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Steve Jobs empfand Android als Diebstahl von Apples Ideen

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apple_logoAus der eigentlich erst am Montag erscheinenden Biographie von Steve Jobs, zitieren viele Medien derzeit vorab schon ausführlich. Neben dem Kampf gegen den Bauspeicheldrüsenkrebs findet ein Zitat besondere Beachtung. Demnach hat sich Steve Jobs 2010 in einem der Interviews mit Autor Walter Isaacson ausführlich über den iOS-Konkurrenten Android von Google beschwert. Dessen Umsetzung empfand er als "schweren Diebstahl" an den Ideen von Apple.

Die ursprünglich für März 2011 geplante Biografie über Steve Jobs basiert auf rund vierzig Interviews die Isaacson mit Steve Jobs im Laufe der Zeit führte. Der ehemalige Chefredakteur des Time-Magazin sagte in einem Interview mit dem US-Fernsehsender CBS, dass Jobs neun Monate lang eine traditionelle Behandlung seines Krebses ablehnte und stattdessen auf alternative Heilmethoden setzte. Eine Entscheidung, die Jobs später im Gespräch bereute. Erst nach dem diese keine Erfolge zeigten, ließ er sich zu einer Operation überreden. Durch die Verzögerung hatte sich die Krankheit allerdings schon weiter ausgebreitet, so dass die Behandlung nicht dauerhaft erfolgreich war.

Neben bekannten Fakten zum ehemaligen Apple-Chef, wie die Experimente mit LSD und sein Interesse am Buddhismus, werden in dem Buch auch neue Details zum Beispiel von Jobs Verhältnis zum Konkurrenten Google beleuchtet. So äußerte er in einem Interview die Ansicht, dass Android "schwerer Diebstahl" an den Ideen von Apple sei, da es viele populäre Ideen einfach übernommen habe. In der Tirade soll Jobs angekündigt haben, bis zum letzten Atemzug gegen Android zu kämpfen und notfalls die 40 Milliarden US-Dollar Barreserven dafür zu verwenden. Er sei bereit "einen thermonuklearen Krieg" dagegen zu führen.

Ein folgendes Treffen zwischen Google-CEO Eric Schmidt, der bis 2009 auch im Apple-Aufsichtsrat saß, und Steve Jobs scheiterte dann auch entsprechend. Ihm sei das Geld nicht wichtig, davon habe er genug. Selbst wenn Google fünf Milliarden Dollar bieten würde. Er möchte nur, dass Google aufhöre die Ideen von Apple zu verwenden. Interesse an einer Beilegung des Rechtsstreits habe er laut Isaacson nicht gehabt. Allerdings lief die Klage ohenhin gegen HTC, nicht gegen Google.

In einem der letzten Interviews äußerte sich Jobs auch zum Konkurrenten Hewlett-Packard. So soll er die Entscheidungen des Konkurrenten nicht als Grund zum Jubeln gesehen haben, sondern viel mehr den Niedergang von HP bedauert haben. Er hoffe, er hinterlasse Apple in besseren Händen. Die Manager, die ihn 1985 aus seiner Firma verdrängten nannte er korrupte Menschen mit korrupten Werten. Dagegen empfand er Apple-Designchef Jonathan Ive als spirituellen Partner und habe ihn auch deswegen mit mehr operativer Macht ausgestattet als jeden anderen neben Jobs, damit Ive niemand reinreden könne.

Die Biografie erscheint in den USA am Montag und führt seit dem Tod von Jobs bereits unangefochten die Bestsellerlisten an. Bereits Ende Oktober wird auch in Deutschland mit einer übersetzten Ausgabe gerechnet. Ursprünglich war das Buch erst für den November geplant, wurde aber nach dem Tod vorgezogen.

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