> > > > CeBIT 2010: CoolIT präsentiert OMNI-Grafikkartenkühlung mit austauschbaren Kühlflächen und neue CPU-Wasserkühlungen

CeBIT 2010: CoolIT präsentiert OMNI-Grafikkartenkühlung mit austauschbaren Kühlflächen und neue CPU-Wasserkühlungen

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coolitDas Unternehmen CoolIT Systems ist seit Jahren vor allem im OEM-Bereich aktiv, versucht jedoch mit kompletten Wasserkühlungslösungen auch im Retail-Bereich Fuß zu fassen. So berichteten wir im vergangenen November über die Vorstellung der CPU-Kühlung "Domino A.L.C". Sämtliche CoolIT-Lösungen setzen auf geschlossene Kreisläufe, sind also praktisch wartungsfrei, aber auch entsprechend unflexibel. Da Kühlflüssigkeit nicht nachgefüllt werden kann, führt der unvermeidbare Flüssigkeitsverlust nach langer Betriebszeit (ein Mitarbeiter des Unternehmens sprach von etwa sieben Jahren) zum Ausfall der Kühlung. Dafür können Nutzer diese Kühlungen rasch und leicht installieren und müssen sich während des Betriebs keine Gedanken um irgendwelche Wartungsarbeiten machen.

Auf der CeBIT hat CoolIT jetzt einige neue Wasserkühlungslösungen gezeigt. Unter diesen neuen CoolIT-Produkten fiel uns die CPU-Kühlung "Vantage A.L.C." ins Auge. Diese besteht praktisch aus einem Single-Radiator, der über Schläuche mit der Kühler-Pumpen-Einheit verbunden ist. CoolIT hat sich für dieses Produkt einige Raffinessen einfallen lassen. Der Kühler stellt über ein LCD-Display mit hohem Kontrast den Status der Kühlung dar. Bedienknöpfe ermöglichen es dem Nutzer, verschiedene Operationsmodi und Temperatuskalen auszuwählen. Die Befestigung des Systems am CPU-Sockel erfolgt über ein spezielles universelles Montagesystem, das eine unkomplizierte Montage auf Intels Sockeln 775, 1156 und 1366 sowie auf AMDs Sockeln AM2, AM2+ und AM3 ermöglicht. Besonders innovativ ist eine drahtlose Technologie, die die Kommunikation einzelner Kühlkomponenten untereinander ermöglicht. Diese "Extra Sensory Peripherals"-Technologie (ESP) ermöglicht in der Basis-Variante die Kommunikation und Abstimmung zwischen dem Lüfter der Radiatoreinheit und der Kühler-Pumpen-Einheit. Durch weitere ESP-Module können zusätzliche Komponenten an das System angebunden werden, seien es Sensoren, Pumpen, Lüfter oder Beleuchtungselemente. Über ein USB-Dongle und die entsprechende Software kann der Nutzer den Status dieser Komponenten einsehen und sie steuern.

Eine weitere innovative Kühllösung fanden wir am CoolIT-Stand mit der "Omni A.L.C."-Grafikkartenkühlung. Diese Kühllösung soll das leidige Problem von Komplett-GPU-Kühlern aus der Welt schaffen, die nach jedem Grafikkartenwechsel nutzlos werden. Die "Omni A.L.C."-Kühlung kann aufgrund ihres modularen Aufbaus an verschiedene Grafikkarten angepasst werden. Der Kühler besteht aus zwei Teilen: die von der Kühlflüssigkeit durchströmte Hälfte ist universell einsetzbar. Die Hälfte, die Kontakt zur Grafikkarte hat, kann hingegen ausgewechselt werden - je nach Grafikkarte wird also eine entsprechende Kühlplatte montiert, die laut Herstelleraussage günstig angeboten werden soll (15 Dollar wurden erwähnt). Die Liste der zur Verkauffstart unterstützten Grafikkarten ist noch nicht komplett, es sollen jedoch auf jeden Fall aktuelle High-End-Karten unterstützt werden. CoolIT sieht "Omni A.L.C." in erster Linie als Lösung für Multi-GPU-Rechner. So wird das System gleich mit zwei in den Kreislauf eingebundenen Kühlern ausgeliefert werden. Wenn nur eine Grafikkarte gekühlt werden soll, kann der zweite Kühler an einem mitgelieferten Dummy angebracht werden. Auch CoolITs Grafikkartenkühlung unterstützt die oben vorgestellte "Extra Sensory Peripherals"-Technologie zur Kontrolle und Steuerung der Kühlungsfunktionen.

Laut Auskunft von CoolIT sollen die beiden vorgestellten Kühllösungen bald verfügbar werden und z.B. von Aquatuning.de vertrieben werden. Für die CPU-Kühlung "Vantage A.L.C." wird von einem Preis um die 100 Euro ausgegangen, für die GPU-Kühlung "Omni A.L.C." werden etwa 250 Dollar veranschlagt - ein Euro-Preis war noch nicht bekannt.

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