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Flut in Thailand beeinflusst weiter Preise von Festplatten und Kameras

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hardwareluxx_news_newNoch immer kämpft Thailand mit verheerenden Überschwemmungen, die monatelange und heftige Regenfälle ausgelöst haben. Fast vierhundert Menschen haben dabei bereits ihr Leben verloren. Die geschätzten Versicherungsschäden belaufen sich mittlerweile auf bis zu 30 Milliarden US-Dollar. Unter anderem auch deshalb, weil viele Firmen in Thailand billig für den Weltmarkt produzieren lassen. Während zunächst vor allem die Festplattenhersteller betroffen waren, werden mittlerweile auch Engpässe bei Digitalkameras und Unterhaltungsprodukten befürchtet.

Zwar geht das Wasser rund um Bangkok teilweise zurück, dennoch wird es noch Wochen dauern, bis überall die Aufräumarbeiten beginnen können. Während des Höhepunkts der Flut, waren die Preise für Festplatten regelrecht explodiert. Besonders gravierend zu beobachten bei der Samsung EcoGreen F4, bei der sich der Preis von 55 auf 130 Euro mehr als verdoppelt hat. Die Branchenzeitung Digitimes meldet nun, dass mit dem Ende der Flut auch die Preise sich wieder normalisieren werden und Anfang 2012 auch die Produktion ihr altes Level erreichen soll. Ein Grund für die hohen Preise soll dabei allerdings auch sein, dass Hersteller und Händler sich vorsichtshalber mit Ware eingedeckt haben und ihre Lager gefüllt haben.

Der Eindruck einer enormen Verknappung sei deswegen verstärkt worden. Tatsächlich würden Nachfrage und Angebot nicht so weit auseinander liegen. Deswegen würden trotz eingeschränkter Kapazitäten die Preise im Dezember wieder fallen, da die Lager nach und nach für das Weihnachtsgeschäft geräumt würden. Das die Nachfrage nach PC im Allgemeinen und nach dem Weihnachtsgeschäft saisonal bedingt ohnehin sinkt, dürfte Anfang nächsten Jahres ebenfalls eine Rolle spielen. Unterdessen gehen die Hersteller aber davon aus, dass die Fabriken erst im Januar und Februar 2012 wieder ihre Stückzahlen hoch fahren könnten.

Ähnlich geht es auch Herstellern aus anderen Branchen. So mussten Canon und Sony einige Fabriken in Thailand vorläufig schließen. Bei Canon sind sowohl Tintendrucker als auch Kompaktkameras betroffen. Zudem sollen laut Händlern die Bestände bei einigen Digitalkameras bereits knapp werden. Die eigentlich im November eingeführte Sony NEX-7 soll sich bis zu sechs Monaten verzögern, obwohl die Produktion bereits wieder angelaufen sei. Erschwerend für die japanischen Hersteller kommt hinzu, dass diese im Zuge der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan, Kapazitäten nach Thailand verlagert haben sollen, die nun ebenfalls ausfallen. Insbesondere im Dezember werden Lieferengpässe befürchtet.

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Kommentare (6)

#1
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Kapitänleutnant
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Sorry, aber der Informationsgehalt in dieser News geht gegen Null. Nichts, was nicht alle schon seit Wochen wissen.
#2
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Oberstabsgefreiter
Beiträge: 465
Ähem, kann man sehen wie man möchte. Das die Preise aufgrund der Herstellungsengpässe steigen? Ja. Dass sich die Festplattenpreise vermutlich früher erholen werden, trotz anhaltender Überflutungen und das durchaus mehr als nur Festplatten betroffen sind? Nicht unbedingt. Es ist nun mal ein Bericht über den aktuellen Status, der eventuell doch einige interessieren wird. Gerade wenn man sich anschaut in welchen Regionen sich die Preise teils entwickelt haben.

Deshalb die News, aber es steht ja das drin, was außen drauf steht. :)
#3
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Magdeburg
Kapitänleutnant
Beiträge: 1923
Mal schauen, wann das Chaos da unten wieder halbwegs in Ordnung kommt. Würde gerne mal wissen, in wie fern jetzt die HDDs wieder produziert werden oder obs da jetzt "strukturelle" Änderungen gibt.
#4
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Obergefreiter
Beiträge: 88
tja meiner meinung nach ist das doch alles nur Hausgemacht. Irgentwo ist ne Naturkatastrope und schon kann man beliebig an der Preisschraube drehen. Denn es könnte ja sein das mal die eine odere andere Bestellung beim Hersteller nicht kommt. Warum produziert Sony nicht im Eigenen land wo es schön warm und trocken ist, na klar die Peronalkosten sind mal wieder zu hoch. Die Menschen in Thailand können nix dafür die leben in Blechhütten oder Lemhäusern, da haben die Deutschen Kleingärtner bessere und sichere Häuser. Aber wer sich eine fast um das dreifach verteuerte HDD zu dem preis kauft ist se´lber schuld. Meine Meinung ist frei, wir leben in einem Freien Land. :fresse:
#5
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Registriert seit: 19.11.2006
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Kapitänleutnant
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Irgendwie ist mir gerade nicht verständlich was du damit meinst... "irgendwo" stimmt nämlich nicht: In Thailand sind nicht nur viele Farbiken von WD, sondern auch Fertigungsanlagen für z.B. Komponenten für Kameras. Klar gehen da die Preise da hoch und was willst machen, wenn gerade jetzt kaufen wolltest/musst? Wenn mir ne HDD abraucht habe ich nicht mal eben ne 1TB Platte rumliegen...
#6
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Registriert seit: 20.01.2011

Leutnant zur See
Beiträge: 1062
Also, so platt kann man das nicht sagen. Der Markt hat eine eigene Dynamik und wenn du als Firma überleben willst, musst du auf deine Kosten achten. Denn keiner kauft deine 3 Mal teurere Festplatte nur weil die Kunden dann das "nette" Gefühl haben jemandem geholfen zu haben. Das kannst du vllt. mit 10% max. 15% Abstand zur Konkurrenz machen, ab da ist dann aber Schluss. Logischerweise musst du den Preis irgendwie mitziehen können. WENN jetzt aber jeder in einem Hochlohnland produzieren würde, wären alle Preise hoch und die Leute haben auch alle genug Knete, um sich mal eben was teureres leisten zu können (Stichwort Kapitalfluss). Es ist jedoch nicht so - die Realität schlägt da gerne mal auf die Ideale ein und zertrümmert diese. Nach deiner Logik müsste man auch Foxxconn boykottieren - aber in nahezu jedem Mainboard steckt was von denen drinne.

Etwas weiter gedacht liegt das Problem nicht bei den Unternehmen selbst (mit verschuldet ja, komplett verschuldet nein) sondern an der Systematik des Marktes. Die Marktmacht (egal von wem genau jetzt ausgeübt) zwingt dich dazu zu reagieren. Und so werden auch mal eben 100.000 Rinder getötet nur um den Preis stabil zu halten u.ä.
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