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Pay for Play: Große YouTuber beziehen häufig Geld von den Publishern

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youtubeIn einer anonymen Umfrage unter 141 bekannten YouTube-Kanälen, die sich vorrangig mit Videospielen beschäftigen, hat das Fachmagazin Gamasutra.com den Umfang derjenigen Kanäle ermittelt, die schon einmal von Publishern für ihre Arbeiten Zahlungen erhalten haben. Das Ergebnis: Je mehr Abonnenten ein solcher Kanal hat, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit einer solchen Zahlung.

Während 98 Prozent der kleinen Kanäle mit weniger als 5.000 Abonnenten angeben, noch keine einzige Zahlung von Publishern zur Unterstützung erhalten zu haben, sind es bei den großen YouTube-Stars nur noch 69 Prozent. 21 Prozent der Befragten Kanäle mit mehr als 5.000 Abonnenten gibt an, schon mindestens einmal eine solche Zahlung erhalten zu haben. Hinzu kommen weitere fünf Prozent, die dann Geld angenommen haben, wenn die Entwickler in Eigenregie Geld angeboten hatten. Weitere fünf Prozent ziehen es vor, entsprechende Angebote abzulehnen. Damit beziehen 31 Prozent der erfolgreichen YouTube-Kanäle aus dem Gaming-Bereich regelmäßig oder zumindest gelegentlich Geld von den Publishern. Bei den kleinen Kanälen hatten 36 Prozent der Befragten keine Bedenken, ebenfalls Gelder für ihre Arbeit einzustreichen.

Nach Aussage eines Befragten seien die meisten Kanäle ein Marketing-Instrument der Publisher, weshalb es nicht verwunderlich sei, dass die YouTube-Nutzer, die in ihrer Freizeit agieren, für ihre Arbeiten Geld nehmen. Ein anderer Teilnehmer der Gamasutra-Umfrage äußerte sich wie folgt: „Wir – die Videomacher – leben in schwierigen Zeiten. Es wird von uns erwartet, dass wir unsere Arbeit kostenlos anbieten. Rechteinhaber aber wollen nicht, dass wir damit Geld verdienen. Niemand mag Werbung, niemand mag Paid-Content und wir investieren unsere Freizeit in die Spiele, die wir lieben und teilen möchten. Im Grunde machen wir kostenlose PR für die Publisher. Wenn ein YouTuber für seinen guten Content nach Geld fragt, ist das nichts Falsches – es ist eine Kompensation für unsere Arbeit.