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Loses Kabel rehabilitiert Einstein - Relativitätstheorie bleibt gültig

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CERNEin neues Zeitalter kündigte sich Ende 2011 mit Hilfe einiger Neutrinos an. Die OPERA Arbeitsgemeinschaft aus Italien kündigte an, dass man ein Teilchen gefunden hätte, das schneller als das Licht unterwegs sei – 60 Nanosekunden um genau zu sein. Die Teilchen wurden auf der Strecke vom CERN Labor in Genf zum Gran Sasso Labor in der L’Aquila in Italien gemessen.

Nach Einsteins Spezieller Relativitätstheorie wäre es jedoch für kein Teilchen möglich, sich schneller als das Licht zu bewegen. Denn andernfalls würde es einem Beobachter vorkommen, als bewege sich dieses Teilchen in der Zeit zurück. Die Theorie wurde im Laufe des 20. Jahrhunderts gegen vielfache Angriffe bestätigt, so dass selbst die Physiker der Arbeitsgruppe ihre Ergebnisse anzweifelten.

Zweifel, die sich nun als berechtigt erwiesen haben. Anscheinend hat ein loser Lichtwellenleiter die revolutionären Ergebnisse zu verantworten. Die fehlerhafte Verbindung zwischen einem GPS-Empfänger – der Empfänger soll helfen, den Flug der Neutrons genauer zu bestimmen – und einem Computer sorgte für einen Messfehler von genau – 60 Nanosekunden, wie die Wissenschaftler errechnet haben. Da die Zeit zur Datenübertragung der Flugdaten von der Gesamtflugzeit abgezogen wird, sind die Messergebnisse wieder im Einklang mit Einsteins Theorie.

Ein kleiner Funken Hoffnung bleibt aber: Die neuen Daten müssen ihrerseits wieder verifiziert werden. Es bleibt zu hoffen, dass diesmal alle Kabel korrekt verbunden sind.

OPERA Detektor
Ansicht des OPERA Detektors mit zwei identischen Supermodulen. Photo: CERN

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