> > > > HP: 1000 Arbeitsplätze in Deutschland gefährdet

HP: 1000 Arbeitsplätze in Deutschland gefährdet

Veröffentlicht am: von

hp neuSeit rund zwei Jahren schwindet sowohl der Umsatz als auch der Gewinn des US-IT-Konzerns Hewlett Packard (HP). Ein Arbeitnehmervertreter von HP teilte nun der WirtschaftWoche mit, dass in Deutschland rund 1000 Stellen gestrichen werden könnten.

HP-Chefin Meg Whitman gab Ende Mai bekannt, dass bis Ablauf des Geschäftsjahres 2014 acht Prozent aller Arbeitsplätze weltweit entfallen sollen. Konkret bedeutet dies, dass innerhalb der kommenden zwei Jahre rund 27.000 Arbeitnehmer weltweit ihren Job verlieren. Dadurch sollen Gelder in Höhe von 3,5 Milliarden US-Dollar eingespart werden. Inwiefern auch Deutschland von dem Stellenabbau betroffen ist, kommentierte HP nicht. Den Äußerungen des Arbeitnehmervertreters zufolge seien jedoch zirka 1000 Stellen akut gefährdet. Rechnerisch ergeben sich bei rund 10.400 in Deutschland beschäftigten Arbeitnehmern 830 Entlassungen.

HP: 1000 Stellen in Deutschland gefährdet

Dass Europa auch von den Restrukturierungsplänen des Konzerns betroffen ist, bestätigte HP auf Anfrage. So sollen im Raum Europa, Nahost und Afrika rund 8000 Stellen entfallen. Wie viele Jobs an den entsprechenden Standorten jedoch konkret gestrichen werden, gab man nicht preis.

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (11)

#2
customavatars/avatar117617_1.gif
Registriert seit: 03.08.2009
Hallein im wunderschönen Salzburg
Kapitän zur See
Beiträge: 3153
SO einfach ist das nicht.HP hatte tolle zahlen und auch Leute eingestellt, jetzt wo das Geschäft wieder zurrückgeht, müssen die eben Leute entlassen um Überlebensfähig zu bleiben.
Der geschmälerte Gewinn war nur ein schuss vor den Bug. Besser durch handeln 1000 Leute Arbeitslos machen, als durch nichthandeln 4000;)
Und die Aktiengesellschaft ist doch völlig schnuppe.

Solange HP gute Zahlen hat, sind die Aktien Irrelevant. Die Aktien richten sich nach den zahlen, nicht umgekehrt.

Und nur wegen Schlechter Aktien geht eien Firma nicht flöten, vielmehr hat sie schlechte Aktien, eben WEIL sie flöten geht;)

Ausser jemand kann mir ein beispiel Zeigen, in dem eine AG Sehr gute Zahlen hatte, und dann wegen schlechter Aktien Pleite ging;)
#3
customavatars/avatar148454_1.gif
Registriert seit: 20.01.2011

Leutnant zur See
Beiträge: 1090
@Chezzard New Economy Blase sagt dir was? die hatten alle super Aktien und dann *bäm*. HP will halt die Rentabilität oben halten und jetzt müssen 1000 Leute ne neue Stelle suchen, weil ein Manager auf die saugeile Idee kam die PC-Sparte abzuschaffen, obwohl man Marktführer ist.

Das Problem in den Firmen ist halt die Inkompetenz einiger Entscheidungsträger. Man hört ja selten positive Nachrichten, schlechte Manager fallen durch Negativschlagzeilen auf, gute aber nicht durch positive. Trotzdem: Diese Entscheidung war total für den Ofen und HP hat sicherlich mehr als einen Typen der die Entscheidungen beeinflussen kann, was bedeutet, dass die gesamte Managerteage gepennt haben muss.

Ähnlich bescheuert hat sich Nokia verhalten, die einfach 3 Jahre lang nix gemacht haben und jetzt mit M$ ins Bett hüpfen müssen um überhaupt noch Land zu sehen. Opel ebenfalls und wenn ich mich anstrenge, fallen mir bestimmt noch viele weitere Firmen ein, die auf Grund idiotischer Führungsentscheidungen den Bach runtergegangen sind und denen es völlig entfallen ist, dass die Firma durch die "da unten" überhaupt erst gewachsen ist.
#4
customavatars/avatar116659_1.gif
Registriert seit: 18.07.2009

Kapitänleutnant
Beiträge: 1782
@Chezzard: Meinst du die Topmanager arbeiten für 1200€ Brutto (bsp). Ich glaube nicht. Die gehen mit Ihrem Grungehalt + Bonus nach zu Hause, wovon du träumen kannst. Das brauche ich dir nicht zu sagen. Danach jammern sie, dass die Zahlen schlecht sind. Wie soll den Arbeitnehmer bei 1200€ noch etwas leisten können. Er ist froh, dass er seine Familie ernähren kann. Dieser Teufelskreis wird noch schlimmer...

@Shevchen: Danke
#5
customavatars/avatar132350_1.gif
Registriert seit: 30.03.2010
Hamburg
Flottillenadmiral
Beiträge: 4900
Schön, dass ihr mal wieder schlauer seid als die Manager.^^

Was sollen sie tun, das Near Shoring vor 6 Jahren hat nicht alle Probleme aufgefangen. Ich würde an HPs Stelle auch, das was möglich ist, weiter nach Osteuropa oder Asien verlagern und nur die notwendigen Bereiche wie Service, Marketing etc. in Deutschland belassen.
Zitat Shevchen;19068467
Man hört ja selten positive Nachrichten, schlechte Manager fallen durch Negativschlagzeilen auf, gute aber nicht durch positive
Das liegt aber an unserer allg. politischen Einstellung und der Medien, nicht an den Unternehmen.
Da musst du Wirtschaftszeitungen wie das Handelsblatt, Wirtschaftswoche, FTD etc. lesen.
#6
customavatars/avatar117617_1.gif
Registriert seit: 03.08.2009
Hallein im wunderschönen Salzburg
Kapitän zur See
Beiträge: 3153
@Schevchen: Darum geht es nicht. Es geht darum mit möglichst wenig Aufwand, möglichst viel zu erreichen (Marktanteile, Gewinn, Umsatz usw.)

Ein Guter Manager Macht das. Manchmal gilt es jedoch aufgrund der Situation als "gewinn" wenn der Verlust sich im Uberschaubarenm Rahmen Hält.

Und ein Guter Manager lenkt schon vorzeitig gegen, um wenn es hart auf hart kommt, nicht noch mehr zu verlieren.

Wir erinnern uns an Leo Apotherker der die PC sparte ausgliedern wollte, egal wer danach kommt, da muss erstmal die kacke vom ofen geholt werden, da kann man nicht einfach so nach 2 Tagen wieder perfekte zahlen erwarten.

Und Das mit Opet ist eine ganz andere geschichte. Allein schon deshalb weil sich GM bei der Wirtschaftskriese quer gestellt hatte, als sie ihre Milliarden bekommen hatten.
#7
customavatars/avatar114785_1.gif
Registriert seit: 14.06.2009
Hamburg
Korvettenkapitän
Beiträge: 2335
Zitat
Ausser jemand kann mir ein beispiel Zeigen, in dem eine AG Sehr gute Zahlen hatte, und dann wegen schlechter Aktien Pleite ging;)

So extrem nicht, aber es ist durchaus üblich, hochrentable Unternemenszweige auszugliedern, weil die Gewinnsteigerung nicht hoch genug ist (Siemens Telekommunikationssparte für Geschäftskunden).
Und wenn Facebook jetzt pleite ginge, würde ich das nicht direkt auf die Aktienkurse, zumindest aber auf den damit verbundenen Imageverlusst schieben. Oder die "Volksaktie" der T-Com hat mMn auch einen erheblichen Imageschaden verursacht. Also kann der Aktienkurs durchaus den Umsatz/Gewinn eines Unternehmens erheblich beinflussen.

Mit dem Fall HP habe ich mich nicht ausreichend auseinander gesetzt, um eine fundierte Meinung zu haben. Aber scheinbar ist es ja kein Outsourcing, sondern eine allumfassende Schrumpfkur. Und sowas kann durchaus mal nötig sein. Blöt für die Betroffenen ist es aber trotzdem :(
#8
customavatars/avatar117617_1.gif
Registriert seit: 03.08.2009
Hallein im wunderschönen Salzburg
Kapitän zur See
Beiträge: 3153
Outsourcing hätte für die Arbeitsplätze den gleichen Effekt.

Blöd ist es zwar, jedoch ist es manchmal besser durch Handeln 1000 Leute vor die Tür zu setzen, als durch nichthandeln 5000 Leute.

#9
customavatars/avatar51487_1.gif
Registriert seit: 14.11.2006

Banned
Beiträge: 973
Sie machen alles richtig! Man muss effizent bleiben. Auch wenn man 300% Reingewinn einfährt, sollte man Leute feuern wenn man auf 310% kommen kann.

Es geht um effizenz. Wenn HP so viele Leute feuert, dann sind sie überflüssig! Und wer nicht effizent bleibt, wird eines Tages untergehen, so gut es ihm auch im Moment geht.
#10
customavatars/avatar117617_1.gif
Registriert seit: 03.08.2009
Hallein im wunderschönen Salzburg
Kapitän zur See
Beiträge: 3153
Entschuldige bitte, aber welche Firma fährt 300% Gewinn ein, und was meinst du mit Reingewinn?

Gewinn oder Operativer gewinn?

Wäre super, wenn du ein oder zwei Beispiele nennen könntest...
#11
customavatars/avatar131794_1.gif
Registriert seit: 21.03.2010
SBC
Oberbootsmann
Beiträge: 800
In der Theorie darüber zu spekulieren macht wenig Sinn! Um euch ein bisschen Einblick Licht ins dunkel zu bringen, die Entlassungen ergeben sich aus organisatorischen Änderungen und der Inkompetenz einiger Manager!
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Deutschen Bahn trainiert Mitarbeiter in der virtuellen Realität

Logo von IMAGES/STORIES/2017/DEUTSCHE_BAHN

Nicht nur das autonome Fahren auf der Straße spielt auf der GPU Technology Conference in München eine Rolle, auch die Deutsche Bahn hielt einen Vortrag, der sich mit dem Training von Mitarbeitern in einer virtuellen Umgebung befasste. Autonome Züge spielten jedenfalls keine Rolle, auch wenn in... [mehr]

TomsHardware.de muss seine Pforten schließen (Update)

Logo von IMAGES/STORIES/2017/THG

Eine der bekanntesten deutschen IT-Seiten TomsHardware.de wird abgeschaltet. Damit geht eine Ära zu Ende, denn die 1996 noch unter einem anderen Namen gestartete Webseite gehört sicherlich zu den Größen in diesem Bereich. Der genaue Termin für die Abschaltung der Server steht noch nicht... [mehr]

Interstellar: Hunderte CPUs berechnen schwarzes Loch

Logo von IMAGES/STORIES/2017/SCHWARZES-LOCH

Der Film Interstellar aus dem Jahre 2014 zeichnete sich vor allem durch eine möglichst realistische Darstellung und Simulation eines schwarzen Loches aus. Christopher und Jonathan Nolan schrieben das Drehbuch und zeichneten sich auch für die filmische Umsetzung verantwortlich. Der... [mehr]

Ende des Mining-Booms: Absätze bei den Grafikkarten brechen um bis zu 80 % ein...

Logo von IMAGES/STORIES/2017/BITCOIN

Investoren und Analysten mahnen seit Monaten vor einem Einbruch am Grafikkarten-Markt, doch bisher hat sich dies in den Absatz- und Umsatzzahlen der Hersteller noch nicht wirklich gezeigt. Nun mehren sich aber die Zeichen aus Asien, dass es ab März/April einen erheblich Einbruch bei den... [mehr]

NVIDIA intern: Begehrtestes Produkt ist ein Lineal

Logo von IMAGES/STORIES/2017/NVIDIA

Zwischen den Jahren einmal etwas Kurioses: Größere Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern oftmals in internen Shops bestimmte Produkte an. T-Shirt und Kaffeetasse sind hier nur die einfachsten Beispiele. NVIDIA verkauft alle eigenen Produkte natürlich auch an die eigenen Mitarbeiter. Dazu... [mehr]

Ermittler nehmen großes, illegales Usenet-Portal vom Netz

Logo von RECHTSSTREIT

Wie die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) in Zusammenarbeit mit mehreren Ermittlungsstellen per Pressemitteilung bekannt gab, hat es am Mittwoch und Donnerstag eine bundesweite Groß-Razzia gegen das Portal „usnetrevoloution.info“ gegeben – wegen des Verdachts... [mehr]