> > > > Acer verklagt Ex-CEO

Acer verklagt Ex-CEO

Veröffentlicht am: von

Acer LogoSchon seit einigen Monaten ist ein Anstieg an Klagen im Technologiebereich zu verzeichnen. Auch Acer tritt nun der Justiz-Riege bei und zieht vor Gericht. Im Gegensatz zu Apple, Samsung, Microsoft, Motorola oder Oracle allerdings nicht um Urheberrechte gegen Konkurrenten einzuklagen und so auch Verkaufsstopps oder Lizenzzahlungen von selbigen einzuklagen, sondern gegen seinen ehemaligen CEO Gianfranco Lanci.

Der Italiener arbeitete seit 1997 bei Acer, wo er als Managing Director begann, später zum Präsident von Acer Europe wurde und seit 2008 als CEO und Präsident des ganzen Konzerns tätig war. Nach mehreren wenig erfolgreichen Quartalen und Uneinigkeit über den zukünftigen Kurs des taiwanischen Elektronikherstellers verließ er im März 2011 das Unternehmen. Sechs Monate später stieg er bei Lenovo als Berater ein. Dabei konzentriert er sich hauptsächlich um die Entwicklung von Lenovos weltweitem Consumergeschäft. 

Dies wird im nun offenbar zu Verhängnis. Um sicher zu gehen, dass keine Geheimnisse oder Prototypen die Firma verlassen, werden oft sogenannte non-compete clauses genutzt. In diesen Klauseln, die Bestandteil von Arbeitsverträgen sind, bestätigt der Arbeitnehmer nach Vertragsende nicht bei Konkurrenten gleiche oder ähnliche Stellen zu begleiten. Im Falle von Gianfranco Lanci hatte diese Klausel eine Wirksamkeitsdauer von einem Jahr. Dass er bereits nach 6 Monaten bei Lenovo eine Beraterfunktion annahm und seitdem aktiv an der Ausweitung von Lenovos Consumer-Geschäft beteiligt ist, sieht Acer als einen Verstoß gegen die non-compete clause. Die Klage wurde in Lancis Heimatland Italien eingereicht. Acer selbst glaubt, dass es sich um einen klaren Fall handle und Lanci eindeutig die Vereinbarung, die er freiwillig getroffen hat, gebrochen habe.

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

es liegen noch keine Tags vor.

Kommentare (3)

#1
customavatars/avatar113835_1.gif
Registriert seit: 23.05.2009
Wien
Master of Wakü-Pics
Beiträge: 5519
Im Regelfall kann man niemanden verbieten Geld zu verdienen.
#2
Registriert seit: 03.07.2005

Kapitänleutnant
Beiträge: 1578
Es geht ja auch nicht um das "ob", sondern um das "wie".
#3
customavatars/avatar128299_1.gif
Registriert seit: 29.01.2010
CH
Fregattenkapitän
Beiträge: 2998
Ist ja eigentlich ganz klarer Vertragsbruch. Fragt sich halt, in welchen Bereichen der Herr bei Lenovo angestellt wurde. Lenovo macht ja nicht nur Lapis und Komplettsysteme sondern auch Workstations ect was Acer nicht macht.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

  • TomsHardware.de muss seine Pforten schließen (Update)

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/THG

    Eine der bekanntesten deutschen IT-Seiten TomsHardware.de wird abgeschaltet. Damit geht eine Ära zu Ende, denn die 1996 noch unter einem anderen Namen gestartete Webseite gehört sicherlich zu den Größen in diesem Bereich. Der genaue Termin für die Abschaltung der Server steht noch nicht... [mehr]

  • Interstellar: Hunderte CPUs berechnen schwarzes Loch

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/SCHWARZES-LOCH

    Der Film Interstellar aus dem Jahre 2014 zeichnete sich vor allem durch eine möglichst realistische Darstellung und Simulation eines schwarzen Loches aus. Christopher und Jonathan Nolan schrieben das Drehbuch und zeichneten sich auch für die filmische Umsetzung verantwortlich. Der... [mehr]

  • Ende des Mining-Booms: Absätze bei den Grafikkarten brechen um bis zu 80 % ein...

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/BITCOIN

    Investoren und Analysten mahnen seit Monaten vor einem Einbruch am Grafikkarten-Markt, doch bisher hat sich dies in den Absatz- und Umsatzzahlen der Hersteller noch nicht wirklich gezeigt. Nun mehren sich aber die Zeichen aus Asien, dass es ab März/April einen erheblich Einbruch bei den... [mehr]

  • NVIDIA intern: Begehrtestes Produkt ist ein Lineal

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/NVIDIA

    Zwischen den Jahren einmal etwas Kurioses: Größere Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern oftmals in internen Shops bestimmte Produkte an. T-Shirt und Kaffeetasse sind hier nur die einfachsten Beispiele. NVIDIA verkauft alle eigenen Produkte natürlich auch an die eigenen Mitarbeiter. Dazu... [mehr]

  • Vodafone schaltet erste Gigabit-Anschlüsse über Kabel für 20 Euro

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/VODAFONE_LOGO

    Vodafone versorgt ab sofort die ersten Kunden mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1 Gbit/s. Das Unternehmen hat hierfür stellenweise sein Kabelnetz auf DOCSIS 3.1 umgerüstet und kann aktuell 400.000 Haushalte mit der schnellen Geschwindigkeit versorgen. Zu den ersten Städten mit der schnellen... [mehr]

  • NVIDIA stellt das GeForce Partner Programm ein

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/NVIDIA

    Das NVIDIA GeForce Partner Programm oder kurz GPP sollte Anreize für Boardpartner und letztendlich auch den Käufer einer Grafikkarte schaffen. Doch ein möglicher unerlaubter Wettbewerbsvorteil warf ein eher schlechtes Licht auf das Programm. Nun hat NVIDIA das Programm offiziell eingestellt. Als... [mehr]