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Neues Gerichtsurteil im Fall Rapidshare

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Der in der Schweiz ansässige Hoster Rapidshare geriet in letzter Zeit aufgrund verschiedener Verfahren zur potenziellen Urheberrechtsverletzung vermehrt in die Schlagzeilen. Doch nach einer Vielzahl von Auflagen und Unterlassungserklärungen gegen das Unternehmen zeichnet sich allem Anschein nach erstmals eine Trendwende ab. Wie jetzt bekannt wurde, entschied das Oberlandesgericht Düsseldorf nach einer Beschwerde seitens des Hosters Anfang Juli pro Rapidshare und hob damit ein altes Urteil des Landesgerichts Düsseldorf auf, indem die Firma Capelight Pictures im Dezember 2009 eine einstweilige Verfügung gegen das Unternehmen erwirkt hatte. So haftet Rapidshare künftig nicht mehr für urheberrechtsverletzende Inhalte und muss diese auch nicht mehr anhand der Dateinamen filtern. Eine Sperrung der IP-Adressen von Nutzern, die das Urheberrecht verletzen, sieht das OLG ebenfalls als wirkungslos an, da diese in beinah allen Fällen dynamisch seien und eine wirksame Prävention nicht möglich wäre. Vielmehr sei eine Verpflichtung seitens Rapidshare zur gezielten menschlichen Überprüfung von Inhalten wesentlich effektiver. Inwieweit das Urteil Einfluss auf weitere Verfahren gegen den Hoster haben könnte, bleibt abzuwarten. Für Rapidshare stellt es aber wohl einen der wichtigsten Teilerfolge in der Unternehmensgeschichte dar.

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Kommentare (9)

#1
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Oberbootsmann
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Versteh ich das also richtig, das die eigentlich alles ich sag ma von hand, nachschauen sollen was hochgeladen wird?
#2
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Registriert seit: 25.11.2007

Leutnant zur See
Beiträge: 1070
@pQ: zumindest meint das das OLG. da hat wohl einer nicht bedacht, dass es
1. privatsphaere gibt und
2. urheberrechtlich geschuetzte sachen meisst mit passworten versehen sind
ist also eher beschraenkt bis garnicht realisierbar.
#3
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BRD - Lübeck
Stabsgefreiter
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Gutes Urteil da hat ja mal anscheinend jemand richtig ahnung.
#4
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Oberleutnant zur See
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Es dürfte wohl in die Richtung gehen, wie bei Youtube. Sollten urheberrechtliche Inhalte hochgeladen werden, kann der Inhabe der Rechte von Rapidshare die Prüfung und deren Löschung veranlassen. Eine manuelle Vorprüfung wird es sicherlich nicht geben.
#5
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Registriert seit: 25.11.2007

Leutnant zur See
Beiträge: 1070
@choosman: so ist es zur zeit schon, zum beispiel duerfen die leute bei promedia direkt inhalte sperren.
#6
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Flottillenadmiral
Beiträge: 4827
Alls hätten die nichts anderes zu tun...
#7
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Leutnant zur See
Beiträge: 1079
Ich muss sagen, dass ich genau den Teil der News nicht verstehe. In dem Urteil heißt es:

\"Die Forderung nach einer menschlichen, gezielten Überprüfung von Inhalten, bei denen eine gesteigerte Wahrscheinlichkeit für Rechteverletzungen besteht, lässt sich wegen des damit verbundenen Personalaufwands in der Praxis regelmäßig nicht realisieren.\"

Darauf folgt noch mal der Verweis auf die Wortfilter, die wegen des hohen Aufwandes vermutlich ebenfalls zum Einsatz kämen, und damit ist das Thema vom Tisch. Zumindest, so wie ich das sehe. Vielleicht kann das ja noch mal jemand erklären?
#8
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Registriert seit: 25.11.2007

Leutnant zur See
Beiträge: 1070
@Eagle:
ich verstehe jetzt nicht genau, was du meinst, aber die wortfilter sind ja als ineffektiv abgetan.
man wuerde die fraglichen inhalte ueber verlinkungen auf seiten finden, die solche inhalte eben anbieten, so macht es die promedia auch. ich denke, dass man das nun auch von rapidshare verlangt, was natuerlich wiederum nicht realisierbar (und auch nicht wirklich gerichtlich erzwingbar, so denke ich) ist.
#9
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Registriert seit: 30.10.2006
Darmstadt
Leutnant zur See
Beiträge: 1079
@ VentiLator: Ja, mein Fehler. Ich musste die News und die Diskussion dreimal lesen, um zu verstehen, dass es bei den \"menschlichen Überprüfungen\", die in der News erwähnt werden, nicht um eine allgemeine Maßnahme gehen soll, sondern dass sie eben nur zum Einsatz kommen soll, wenn sich z.B. ein Rechteinhaber bei RS beschwert. Ich hatte erst den Eindruck, in der News würde das so ausgelegt, dass RS jetzt alles manuell prüfen solle. ;) My bad. Danke für den Hinweis.
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