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Edward Snowden warnt vor der Nutzung von Dropbox

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dropboxFür die meisten Nutzer dürften Cloudspeicher-Dienste ein wahrer Segen sein, kann man doch von überall aus und mit nahezu fast jedem Gerät – ob Notebook, Tablet oder Smartphone - auf die dort abgelegten Daten zugreifen und diese mit den verschiedenen Geräten synchronisieren. Doch die Flexibilität birgt auch gewisse Risiken: Verschafft sich ein Unbefugter Zugriff auf das eigene Account, so kann er alle darin abgelegten Daten abrufen. Der Enthüller des NSA-Skandals und Ex-Mitarbeiter des größten Auslandsgeheimdiensts der USA warnte in einem Exklusiv-Interview mit dem britischen The Guardian vor der Nutzung von Dropbox. Der Dienst sei eine Gefahr für die Privatsphäre.

Den Ausführungen zufolge sollen Mitarbeiter unverschlüsselten und vollen Zugang auf die Nutzerdaten und damit auf die dort abgelegten Daten haben, womit Dropbox vor allem für Geheimdienste interessant sei. Der britische Geheimdienst sei schon seit längerem an einer Partnerschaft interessiert. Hinzu käme, dass die ehemalige US-Außenministerin Condoleezza Rice vor wenigen Monaten in den Vorstand von Dropbox gewählt worden wäre und damit die Partnerschaft zwischen den Geheimdiensten gestärkt worden sei. Wohin ein solcher Eingriff in die Privatsphäre führen kann, macht Snowden im Interview deutlich. So sei es unter Geheimdienst-Mitarbeitern üblich, intime Nutzerdaten wie etwa Nacktfotos innerhalb des Kollegenkreises auszutauschen. 

Eine Lösung und Alternative hält Snowden ebenfalls parat. Demnach sollten Cloudspeicher-Dienste dazu verpflichtet werden, die Daten ihrer Nutzer grundsätzlich verschlüsselt abzulegen, ohne selbst Zugriff darauf zu erhalten. Snowden empfiehlt auf den Cloudspeicher-Dienst „Spideroak“ umzusteigen, der einen ähnlichen Feature-Umfang wie Dropbox besitzt, die Daten aber schon auf dem Rechner des Nutzers verschlüsselt ablegt. Niemand außer der Nutzer selbst habe Zugriff auf die Daten.

In seiner Leistungsbeschreibung verspricht Dropbox höchste Datensicherheit. Die Privatsphäre habe oberste Priorität. Der Dienst ging 2007 ans Netz. Weitere Themen des etwa 14-minütigen Interviews waren der Russland-Aufenthalt des 31-Jährigen und die Möglichkeit zur Rückkehr in die USA.

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Kommentare (12)

#3
Registriert seit: 26.04.2012

Bootsmann
Beiträge: 652
sensible daten können schon in ne cloud gelegt werden, nur sollte das dann eben nicht dropbox sein, sondern eine entsprechende enterprise cloud mit den entsprechenden voraussetzungen
#4
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Registriert seit: 28.09.2008

Flottillenadmiral
Beiträge: 4635
@ blaualge
Als wären Enterprise Clouds sicherer ;)
Hilfe schafft da nur, wenn man seine eigenen Daten vor dem Hochladen gut verschlüsselt oder eine eigene Cloud betreibt (Trotz 50 Mbit/s Standleitung mache ich das letztere nichtmal, hab ich noch nie gebraucht oO)

Nutze zwar selber Dropbox, aber da liegen nur Bilder von eBay Verkäufen und 30 GB Pornos (Habe dank Galaxy Handy damals auf 50GB Acc gekriegt) xD Die Pornos können die NSA Agenten gerne anschauen :)
#5
Registriert seit: 20.12.2012

Bootsmann
Beiträge: 514
Sensible Daten hin oder her... ich finde es geht ums Prinzip. Argumentationen wie "ich hab nix zu verstecken und vor mir aus kann die NSA alles mitlesen" kann ich nicht nachvollziehen. Selbst wenn es nur eine sechsseitige PPP für die Schule geht und selbst wenn es nur ein einfaches Foto ist, das ich via Filesharing-Service mit der Familie oder Freunden teilen will - die NSA geht das verdammt nochmal nichts, aber auch gar nichts an. Ich hab ein Recht auf Privatssphäre.
#6
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Registriert seit: 13.10.2010
Aschaffenburg
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 490
Ware Worte Terminator und cisto1999 ;=)

Aber wir wollen gar nicht wissen wo die überall die Finger im Spiel haben. Warum wird so ein Held wie Snowden den nicht mal nach Deutschland geholt und in den Öffentlich medien befragt. Aber die Antwort kennt jeder selbst. Traurig aber wie gesagt: Festplatten sind günstig und wer so ne schei. Dropbox nutzt ja der hat auch nichts zu verbergen hat wie sie soch schön immer sagen ;)
#7
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Registriert seit: 24.01.2005

Korvettenkapitän
Beiträge: 2468
Wer Nacktfotos seines Partners oder privat brisante Dokumente in einer Cloud speichert gehört eh geschlagen.
#8
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Registriert seit: 09.03.2007
Ellerhoop
Kapitänleutnant
Beiträge: 1842
die NSA tauscht doch gefundene Ankt Bilder eh unternannder aus. Würd mich nicht wundern wenn man sich oder eine Freundin im netz wieder findet in absehbarer Zeit xD
#9
Registriert seit: 05.03.2007

Kapitän zur See
Beiträge: 3365
Wer Daten unverschlüsselt hochnäsig ist so oder so fahrlässig und sollte weggelegt werden.
#10
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Registriert seit: 13.10.2010
Aschaffenburg
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 490
Zitat Snake7;22436086
Wer Daten unverschlüsselt hochnäsig ist so oder so fahrlässig und sollte weggelegt werden.


Was will er uns hier wieder sagen ???
#11
Registriert seit: 14.08.2007

Kapitänleutnant
Beiträge: 1907
Ist doch klar, dass ein amerikanischer Dienst 0 Datensicherheit garantieren kann. Das ist doch nichts neues.
Patriot Act , PRISM und co zwingen dort doch jedes Unternehmen und jeden Bürger ihre Daten/Leben offenzulegen, ansonsten drohen Strafen.
Der amerikanische Webmail Dienst Lavabit hat aus diesem Grund seine Pforten schließen müssen, weil er eben nicht mit US-Behörden zusammenarbeiten wollte.

Vergesst aber bitte nicht, bei welchem US-Konzern ihr sonst noch angemeldet seid. Banken wie die HSBC zeigen doch, dass es dafür schon reicht, einen Sitz in den USA zu haben.
#12
Registriert seit: 01.01.1970


Beiträge:
USA gehört verklagt ganz einfach.
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