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1More Triple Driver In Ears im Kurztest – Drei Wege auf kleinstem Raum

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1more inear 3way teaserDie 1More Triple Driver In-Ears bieten nicht nur drei Wege auf kleinstem Raum, sondern besitzen auch eine THX-Zertifizierung. Ob das hilft, dass am Ende ein überzeugender Klang geboten werden kann, klären wir in diesem Kurztest.

1More ist bei vielen unserer Leser sicherlich durch die Kooperation mit Xiaomi bekannt geworden, denn das noch recht junge asiatische Unternehmen zeichnet sich unter anderem für die bekannten Piston-In-Ears aus. Dass 1More aber auch mit eigenen Produkten überzeugen kann, zeigten unsere Tests des 3-Wege-Kopfhörers 1More H1707 und des Gaming-Headsets 1More Spearhead VRX. 

Die 1More Triple Driver InEars haben uns die letzten Monate begleitet und mussten zeigen, was in ihnen steckt. Der Preis liegt offiziell bei rund 100 Euro, aktuell (Stand Dezember 2018) sind die In-Ears aber für rund 70 Euro in unserem Preisvergleich gelistet. Eines können wir schon verraten: Mit Blick auf das Gesamtpaket, das 1More geschnürt hat, ist das mehr als angemessen, denn für 3-Wege-In-Ears muss in der Regel etwas mehr investiert werden. Den hochwertigen Eindruck unterstreicht bereits die Verpackung.

Das Gehäuse und der akustische Aufbau

3 Wege? Das kennt man normalerweise nur von normalen Lautsprechern und selbst dort setzen die meisten Hersteller nur bei größer dimensionierten Modellen auf 3 Wege, der Standard ist vielmehr eine Aufteilung in 2 Wege: Hoch- und Tiefmitteltöner. Gerade bei In-Ear-Kopfhörern sieht der Aufbau in der Regel noch etwas einfacher aus, schließlich muss auf extrem kleinem Raum agiert werden. Die Regel sind daher In-Ears mit einem Treiber, der sich entsprechend um das gesamte Frequenzspektrum kümmern muss.

Den größten Nachteil an dieser Konstruktion haben wir auch schon angeführt: Ein Treiber für einen extrem breiten Frequenzbereich, kann in der Regel nicht mit einem Mehrwege-Aufbau mithalten, bei dem sich entsprechend „Experten“ um ihre Frequenzbereiche kümmern. Gänzlich ungewöhnlich ist ein solches Setup auch im In-Ear-Segment nicht mehr, oftmals aber teureren Geräten vorbehalten. 

1More setzt auf einen Aufbau, bestehend aus zwei Balanced-Armatur-Treibern und einem klassischen Modell pro Seite. Die Kombination soll im Hoch- und Mittelton für ein ausgewogenes Klangbild sorgen, denn erstere Treiber decken in der Regel ein recht schmales Frequenzspektrum ab. Im Tiefton soll hingegen eine stattliche Dynamik geboten werden.

Das alles verbaut 1More in einem Metall-Gehäuse, das es in Gold oder wie in unserem Fall in Silber/Grau gibt. Der so gewonnene Kontrast gefällt und passt gut zum nüchternen und vergleichsweise geradlinigen Design. 

Der ebenfalls aus Aluminium bestehende Soundkanal wird leicht angewinkelt, was dazu führt, dass die In-Ears angenehmer im Ohr sitzen. Dazu trägt gleichzeitig auch die Materialwahl ihren Teil bei. Diese sorgt nicht nur für einen hochwertigen Eindruck, sondern auch dafür, dass das Gewicht mit 18 Gramm nicht allzu hoch ausfällt. Wird dann aus den beiliegenden, neun verschiedenen Ohrstöpseln (6x Silikon, 3x Schaumstoff), das passende Ohrstück gewählt, können unsere Testkandidaten mit einem exzellenten Sitz aufwarten. Wie üblich gilt aber: Es sollte großzügig getestet werden, denn nur bei einem wirklich passenden Sitz können die In-Ears zeigen, was in ihnen steckt.

Das Anschlusskabel ist mit 130 cm ausreichend dimensioniert, sodass es im täglichen Leben zu keinerlei Einschränkungen kommt. Der größte Teil des Kabels ist textilummantelt, was den generell sehr hochwertigen Eindruck unterstreicht. Lediglich der letzte Teil ist gummiummantelt, was aufgrund der besseren Flexibilität im Bereich der eigentlichen In-Ears sinnvoll ist.

Zur einfachen Bedienung setzt 1More auf eine Kabelfernbedienung. Diese verfügt über drei Tasten - die nicht beschriftet wurden - und sitzt recht nah am rechten In-Ear. In der Praxis sorgt sie für einen spürbar gesteigerten Komfort. 

Klangeindruck

Wie üblich gilt auch an dieser Stelle, dass es am Ende natürlich darauf ankommt, wie gut die In-Ears auch wirklich klingen. Gleichzeitig möchten wir natürlich auch an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es sich um einen rein subjektiven Klangeindruck handelt. Getestet haben wir wie üblich mit unserem Referenz-Song „Forgiven not Forgotten“ der Corrs.

Schnell zeigt sich, dass die In-Ears mit einem ausgewogenen und neutralen Klang im Hoch- und Mittelton aufwarten können. Die zu Beginn des Stücks einsetzende Geige klingt keineswegs scharf oder spitz, kann gleichzeitig aber mit einer sehr hohen Auflösung gefallen, denn die 1More Triple Driver In-Ears arbeiten auch kleine Details vergleichsweise fein heraus. Gleiches gilt auch für die Singstimme, denn hier zeigt sich, dass die In-Ears nicht nur sehr entspannt im Hochtonbereich arbeiten, sondern gerade durch ihren Mitteltonbereich auftrumpfen können. Entsprechend rund wirkt das Klangbild. Erneut zeigt sich darüber hinaus, dass die Detailverliebtheit eine der Stärken unseres Testkandidaten ist.

Wer nun meint, dass wir es mit sehr neutralen In-Ears zu tun haben, der irrt trotzdem - ein wenig zumindest. Der gewählte akustische Aufbau sorgt dafür, dass der Tieftonbereich dynamisch und voluminös zu Werke geht und etwas dicker aufträgt, als es beispielsweise für ein Studiomonitor wünschenswert wäre. Gleichzeitig sorgt die Abstimmung aber dafür, dass die Details im Mitteltonbereich nicht allzu sehr überdeckt werden und gleichzeitig einbe Menge Spielfreude geboten werden kann. Kurz gesagt: Das Sounding ist nicht extrem neutral, macht dafür aber richtig Spaß.

Eine weitere Stärke ist die Bühnenabbildung unseres Testkandidaten. Gerade bei Live-Aufnahmen fällt auf, dass die Bühne gut und fein differenziert in der Breite gestaffelt wird. Jedes Instrument kann klar einem bestimmten Platz zugeordnet werden, während auch die Staffelung in der Tiefe überzeugt.

Fazit

Gerade mit Blick auf den aktuell aufgerufenen Preis ist die Leistung der 1More Triple Driver In Ears über jeden Zweifel erhaben. Der Klang ist ausgewogen und kann mit seinem hohen Detailreichtum und der sehr guten räumlichen Abbildung auftrumpfen, während der voluminöse Bassbereich für die nötige Spielfreude und das nötige Quäntchen Unvernunft sorgt. 

Zu gefallen weiß auch der Tragekomfort der In-Ears. Die insgesamt neun verschiedenen Ohr-Stöpsel sorgen dafür, dass ein sicherer Sitz garantiert wird, was sich gleichzeitig positiv auf den Klang auswirkt. Das Kabel ist ausreichend lang dimensioniert, die integrierte Kabelfernbedienung ist für unseren Geschmack aber etwas nah am eigentlichen Ohrhörer positioniert.

Das Gehäuse aus Metall und die hochwertige Verarbeitung sorgen für einen stimmigen Gesamteindruck. Das Transport-Case wirkt zwar ein wenig altbacken, sorgt aber dafür, dass die In-Ears sicher transportiert werden können. 

Mit Blick auf den aktuellen Straßenpreis von rund 70 Euro hat 1More alles richtig gemacht, sodass wir unseres Preis-Leistungs-Award zücken.

Positive Aspekte der 1More Triple Driver In Ears:

  • Ausgewogener Hoch- und Mitteltonbereich
  • Hohe Spielfreude
  • Gute Dynamik
  • Sehr gute Verbarbeitung
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Negative Aspekte der 1More Triple Driver In Ears:

  • Bass etwas zu präsent

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