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Mobiles Internet: Nutzer brauchen durchschnittlich 283 MB Datenvolumen im Monat

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vatmDie Datenmenge in deutschen Mobilfunknetzen steigt von Jahr zu Jahr deutlich an. In diesem Jahr soll der mobile Internet-Traffic erneut um satte 48 Prozent auf insgesamt 395 Millionen Gigabyte anwachsen. Das schätzt der Telekommunikations-Branchenverband VATM. Demnach würde jeder Mobilfunknutzer in Deutschland durchschnittlich ein Datenaufkommen von 283 MB verursachen – 45 Prozent mehr als noch im letzten Jahr. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 belief sich das durchschnittliche Surfvolumen im Mobilnetz hierzulande noch auf 76 MB. In vielen günstigeren Tarifen werden monatlich zischen 200 bis 300 MB Full-Speed-Volumen bereitgestellt, bevor bis zum Ende der Abrechnungsperiode die Geschwindigkeit reduziert wird. Die hier genannten 283 MB entsprechen damit der Obergrenze vieler Tarife. Ein Drittel der Kunden soll monatlich ein Datenvolumen von mehr als 250 MB erzeugen.

Auch in den kommenden Monaten wird das Volumen voraussichtlich stark zunehmen, da der LTE-Ausbau, über den noch schnellere Übertragungsraten möglich werden, weiter voranschreiten soll. Aktuell sollen etwa 45 Prozent des mobilen Datenaufkommens über LTE-Netze übertragen werden.

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Eine solche Meldung dürften Mobil-Surfer immer häufiger bekommen.

Dafür nimmt die Zahl der Gesprächsminuten und verschickten SMS stetig ab. Im Jahr 2014 sollen 303 Millionen Minuten pro Tag in Deutschland mobil telefoniert werden. Das sind zwar zwei Millionen Minuten pro Tag mehr als noch im letzten Jahr, insgesamt aber soll sich die Entwicklung weg vom Festnetz hin zum Mobilfunk abschwächen. Im Festnetz soll die Zahl der Gesprächsminuten um elf Millionen Minuten täglich auf insgesamt 452 Millionen zurückgehen. Die Zahl der verschickten SMS dürfte in diesem Jahr ebenfalls deutlich zurückgehen und nur noch etwa 45 Prozent des 2012 erreichten Wertes erreichen. Jeden Tag sollen in Deutschland durchschnittlich 73,8 Millionen Kurznachrichten über die Mobilfunknetze verschickt werden. Als Grund führt der Verband die zunehmende Nutzung von IM-Diensten wie WhatsApp oder den Facebook-Messenger an.

Bis zum Jahresende soll es in deutschen Haushalten rund 117,5 Millionen SIM-Karten geben. Dies entspräche nicht nur einer Steigerung von 2,3 Millionen im Vergleich zum Vorjahr, sondern auch einem neuen Höchstwert. Laut den VATM-Schätzungen würden demnach vor allem die Deutsche Telekom und O2/E-Plus ihren SIM-Kartenanteil erhöhen können, umsatzbezogen aber die Telekom und Vodafone weiter vorne liegen. Die Umsätze für Telekommunikationsdienstleiser in Deutschen sollen den Zahlen zufolge leicht rückläufig sein und sich voraussichtlich auf 58,3 Milliarden Euro belaufen. Ein Jahr zuvor waren es noch 1,2 Prozent bzw. 700 Millionen Euro mehr.