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iPhone: Fertigung in den USA wäre zu unflexibel

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 apple logoDesigned by Apple in California. Assembled in China“ – so lautet die Aufschrift auf der Rückseite des iPhones. Demzufolge findet die Entwicklung des beliebten Apple-Smartphones in den USA statt, zusammengesetzt wird das Gerät später in China. Dabei galt üblicherweise vor allem der Kostenfaktor als klares Argument für die chinesischen Fertiger. Wie ein Bericht der New York Times nun jedoch ans Licht bringt, gehe es dem cupertinischen Konzern Apple dabei um mehr als eine reine Kostenersparnis.

Demnach sei vielen OEM-Herstellern vor allem die Flexibilität, welche Hersteller wie beispielsweise Foxconn ihren Großkunden bieten, ein wichtiges Kriterium für die Produktion in China. Ein konkretes Beispiel sei die kurzzeitige Produktionsänderung unmittelbar vor der Einführung des iPhone Classics in 2007.

So habe Steve Jobs zirka einen Monat vor der offiziellen iPhone-Vorstellung zahlreiche Apple-Mitarbeiter zusammengerufen und mit einem Schlüsselbund demonstriert, wie einfach man das iPhone – welches zum damaligen Zeitpunkt noch mit Kunststoff-Display geplant war  - verkratzen könne. Kurz darauf habe man die Produktion in China binnen wenigen Stunden komplett umstellen können und vier Tage darauf bereits 10.000 iPhones mit Glas-Display pro Tag gefertigt.

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Diese Form der Flexibilität, innerhalb weniger Minuten zahlreiche Arbeiter aus Wohnheimen zu mobilisieren, sei in den USA so nicht gegeben. Wie New York Times unter Berufung auf einen aktiven Apple-Manager weiter anführt, sehe sich das Unternehmen nicht in der Pflicht, die Probleme der USA zu lösen. 

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Kommentare (20)

#11
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Registriert seit: 20.11.2009
Mark Brandenburg
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1366
Bevor hier alle wieder gegen Apple hetzen sollte man mal überlegen wie es bei Samsung, HTC oder LG aussieht!
Ihr müsst kein iPhone kaufen oder überhaupt ein Handy besitzen, dann seid ihr auch gar nicht daran schuld, dass Arbeiter unter diesen Bedingungen arbeiten müssen. Nein, dann würden sie elendig verrecken, denn sie könnten kein Geld nach Hause bringen.
Unsere Wirtschaft beruht auf Ausbeutung, es ist einfach so. Und wer sich hier in Ausbildung und Co. nicht ordentlich reinhängt, der hat einfach Pech. Es ist drastisch formuliert, aber ich denke es ist durchaus richtig.
#12
Registriert seit: 14.02.2011

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1441
@SaKuLification

diese firmen werben aber nicht damit, wie toll doch die ausbeutung ist, wodurch man flexibilität gewährleisten kann. das ist einfach eine frechheit! und dann wirbt apple damit, wie smart es doch ist. billig produzieren und teuer wieder verkaufen, und das wird auch noch unterstützt, nur weil ein angefressener und halb verrotteter apfel auf jedem gerät zur schau gestellt wird,...
#13
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Registriert seit: 20.11.2009
Mark Brandenburg
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1366
Du brauchst nicht von Apple kaufen, ich mache es weil ess mir egal ist;)
#14
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Registriert seit: 10.05.2006

Korvettenkapitän
Beiträge: 2267
Tjoa, gegen Sklaverei in China kann man natürlich kaum mithalten.

Aber hauptsache User A und B erhalten jedes halbes Jahr eine neue Version ihres dämlichen Tablets/Smartphones/Whatever um hipp zu sein...
#15
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Registriert seit: 03.08.2009
Hallein im wunderschönen Salzburg
Kapitän zur See
Beiträge: 3153
Bitte leute.

Damit is Wenige Reiche gibt (USA,Teile Europas)
Muss es viele arme geben.

Dass ist ein Grundprinzip der Marktwirschaft.
Und die Globalisierung tut ihr übriges dazu, dies auch beizubehalten.

Solange nicht jeder wirklich für 1 Monat mal In ein 3.Welt Land geht und ERLEBT wie die Kinder in den Armen ihrer Eltern VERRECKEN, wird sich nichts ändern.

Wir sind zu bequen, dumm und faul da irgenetwas zu ändern.

Nebenbei werden die Arbeiter bei uns auch ausgebeutet, wenn auch deutlich weniger.

Ich möchte auch an die Signatur des users "Turbostaat" hinweisen, wieviel Nahrungsmittel in den Müll wandern.

Und da sollen wir etwas wie "Himmel" verdienen?

Der Mensch hat sein Leben nicht verdient.
#16
Registriert seit: 26.05.2006
Bern (CH)
Leutnant zur See
Beiträge: 1029
China macht es eigentlich sehr intelligent, statt Krieg gegen den Westen und die USA zu führen kaufen sie uns auf...

Erläuterung:
China ist kommunistisch, bis auf ein paar sehr wenige Ausnahmen.
Die Arbeiter sind also eh unbeschäftigt.
Für die chinesische Regierung ist die Auftragsfertigung also reine Arbeitsbeschäftigung.
Dadurch, dass die Chinesen ihre Währung künstlich tief halten bzw. den Wechselkurs bestimmen, produziert natürlich jeder in China.
Das verdiente Geld fliesst an die Regierung, welche westliche Firmen kauft und so ihre Macht weiter ausbaut.
#17
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Registriert seit: 05.12.2005
Aldebaran
Bootsmann
Beiträge: 750
Und wer denkt er fährt ein Deutsches Auto Irrt sich gewaltig!
#18
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Registriert seit: 07.11.2005
Freecastle / Swimming Württem-Mountain
Vizeadmiral
Beiträge: 6256
In der Tat produzieren viele große Elektronikhersteller keinen Deut besser bzw. ethisch vertretbarer als Apple.

Dennoch: das hier aufgeführte Argument der stärkeren Flexibilität ist sowas von vorgeschoben - natürlich geht es in erster Linie um die Kostenersparnis. Wenn man in den USA produzieren wollen würde, bekäme man es auch hin und auch Flexibilität wäre da kein Problem. Aber natürlich ist es zu teuer, was natürlich auch am Anspruchsverhalten des Endverbrauchers liegt. Trotzdem ist das Argument von Jobs lächerlich!
#19
Registriert seit: 17.09.2009

Stabsgefreiter
Beiträge: 377
"Diese Form der Flexibilität, innerhalb weniger Minuten zahlreiche Arbeiter aus Wohnheimen zu mobilisieren, sei in den USA so nicht gegeben. Wie New York Times unter Berufung auf einen aktiven Apple-Manager weiter anführt, sehe sich das Unternehmen nicht in der Pflicht, die Probleme der USA zu lösen."

Ich sehe es auch als großes Problem der USA und deren Vasallen an, das in diesen immer noch in einer Art Zuhause gewohnt wird. Was denkt das menschliche Produktionskapital eigentlich sich so unproduktion zu verhalten!

Aber die gute Nachricht, die CDU/FDP schnell, SPD/Grüne etwas langsamer, sind genau auf dem Weg dahin. Danke das ihr uns dieses Problem lösen wollt.
#20
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Registriert seit: 18.03.2010

Hauptgefreiter
Beiträge: 250
Ein ehemaliger Apple-Manager berichtete kürzlich in der New York Times, (http://www.nytimes.com/2012/01/22/business/apple-america-and-a-squeezed-middle-class.html ) wie die Ausbeutung der Foxconn-Mitarbeiter als Standortvorteil genutzt werde. So habe sich Steve Jobs kurz vor dem Verkaufsstart des iPhones dafür entschieden, ein anderes Glascover für die Frontseite haben zu wollen. Sodann sei ein Vorarbeiter bei Foxconn in die Schlafsäle der rund 8000 Arbeiter gegangen und habe sie nachts geweckt, jedem einen Keks und eine Tasse Tee gegeben und sie ans Fließband geschickt. Natürlich habe es für die Mehrarbeit keine Sonderzahlungen gegeben. So produziert belaufen sich die reinen Herstellungskosten beim 16-GB-Modell des iPads auf 259,60 Dollar. Verkauft wird es für etwa 500 Dollar.
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