> > > > Test: ADATA Nobility N005 Pro 64 GB USB-3.0-Stick

Test: ADATA Nobility N005 Pro 64 GB USB-3.0-Stick

Veröffentlicht am: von

teaserSpeicherkapazität wird immer günstiger und benötigt gleichzeitig immer weniger Platz, sodass inzwischen sogar USB-Sticks mit 64 GB und mehr verfügbar sind. Diese über ein USB-2.0-Interface zu füllen, wäre allerdings alles andere als ein Vergnügen, limitiert die „High-Speed"-Variante des USB-Interfaces in der Praxis doch schon bei 25-30 MB/s. Mit der Einführung von USB 3.0 wurde dieser Flaschenhals glücklicherweise abgeschafft, über die „SuperSpeed"-Variante von USB lassen sich Daten mit bis zu 500 MB/s übertragen – vorerst ausreichend für jeden Speicherstick. In diesem Kurztest schauen wir uns den ADATA Nobility N005 Pro USB-Stick an, welcher das schnelle USB-3.0-Interface besitzt und dank einer Speicherkapazität von 64 GB auch reichlich Daten aufnehmen kann.

IMG_0409

Der ADATA N005 Pro USB-Stick ist mit Abmessungen von 90 x 20,5 x 11,5 mm etwas länger als üblich, passt aber noch, da er relativ flach ist, in jede Hosentasche. Mit einem Gewicht von 20,5 g fällt er außerdem leichter aus, als es der erste Eindruck vermuten lassen würde. Das Gehäuse ist matt und fühlt sich aufgrund seiner Textur sehr wertig an. Die Schutzkappe rastet zwar deutlich ein, lässt sich aber auch wieder relativ leicht lösen, sodass unter Umständen die Gefahr besteht, sie zu verlieren. Ist der Stick in Benutzung, lässt sich die Schutzkappe auf die Rückseite stecken und so sicher verstauen. Im Betrieb ist der ADATA N005 Pro Stick sehr unauffällig, denn er besitzt keine aktivitätsanzeigende LED.

IMG_0407

Mit dem PC kommuniziert der USB-Stick, sofern möglich, über das schnelle USB-3.0-Interface. Steht keine entsprechende Schnittstelle zur Verfügung, lässt sich der Stick auch an einem USB 2.0 oder sogar USB-1.1-Interface betreiben – was aufgrund der enormen Geschwindigkeitseinbußen natürlich nicht zu empfehlen ist.

Schauen wir nun, was der ADATA N005 Pro USB-Stick zu leisten imstande ist:

cdm_seq

cdm_512k

cdm_4k

as_copy


Bei sequenziellen Operationen werden die Herstellerangaben (180 MB/s lesen, 90 MB/s schreiben) voll erreicht. An einem USB-2.0-Port limitiert die Schnittstelle die Transferraten auf magere 35 MB/s – das ist natürlich nicht die Schuld des USB-Sticks. Beim Schreiben von 512K großen Blöcken fällt der ADATA N005 Pro USB-Stick leider deutlich zurück. Hierbei handelt es sich allerdings um ein typisches Problem der meisten USB-Sticks, denn der verwendete Controller ist häufig sehr einfach gestrickt, sodass keine SSD-Performance zu erwarten ist. Nichtsdestotrotz ist diese Tatsache immer wieder ein Ärgernis, wenn man nicht nur mit Dateien arbeitet, die jeweils ein oder mehrere Megabyte groß sind.

Immerhin schlägt sich das Modell von ADATA beim Lesen deutlich besser als alle anderen USB-Sticks, die wir bisher getestet haben. Wer mehr liest als schreibt, wird hier also erst bei (noch) kleineren Dateien einen Flaschenhals spüren. So ist es dann auch beim Lese- und Schreibtest mit 4K-Blöcken: Während man beim Lesen immerhin noch einstellige MB/s-Werte erhält, muss man bei den Schreibwerten schon in den Nachkommastellen suchen. Aber auch diese Tatsache ist üblich für nahezu alle USB-Sticks, wie unsere Tabelle zeigt.

Beim Kopierbenchmark erleben wir ebenfalls keine Überraschung. Lediglich das ISO-Profil sticht positiv hervor, wobei sich hier offenbar die im Vergleich zu den anderen Sticks hohe sequenzielle Lese- und Schreibrate bemerkbar macht.

Kommen wir nun zum Fazit: Erhältlich ist der ADATA Nobility N005 Pro USB-Stick mit einer Kapazität von 8 bis 64 GB. Die kleinste Version kostet dabei 13 Euro, für die doppelte Kapazität werden 28 Euro fällig. Die zweitgrößte Version mit 32 GB kostet 49 Euro und das Spitzenmodell mit 64 GB kostet 108 Euro. Preislich liegt der USB-Stick damit eher am oberen Ende der Skala, punktet jedoch auch mit einer Herstellergarantie von zehn Jahren, üblich sind hier häufig nur zwei oder drei Jahre. Insgesamt liefert ADATA hier also ein gelungenes Produkt, wobei die üblichen „USB-Stick-Schwächen", gemeint sind dabei die stark einbrechenden Transferraten bei (sehr) kleinen Dateien, auch hier vorhanden sind – weswegen wir an dieser Stelle auch keinen Award verteilen.

Positive Aspekte des ADATA Nobility N005 Pro:

  • Wertiges Gehäuse
  • Sehr hohe sequenzielle Transferraten
  • 10 Jahre Herstellergarantie

Negative Aspekte des ADATA Nobility N005 Pro:

  • Typische Schwäche bei kleinen Dateien, vor allem beim Schreiben

Weitere Links:

Social Links

Zu diesem Artikel gibt es keinen Forumeintrag

Das könnte Sie auch interessieren:

Seagate IronWolf 10 TB und BarraCuda Pro 10 TB im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/SEAGATE_10TB_TEASER

Auch wenn HGST vor kurzem noch größere Laufwerke vorgestellt hat, so hat Seagate mit seinen bereits seit einigen Monaten erhältlichen 10-TB-Modellen momentan die Nase vorn, wenn es um den größtmöglichen Speicherplatz bei 3,5-Zoll-Festplatten geht. Dabei hat es Seagate durch die Verwendung... [mehr]

Mittelklasse mit NVMe: Samsung SSD 960 EVO 1 TB im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/SAMSUNG-960EVO/TEASER

Mit der Samsung SSD 960 PRO hat der koreanische Hersteller die zurzeit schnellste Consumer-SSD mit NVMe-Interface im Angebot. Dies lässt man sich allerdings auch entsprechend bezahlen, sodass das hochpreisige Laufwerk nicht für alle Bedürfnisse die richtige Wahl ist. Etwas günstiger, dafür... [mehr]

Western Digital Blue SSD im 2,5-Zoll- und M.2-Format im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/WD-BLUE-SSD/TEASER

Ungefähr ein Jahr ist es her, dass Western Digital die Übernahme von SanDisk bestätigt hat. Die Früchte dieser Übernahme sind für Endverbraucher gedachte SATA-SSDs, die sich in das bekannte, farblich sortierte Namensschema von Western Digital einfügen. Den Anfang machen dabei eine Green-... [mehr]

M.2-SSD Corsair MP500 mit NVMe und Phison-Controller im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/CORSAIR-MP500/TEASER

Die MP500 SSD ist das neue Flaggschiff von Corsair und soll laut Hersteller Übertragungsraten von bis zu 3.000 MB/s beim Lesen und 2.400 MB/s beim Schreiben erreichen. Damit würde das Laufwerk in der High-End-Klasse spielen und das bisherige Spitzenfeld angreifen. Mit Phison-Controller und... [mehr]

ADATA XPG SX8000 SSD mit 256 GB und NVMe im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/ADATA-SX8000/TEASER

Mit der ADATA SX8000 haben wir heute eine weitere SSD aus der Klasse der NVMe-Laufwerke im M.2-Format im Test. ADATA setzt dabei auf einen Controller von Silicon Motion, wie wir ihn schon bei der Intel SSD 600p gesehen haben. Beim Speicher verbaut ADATA aktuellste Technik in Form von... [mehr]

Western Digital Black SSD mit 512 GB und NVMe im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/WD-BLACK-SSD-NVME/TEASER

Die auf Farben bezogene Namensgebung von Western Digital unterscheidet im Wesentlichen zwischen drei Varianten: Grün für besonders sparsame, günstige und meistens auch etwas langsamere Laufwerke, blau für den Mainstream-Markt und schwarz für die schnellsten Laufwerke, die Western Digital... [mehr]