19.12.2008

Oberbootsmann
Beiträge: 819
Ist doch aber eigentlich logisch.
Man hat einen eigenen Onlineshop, verkauft aber gleichzeitig auf Amazon. Bei Amazon muss man es aber zu dem gleichen Preis/günstiger anbieten (inkl. Gebühren). Der Shop lohnt sich dann über die Zeit nicht mehr, weil die Leute zu faul sind. Also steigt das Preisniveau, da Amazon immer Gebühren erhält ;-) .
#3
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Registriert seit: 27.10.2011

Oberbootsmann
Beiträge: 781
Die Erklärung von PeterSicherlich klingt einleuchtend. Also würde es ausreichen, wenn man die Klausel von "als anderswo" in "als anderswo + Gebühren" ändert?
#4
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Registriert seit: 13.08.2008
Bielefeld
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 425
Ohh Gott die armen Händler, die gezwungen werden ihre Waren auf Amazon günstig anzubieten ..
#5
customavatars/avatar30619_1.gif
Registriert seit: 02.12.2005

Vizeadmiral
Beiträge: 8144
Zitat Tallum;21071548
Ohh Gott die armen Händler, die gezwungen werden ihre Waren auf Amazon günstig anzubieten ..


Wenn Du Händler wärst oder zumindest einen Hauch von Ahnung davon hättest, dann würdest Du wissen, dass es mit einem Onlineshop heutzutage bei den meisten Warengruppen kein Vorbei mehr an bestimmten Plattformen gibt, weil dort das größte Kundenspektrum zu erwarten ist. Das bezieht sich nicht nur auf Amazon. Wenn man das nicht macht, muß man entweder selbst ein sehr großer Fisch im Becken sein oder aber Nischenprodukte anbieten, die keine derartige Plattform benötigen. Ersteres wird man nicht einfach so und letzteres muß man sich hart erkämpfen, weil die wenigen Anbieter meist schon fest im Sattel sitzen. ;)
#6
customavatars/avatar81093_1.gif
Registriert seit: 29.12.2007
Unter der Brücke
Flottillenadmiral
Beiträge: 5094
Zitat KeinNameFrei;21069889
Wenn Amazon also Drittanbieter auf seiner Plattform zwingt, die Preise niedrig zu halten, führt das zu höheren Preisen für den Kunden... hä?


Nein, Amazon verbietet es Händlern die Ware über andere Wege günstiger zu verkaufen. Amazon nimmt z.b. bis zu 15% gebühren, Ebay nur 10% und die Regel besagt eben das ein Händler einen Artikel den er bei Amazon für 115€ verkauft, nicht bei Ebay für 110€ oder in seinem eigenen Webshop für 100€ anbieten darf.

Diese Klausel gibt es aber z.b. auch bei Pizza.de, Lieferheld etc.
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