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Kurztest: Corsair Voyager GT 128 GB

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Die praktischste Erfindung zum Datenaustausch neben dem Internet ist sicherlich der USB-Stick: Einschieben, kopieren, abziehen - schon können die gewünschten Daten auf einen anderen PC gebracht werden. Mit 128 GB setzt Corsair nun die Messlatte bei der Kapazität eine weitere Stufe nach oben. Der neue Voyager GT ist dabei nicht nur im Bezug auf die Kapazität ein Brocken. Auf der anderen Seite können 182 CD-ROMs oder 91.000 Disketten auf dem Speicherstick unterkommen. Wir werfen einen Blick auf Corsairs neuen USB-Stick.

Corsairs Voyager-GT-Serie ist die schnellste USB-Stick-Serie des Herstellers - daher auch das GT im Namen. Hinzu kommt die "Unkaputtbarkeit" durch Gummiüberschutz, der den Stick unempfindlich gegenüber Stößen machen soll. Auch besitzt der Stick dadurch eine gewisse Wasserunempfindlichkeit. Optisch ist der Stick jedoch nicht weniger groß - einen größeren USB-Stick haben wir bislang noch nicht gesehen:

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Der Stick ist mit einer Größe von 18 mm Höhe und 102 mm x 39 mm Grundfläche alles andere als ein Taschenschmeichler und größer als so manches Handy. Dafür sollte man ihn weit aus weniger öfter verlegen, als normal dimensionierte Sticks und auch die große gummierte Haube findet sich aufgrund der Größe sicherlich leichter wieder. Der Corsair Voyager GT ist also mehr etwas für die Aktentasche, für die Hosentasche empfehlen sich kleinere Sticks. Ein weiterer Nachteil der Größe ist die Tatsache, dass der Stick an engen USB-Ports mit mehreren Geräten nicht direkt eingesetzt werden kann, sondern nur über das von Corsair mitgelieferte Kabel.

Wichtig bei einem Stick mit einem Speichervolumen von 128 GB sind die Schreib- und Leseperformance, denn bei einem derart großen Stick darf der Kopiervorgang über den USB-Port nicht allzu lange dauern. Mit einer niedrigen Übertragungsrate wird das Kopieren sonst zur Tortur. Ältere USB-Sticks, die gerade einmal 5 MB/s geschafft haben, würden für die volle Kapazität eine Zeit von über 7 Stunden benötigen - das wäre kaum akzeptabel. Auf der anderen Seite limitiert der USB-Port natürlich zunehmend, da ein USB-2.0-Port mit einer Datenrate von 480 Mbit/s auch nur in der Lage ist, 60 MB/s im Idealfall zu übertragen. Dies ist jedoch die theoretische Datenrate, die praktische Datenrate liegt je nach USB-Controller und Southbridge weit darunter.

So führten erste Tests des Corsair Voyager GT auch zu einer Übertragungsrate von nur ca. 20 MB/s (Screenshots Sisoft Sandra, Crystalmark, HD Tune 3.5), da wir auf ein älteres Mainboard setzten (Intel D5400XS mit i5000-Chipsatz). Ein neueres X58-Mainboard zeigte hingegen eine deutlich bessere Performance:

voyagergtcrystalmark

Crystalmark 2.2

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HD Tune 3.5

voyagergt-sisofts

Sisoft Sandra 2009

Charakteristisch für den Stick ist also eine Leserate von ca. 32 bis 34 MB/s und eine Schreibrate von ca. 23 bis 28 MB/s bei größeren Dateien. Bei kleineren Dateien fällt der Stick wie für USB-Speicherlösungen üblich ab und erreicht nur noch einstellige MB/s-Raten. Im Random-Read- und Write von sehr kleinen Dateien fällt der Stick auf 1 MB/s zurück. Rechnet man dies auf die Kapazität um, lassen sich die 128 GB in ungefähr 87 Minuten vollständig beschreiben. Dies ist akzeptabel, vergleicht man den Zeitraum mit der Alternative, die Daten übers Netzwerk auszutauschen oder auf Blu-ray-Rohlinge zu brennen. Zudem wird man nur in den wenigsten Fällen den kompletten USB-Stick in einem Stück vollpacken.

Die weiteren Leistungswerte (gemessen mit Sisoft Sandra 2009 Wechseldatenträger-Test):

  • 512 bytes: 259,22 kb/s Lesen, 23,83 kb/s Schreiben
  • 32 kB: 12,23 MB/s Lesen, 1,66 MB/s Schreiben
  • 256 kb: 25 MB/s Lesen, 9 MB/s Schreiben
  • 2 MB: 30,67 MB/s Lesen, 15,13 MB/s Schreiben
  • 64 MB: 32 MB/s Lesen, 20,27 MB/s Schreiben
  • 256 MB: 35,1 MB/s Lesen, 21,33 MB/s Schreiben

Das Fazit:

Für Anwender mit dem Bedarf, große Datenmengen ohne Netzwerk auszutauschen, ist der Voyager GT eine gute Lösung. Er kann aufgrund seiner Kapazität und der Dual-Controller-Architektur sehr gut als Datenlager für diverse Anwendungen verwendet werden. Ob es nun Massen an Bildern, Videos oder Programmen sind, mit einer Kapazität von 128 GB wird man die Meldung "Datenträger voll" wohl nur sehr selten erhalten. Die Schreib- und Lesegeschwindigkeit ist gut, die MLC-NAND-Flashzellen liefern mit dem Dual-Channel-Controller eine gute Performance - oftmals wird wohl sogar schon der USB-Port bremsen und nicht der Stick selber. Corsair gibt zudem eine 10-Jahres-Garantie auf den Stick, sodass er wohl den USB-Port als Anschlusstechnik Nr. 1 überleben wird.

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Wo viel Licht ist, ist auch immer Schatten: Für die Hosentasche ist das dicke Gerät nichts, hier sind kleinere Sticks interessanter. Auch bietet Corsair keine Sicherheitsfeatures out of the box, neben einem Verlängerungskabel und einem Band zum Tragen des Sticks um den Hals liegt keine Software bei. Auch hier bieten andere Hersteller mit einer sicheren Umgebung und anderen Features mehr. Da die 64-GB-Variante momentan am Markt für ca. 130 Euro den Besitzer wechselt, ist es wahrscheinlich, dass die 128-GB-Variante mit über 250 Euro zu Buche schlagen wird. Damit bleibt der Corsair-Stick sicherlich das Spielzeug einiger Datenhungriger.

Positive Aspekte des Corsair Voyager GT 128 GB:

  • hohe Performance
  • hohe Kapazität
  • Robustheit, Haltbarkeit (10 Jahre Garantie)

Negative Aspekte des Corsair Voyager GT 128 GB:

  • enorme Größe
  • hoher Preis
Der Corsair Voyager GT ist wohl in Kürze auch in unserem Preisvergleich zu finden.

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