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Kurztest: Patriot Supersonic Magnum

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patriot-magnum_teaserUSB 3.0 entwickelt sich immer mehr zu einer Schnittstelle für die Massen. War es vor noch gar nicht so langer Zeit nötig, PCI-Express-Karten mit entsprechenden USB3.0-Buchsen nachzurüsten, bringt aktuell so gut wie jedes Mainboard, auch die günstigeren Modelle, gleich mehrere Schnittstellen mit- Auch Notebooks der aktuellen Generation können in der Regel mindestens einen USB 3.0-Port vorweisen. Wo es bei den meisten Nutzern aber noch hapert, sind entsprechende Peripherie-Devices. Patriot führt nun mit dem Supersonic Magnum einen entsprechenden USB-Stick ein, der dank eines 8-Kanal-Interfaces für schnelle Datenraten sorgen soll. Wir haben die 64-GB-Variante zum Test gebeten.

Patriot Supersonic Magnum

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Die USB 3.0-Schnittstelle ist im Hinblick auf die aktuell immer größer werdenden Datenmengen ein Segen, kam im Grunde genommen gefühlt aber ein wenig zu spät. Um lange Wartezeiten zu verkürzen und die Möglichkeiten, die von der aktuellen Hardware geboten werden, auszunutzen, etablierte sich kurzfristig der eSATA-Standard. Seit dem Erscheinen des USB-3.0-Standards sind entsprechende Schnittstellen aber wieder auf dem Rückzug, was kein allzu großes Wunder ist. Zum einen bieten USB-3.0-Ports den Vorteil auf jeden Fall Plug-and-Play-fähig zu sein, was bei eSATA-Ports nicht immer so funktioniert hat. Viel wichtiger ist aber natürlich die Abwärtskompatibilität. Jedes Gerät mit USB 2.0 läuft auch an einer Schnittstelle im aktuellsten Format, kann deren maximale Geschwindigkeit aber nicht ausnutzen. Gleiches gilt im Gegenzug auch für neue Geräte an einer alten Schnittstelle. Im Hinblick auf die enorme Verbreitung von USB 2.0 ist es also kein Wunder, dass sich das Update schnell als Liebling der Massen etablieren konnte.

Genau genommen bietet die USB-3.0-Technik aber deutlich mehr Leistung, als sie von der aktuellen Hardware größtenteils ausgenutzt werden kann. Aus diesem Grund führt Patriot heute seinen neuen High-End USB-Stick Supersonic Magnum USB 3.0 ein. Während viele USB-Sticks die verbauten Speicherchips über einen vierkanaligen Controller ansprechen, verdoppelt Patriot die Kanäle. Informationen werden nun über ein 8-Kanal-Interface angeliefert und abgerufen. Gegenüber herkömmlichen Sticks soll so ein deutliches Plus an Leistung geboten werden. Das schlägt sich natürlich auch auf den Preis nieder. Aktuell ist der Patriot Supersonic Magnum zu einem Preis von rund 175 Euro in gelistet. Der günstigste USB-3.0-Stick mit einem Speichervolumen von 64 GB ist bereits für rund 110 Euro zu haben. Da unser heutiger Testkandidat aber erst vor Kurzem eingeführt wurde, ist davon auszugehen, dass der Preis in den kommenden Wochen noch ein wenig sinken wird.

Patriot schickt den Supersonic Magnum 3.0 in einer kompakten Verpackung zum Käufer. So kompakt, dass Dreingaben kein Platz geboten wird. Egal ob eine Kurzanleitung, ein Schlüsselband, eine Software-CD oder ein USB-Verlängerungskabel – was vielen High-End-Geräten beiliegt, fehlt Patriots Top-Produkt leider völlig.

Dafür verpackt Patriot die Technik in einem flachen und sehr hochwertigen Gehäuse aus Aluminium, dessen erstklassige Verarbeitungsqualität bestens zum edlen Material passt. Zwar ist der Stick deutlich breiter als man es von den meisten USB-Sticks gewohnt ist, dank einer relativen flachen Bauhöhe passt das gute Stück aber noch immer bestens in jede Hosentasche – auch wenn sie einmal ein wenig enger ist. Hier kann sich der Supersonic Magnum deutlich von SSDs mit USB 3.0-Anschluss absetzen, wie man sie gerade in den Anfangszeiten der neuen Schnittstellen häufiger zu Gesicht bekommen hat.

Optisch hinterlässt das Laufwerk einen schlichten, aber gefälligen Eindruck. Das Case ist in Schwarz gehalten, als Eye-Catcher werden diverse Applikationen in einem hellen Blau ausgeführt – passend zur Färbung der meisten USB-3.0-Ports. Das wertige Aluminium-Gehäuse verwahrt die verbaute Hardware nicht nur sicher, sondern bietet auch eine ordentliche Kühloberfläche – und die hat der Patriot Magnum Supersonic auch dringend nötig. Nach einem längeren Volllast-Einsatz an einem ASUS G53 konnten wir auf der Oberfläche 51,3 °C messen – brenzlig wird die Lage also noch nicht, wird das Drive direkt nach der Nutzung abgenommen, kann es aber doch zu dem ein oder anderen überraschten Blick kommen.

Schade ist es, dass Patriot bei seinem High-End-USB-Stick auf sämtliche Software-Dreingaben verzichtet. Nicht nur, dass keine CD mit von der Partie ist, auch auf dem Stick selbst, befinden sich keine praktischen Helferlein. Hier hat die Konkurrenz teils deutlich die Nase vorn, denn es werden Verschlüsselungsprogramme oder manchmal sogar bootbare Linux-Betriebssysteme geboten, die in der Praxis (je nach Einsatzgebiet) einen deutlichen Mehrwert bieten.

Die Leistung

Nun aber natürlich zum wichtigsten: der Leistung – schließlich hat uns Patriot doch dank des 8-Kanal-Interfaces einen ansehnlichen Datendurchsatz versprochen.

Alienware M14x Deckel

Alienware M14x Deckel

Alienware M14x Deckel

Der Patriot Magnum Supersonic kann mit sehr hohen sequentiellen Übertragungsraten punkten, spielt seine Performance aber gerade bei großen Daten aus. In all unseren Benchmarks legen sowohl die Lese- als auch die Schreibperformance bei großen Daten eine erstklassige Leistung an den Tag. Gerade lesend gehört der Magnum Supersonic zur absoluten Oberklasse der mobilen USB-3.0-Speicherdevices. Mit immer kleiner werdenden Datenfragmenten lässt die Leistung über Gebühr nach.
Zwar verlieren hier auch die USB-3.0-Sticks aus unserem großen Round-Up im letzten Mai deutlich an Leistung – ganz so drastisch wie bei unserem heutigen Testkandidaten sieht es aber nicht aus. Auch Kingstons HyperX Max 3.0 verliert bei kleinen Daten beispielsweise deutlich, ist aber noch immer um ein Vielfaches schneller als unser Testdrive. Hier dürfte der Vorteil aber ohne Zweifel im verbauten Cache zu suchen sein.

Fazit

Günstig ist der rund 175 Euro teure Patriot Supersonic Magnum nicht, dafür bietet er aber auch einen üppigen Speicherplatz und eine erstklassige Verarbeitungsqualität. Die Leistung kann indes in erster Linie bei großen Daten überzeugen – hier liegt man beinahe auf SSD-Niveau. Gerade bei kleinen Daten im 4K-Bereich bricht die Performance aber leider stark ein, und bleibt ein wenig hinter dem üblichen Markt-Niveau zurück. Interessant ist der Stick damit in erster Linie für Anwender, die häufig große Daten verschieben.
Wenig überzeugend fällt der Lieferumfang aus, denn der ist praktisch nicht vorhanden. Während auf Gimmicks wie Schlüsselband mit gutem Gewissen verzichtet werden kann, hätten wir uns zum stolzen Preis des Supersonic Magnum doch die ein oder andere Software-Dreingabe, beispielsweise zur Verschlüsselung oder für Back-up-Aufgaben gewünscht.

Positive Aspekte des Patriot Supersonic Magnum (64GB):

  • Sehr gute Verarbeitungsqualität
  • Nicht allzu groß
  • Hohe Leistung bei mittelgroßen und großen Dateien

Negative Aspekte des Patriot Supersonic Magnum (64 GB):

  • Schwache Leistung bei kleinen Dateien
  • Keine Software im Lieferumfang
  • Hohe Wärmeentwicklung

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