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Pay-Wall-Layer: Die taz veröffentlicht Einnahmen

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tazDen richtigen Weg, sich von den sinkenden Anzeigenerlösen zu befreien, hat bislang noch keine Webseite gefunden. Während die einen auf Paid-Content umstellen und so einige Leser aussperren, versuchen es die anderen mit freundlichen Bitten, freiwillig etwas für das Angebot zu bezahlen. Die taz hat dies vor einiger Zeit getan. Am 22. November führte die überregionale Tageszeitung auf ihren Online-Auftritt eine "Pay-Wahl" (Von Auswählen) ein. Im Gegensatz zur Lösung von „Welt Online“ ist die Zahlung jedoch nicht verpflichtend, sondern geschieht auf freiwilliger Basis.

Surft man taz.de an, wird beim ersten Aufruf eines Artikels ein Layer über den Text gelegt, der zunächst am Weiterlesen hindert. Der Leser wird gefragt, ob ihm dieser Artikel etwas wert sei. Wird die Frage mit einem „Ja“ beantwortet, so kann er aus verschiedenen Bezahlmethoden auswählen und einen selbst definierten Betrag bezahlen. Die andere Alternative ist, den Layer mit einem „Nein“ zu schließen und den Artikel trotzdem zu lesen. Wer schon regelmäßig freiwillig zahlt, für den steht ebenfalls eine entsprechende Antwort zur Auswahl bereit.

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Wer auf taz.de einen Artikel lesen möchte, muss beim Pay-Wahl-Layer aktiv werden

In ihrem Hausblog hat die taz nun die Einnahmen veröffentlicht. Demnach kamen allein im November 7.839,59 Euro über die freiwilligen Zahlungen zusammen. Vor der Einführung der Pay-Wahl waren es zwischen 3.000 und 4.000 Euro. Damit konnte die taz die freiwilligen Einnahmen nahezu verdoppeln.

Wenige Tage nach der Umstellung schwellte die Zahlbereitschaft der taz-Leser deutlich an, pendelte sich in den darauffolgenden Tagen aber auf einem "erfreulichen Level" ein, schreibt die taz in ihrem Blog. Von den knapp 7.800 Euro seien 5.427,84 Euro über einmalige Zahlungen eingegangen. Beliebte Zahlungsmethoden waren hier Paypal und Handyzahlung. Die verbleibenden 2.411,75 Euro kamen von regelmäßigen Freiwillig-Zahlern, die Daueraufträge abgeschlossen hatten. Absolut gesehen sind waren das im November 849 Personen. Gut 300 Personen sind hier seit der Layer-Einführung dazugekommen.

Die taz verspricht sich im Dezember noch höhere Einnahmen – vor allem durch Dauerzahler.

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Kommentare (3)

#1
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Registriert seit: 13.03.2008

Kapitänleutnant
Beiträge: 1681
Finde das Konzept sinnvoll. Man zahlt wie viel einem etwas Wert ist. Besser wäre aber eine Bezahlmöglichkeit nach Qualität. Sprich, man bezahlt und am Ende kann man dann gewichten, an wen das Geld gehen soll (ähnlich wie bei HumbleBundle) - an den Autor, an den Verlag oder an X. So werden qualitativ gute Beiträge gezielter gefördert. Schlechter Journalismus muss endlich verdrängt werden.
#2
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Registriert seit: 19.02.2010

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1530
dazu mußt du erstmal die dummen verdrängen ... insofern utopie
#3
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Registriert seit: 20.07.2009

Bootsmann
Beiträge: 667
begrüssenwertes Konzept, jedoch sieht man an den Einnahmen dass das ein Tropfen auf den heissen Stein ist...besser als nix allemal.
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