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BGH-Urteil: In-App-Kaufaufforderungen für Kinder unzulässig

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rechtsstreitEin Urteil, das zwar einige Eltern erfreuen dürfte, aber weitreichende Folgen für eine gesamte Branche haben könnte: Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vsbv) hatte gegen den Spiele-Publisher Gameforge geklagt, da dieser in seinem Onlinespiel „Runes of Magic“ Minderjährige, die noch nicht vertragsfähig sind, direkt zum Kauf animiert haben soll. Erst gestern erwirkte der Verband einen entscheidenden Sieg gegen Vodafone. Der Mobilfunkanbieter darf nicht mehr mit dem Zusatz „grenzenloses Surfen“ werben. Im jüngsten Fall hatte Gameforge für eine Sonderaktion geworben, in der zunächst Spieler die Gelegenheit bekommen sollten, preisgünstig zu einer neuen Ausrüstung für ihre Charaktere zu kommen: „Schnapp Dir die günstige Gelegenheit und verpasse Deiner Rüstung & Waffen das gewissen ‚Etwas’“, war damals der entscheidende Satz, mit dem sich jetzt die Richter des Bundesgerichtshofes auseinandersetzen mussten. Ihrer Einschätzung nach richte sich der Text bei seiner Wortwahl eindeutig an Kinder. Hinzu komme, dass damals die Möglichkeit geboten wurde, die Zahlung per SMS durchzuführen.

Erfreuen dürfte dieses Urteil vor allem Eltern. In den vergangenen Monaten gerieten In-App-Käufe verstärkt in Kritik. Zuletzt hatte Apple verschiedene Maßnahmen ergriffen, um den nicht autorisierten In-App-Kauf (u.a. durch Kinder) zu verhindern. Zudem kennzeichnet man jetzt Anwendungen, die In-App-Käufe anbieten, innerhalb des AppStores. Apple musste vor wenigen Jahren eine Sammelklage einstecken, weil es zunächst möglich war, den In-App-Kauf ohne Eingabe der Apple-ID anzustoßen. Der Konzern musste daraufhin den Klägern einen Teil der Kosten zurückerstatten.

Für die gesamte Free-to-play-Branche könnte das Urteil allerdings schwerwiegende Folgen mit sich bringen. Das Modell sieht vor, das Spiel zunächst kostenlos anzubieten. Die Finanzierung des Angebots wird durch kostenpflichtige Zusatzinhalte wie eben eine Zusatzausstattung für die Spielecharaktere, neue Waffen oder Zeitvorteile. Fällt diese Möglichkeit jetzt weg, ist das hierzulande eine Bedrohung für das Geschäftsmodell Free-to-play. Denn: Ist ein Free-to-play-Titel mit einer Jugendfreigabe versehen, besteht potentiell die Gefahr, bei In-App-Käufen auch Kinder anzusprechen. Zudem könnte sich das auf andere Bereiche ausweiten – etwa kostenlose Apps für Smartphones, die sich ebenfalls ausschließlich über kostenpflichtige Zusatzinhalte finanzieren.

Laut Spiegel Online ist das Urteil allerdings noch nicht rechtskräftig. Es handle sich um ein sogenanntes Versäumnisurteil. Da die Vertreter von Gameforge nicht zum Gerichtstermin erschienen sind, können sie binnen zwei Wochen nach Zustellung des schriftlichen Urteils Einspruch einlegen. Sollte es tatsächlich zum Einspruch kommen, müsste noch einmal verhandelt werden. Die Spieleschmiede kündigte an, die schriftliche Urteilsbegründung abzuwarten und dann zu entscheiden.

Außerdem erklärte BGH-Anwalt Peter Wassermann, dass es gewisse „Spielräume“ gäbe. Verboten sei lediglich die „unmittelbare Aufforderung“ zum Kauf, nicht aber eine Aufforderung, sich näher über ein Produkt zu informieren. Eine Aufforderung wie „Schau Dir unser tolles Angebot an“ wäre demnach laut dem Magazin in Ordnung.

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Kommentare (29)

#20
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Registriert seit: 28.10.2006

Vizeadmiral
Beiträge: 7015
#21
Registriert seit: 29.03.2013
Deutschland
Hauptgefreiter
Beiträge: 249
Finde das Urteil in Ordnung. So werden wenigstens die Kiddies nicht so schnell Ihr Taschengeld los oder hängen den Eltern heulend am Rockzipfel. Und da Gameforge so oder so bekannt ist das es einige Spiele schon vorweg "Kaputtgepacht" hat ,ist es um so besser.
Ich hoffe nur das Gameforge sein Geschäftsmodell grundlegend überdenkt.
#22
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Registriert seit: 13.08.2011
Uetersen
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 509
Dieses Urteil könnte das ganze Genre zerstören! Ich hoffe das sie das noch abwenden können. Wenn die Eltern ihre Kinder nicht im Griff haben ist das deren Schuld, sie haben immerhin eine Beaufsichtigungspflicht! Ich habe selber als Kind viele solcher pay2win Spiele gespielt und hab trotzdem kein Geld dafür ausgegeben einfach weil ich dementsprechend von meinen Eltern erzogen wurde und sie darauf acht gegeben haben. In meinen Augen is das Urteil schwachsinn, da eben locker 50% oder mehr der Spieler Minderjährige sind und somit ein riesen Teil der Kunden einfach flöten gehen könnte!
#23
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Registriert seit: 06.04.2013
anywhere
Oberbootsmann
Beiträge: 829
Zitat danslecarton;20912669
Hähä, Schwänze




Zitat herrhannes;20912671
Nene, da musst du schon zu MrAnon gehen ;)



also wirklich, ich dachte sowas darf man aus Jugendschutz gründen hier nicht schreiben
#24
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Registriert seit: 27.10.2011

Oberbootsmann
Beiträge: 775
Wenn es nach mir geht können die ganzen Spiele ruhig pleite gehen. Ich halte nichts von "kostenlosen" Spielen, die nicht kostenlos sind.

Außerdem verstehe ich nicht, wieso jeder denkt, dass die jetzt gleich alle Bankrott gehen. Wurde der Text nicht zu Ende gelesen? Da steht doch, dass das eigentlich Problem nur ist, dass die "Kauft das!" schreieben statt "Guckt euch das mal an!".
Das eben ändern und alles ist wieder in Butter. (Was ich wiederum schade finde, da ich wie bereits gesagt dieses Geschäftsmodell ziemlich scheiße finde.)


Weiß jemand einen Link, wo man sich das Urteil genau durchlesen kann? Diese News ist ja eher zum allgemeinen Informieren gedacht und nicht, um den genauen Wortlaut wiederzugeben. ;)
#25
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Registriert seit: 09.07.2008
Eaten(NRW :D)
Obergefreiter
Beiträge: 97
Zitat [email protected];20912728
joah und das dumme, ich sprech aus Erfahrung :fresse:

So richtig dumm ist es doch erst, wenn du dumme Kinder hast :D
#26
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Registriert seit: 23.01.2012
Dromund Kaas
Kapitän zur See
Beiträge: 3439
Zitat herrhannes;20911202
Hätte er das Geld lieber in eine Deutschnachhilfe gesteckt :vrizz:


Denkste in Foren achte ich besonders auf die Grammatik?
#27
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Registriert seit: 28.10.2006

Vizeadmiral
Beiträge: 7015
Offensichtlich nicht. Andererseits würde es wie von alleine gehen, wenn du es sonst drauf hättest. Man muss ja nicht absolut fehlerfrei schreiben, ein paar Kommas mehr hätten deinen Satz auch ohne mehrmaliges Lesen verständlich gemacht ;)
#28
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Registriert seit: 23.01.2012
Dromund Kaas
Kapitän zur See
Beiträge: 3439
Da geht mal ein Satz grammatikalisch stark daneben und ich darf mir wieder was von den Herren Professoren was anhören. Nichts anderes zu tun?
#29
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Vizeadmiral
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Mimimi.
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