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Sennheiser GAME ZERO im Test

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sennheiser game zero teaserDer deutsche Traditionshersteller Sennheiser, welcher jedoch nicht primär für den Gaming-Bereich entwickelt, bietet nun genau für diesen Bereich ein neues Headset an. Das GAME ZERO soll durch sein ausgeklügeltes Design und einen sehr guten Klang den professionellen Spieler mit dem richtigen Klangbild versorgen, während Störgeräusche gleichzeitig außerhalb der Ohrmuschel bleiben sollen. Ob das Headset überzeugen kann, klären wir in unserem Test.

Im Gaming-Bereich geht es optisch oft sehr auffällig zu, anders ist das bei Sennheiser. Das GAME ZERO gibt es in Weiß aber auch in Schwarz. Unser Sample in Schwarz zeigt sich im ersten Moment sehr schlicht und gut verpackt. Besondere Features wie ein Surround Sound sind nicht mit an Board. Aktuell ordnet sich das Headset mit einem Preis von ca. 190 Euro im oberen Mittelfeld der Headset-Liga ein. Aber ist der Preis gerechtfertigt?

Technische Daten Kopfhörer  
Frequenzgang: 10 - 28.000 Hz
Impedanz: 50 Ohm
Sensitivität @ 1 kHz: 108 Ohm
Technische Daten Mikrofon  
Frequenzgang: 50 - 16.000 Hz
Sensitivität @ 1 kHz: -38 dBV/Pa
Technische Daten Allgemein  
Gewicht: 300 Gramm
Kabellänge: 3,0 m + 1,2 m
Kabel: Ummantelt
Zubehör: Reisetasche
Kabel Smartphone
Preis: ca. 190 Euro
   

Optik & Verarbeitungsqualität:

Der Hersteller aus Niedersachsen liefert das GAME ZERO in einer zusätzlichen Reisetasche aus, was uns besonders gut gefällt. Damit ist das Headset für den Transport sehr gut geschützt. Den Weg zur nächsten LAN-Party, oder eine längere Reise übersteht das Headset somit unbeschadet. Die Tasche ist sehr hochwertig verarbeitet, bietet ein kleines zusätzliches Fach und kann einfach bzw. schnell mit einem Reißverschluss verschlossen werden.

Die Optik der schwarzen Version ist eher schlicht, ganz anders stellen sich die Mitbewerber im Gaming-Bereich oftmals dar. Auffällige Oberflächen oder farblichen Schnickschnack suchen wir am GAME ZERO fast vergebens. Lediglich ein paar rote und schmale Detailflächen lockern das Design etwas auf. Wie so oft, zählt der erste Eindruck: Die Verarbeitung von Sennheiser ist, wie schon mehrfach an anderer Stelle erörtert, tadellos. Die Materialien sind hochwertig, robust und gut miteinander Verarbeitet. Mit seinen leichten Gewicht von etwa 300 Gramm fällt das Headset darüber hinaus nicht besonders schwer aus, sondern bietet eine Mischung aus hochwertiger, robuster Verarbeitung und geringem Gewicht.

Sennheiser entscheidet sich für ein schwarzes Kunstleder mit einer glatten und angenehmen Oberfläche. Der Kern der Polster im Bereich der Ohren, aber auch am Bügel ist weich, welcher einen guten Tragekomfort bieten soll, doch dazu später mehr. Um farblich doch noch ein paar Akzente zu setzen, verwendet der Hersteller roten Stoff zum Abdecken der Treiber im inneren der Ohrmuscheln. Das Kabel mit seiner Länge von drei Meter besitzt eine robuste Ummantelung, ist aber dennoch sehr flexibel. Sennheiser liefert zwei Kabel, eines mit zwei 3,5-mm-Anschlüssen, klassisch für den PC. Aber auch ein Weiteres, mit nur einem Anschluss um das GAME ZERO auch am Smartphone oder an der Playstation nutzen zu können. Die besonders großzügige Kabellänge von drei Meter gefällt uns ausgesprochen gut, denn ein zu kurzes Kabel am Headset kann einem schnell den Spaß verderben.

Tragekomfort:

Es ist besonders wichtig, wie gut ein Headset sitzt, denn im Regelfall wird es mehrere Stunden am Stück getragen. Damit einher geht natürlich die Anpassungsfähigkeit, denn jeder Mensch unterscheidet sich nunmal, auch in der Kopfgröße. Der Bügel des GAME ZERO kann auf jeder Seite um ca. 5,5 cm verlängert werden. Damit steht dem Besitzer ein Spielraum von rund 11 cm zu Verfügung, unserer Meinung nach, ist das mehr als ausreichend. Die Anpassung erfolgt in kleinen Schritten und rastet schließlich sicher und fest ein. Damit sich die großen Ohrmuscheln in alle Richtungen am Kopf anpassen können, verwendet Sennheiser ein robustes Gelenk aus Edelstahl, welches gleichzeitig die Markierung links / rechts beinhaltet.

Doch wie sitzt das GAME ZERO denn nun?

Der gut gepolsterte Bügel erzeugt eine gut abgestimmte Vorspannung und damit einen angenehmen Druck auf den Kopf. Dadurch schmiegen sich beide Ohrmuscheln mit dem gepolsterten Kunstleder dicht um beide Ohren. Wichtig dabei: dicht um beide Ohren und nicht auf die Ohren selbst. Beide Ohrmuscheln sind im Inneren groß dimensioniert und bieten den Ohren genug Platz. Die Abdichtung um beide Ohren ist sehr gut und verhindert, dass Geräusche aus der Umgebung das Gehöhr erreichen. Der Grund dafür ist auch das geschlossene Design, mit dem Sennheiser wirbt, ganz klar mit dem Ziel Umgebungsgeräusche zu minimieren. Der einzige Nachteil des Kunstleders besteht darin, dass es nach einiger Zeit unter den Ohrmuscheln schon recht warm wird. Wir denken jedoch, dass sich das auch kaum vermeiden lässt. Das geringe Gewicht von nur 300 Gramm kommt dem Tragekomfort natürlich noch einmal zu Gute.

Klangcheck:

Stimmt schon einmal der Tragekomfort somit fehlt nur noch ein guter Klang. Einen Surround-Sound mit mehreren Treibern bietet das GAME ZERO nicht, denn es handelt sich um ein reines Stereo-Headset. Entwickelt wurde das Headset für den professionellen Gamer, wonach sich auch der Klang von anderen Herstellern und deren Gaming-Headsets unterscheidet. Sennheiser verzichtet nämlich auf tiefe und üppige Bässe und widmet sich den Mitten. Denkt man zum Beispiel an strategische Shooter, wo es darauf ankommt, den Gegner durch seine Schritte zu Orten, werden üppige Bässe recht schnell überflüssig. Das ist genau das, was das GAME ZERO auszeichnet: Wir haben es wieder mit unserem Referenzsong "Forgiven not Forgotten" getestet und das Ergebnis ist beachtlich.

Im mittleren Bereich geht es sehr detailgetreu zu Werke. Kleinste Details, besonders die Stimme und die Instrumente, stellt das Headset aus Niedersachsen sehr gut dar. Der Ort der Instrumente lässt sich sehr gut heraushören, was für eine gute Bühnenabbildung spricht. Im Klangcheck kam noch einmal die Abschirmung der Treiber dank des geschlossenen Designs zur Geltung.

Die Lautstärke lässt sich an der rechten Ohrmuschel mit einem Drehregler verändern - ganz zurück gedreht ist nichts mehr zu hören. Übrigens, der Verzicht auf eine Kabelfernbedienung stört in der Praxis kaum.

Auch das Mikrofon überzeugt. Mit einer Sensitivität von -38 dBV/Pa @ 1kHz und integriertem Noise-Cancelling erfolgt die Stimmübertragung beispielsweise in Teamspeak kristallklar. Absprachen mit den Spielepartnern werden sehr gut verstanden. Das Mikrofon blendet Störgeräusche aus der Umgebung sehr gut aus. Und, dank der guten Abschirmung der Ohrmuscheln, bleibt der bekannte Echoeffekt aus, was wiederum die Sprachqualität noch einmal verbessert. Einen zusätzlichen Schalter um das Mikrofon stumm zu schalten, gibt es nicht. Es muss lediglich etwas nach oben geklappt werden. Ein leises Klicken bestätigt das muten bzw. un-muten.

Fazit:

In unsrem Test kann das Sennheiser GAME ZERO überzeugen. Zum einen ist die Verarbeitung des schlichten Designs tadellos. Ganz nach Sennheiser-Manier. Zum anderen ist auch der Tragekomfort sehr gut. Dank der großzügigen Ohrmuscheln und der Anpassungsfähigkeit steht längere Spiele-Sessions nichts mehr im Wege. Das mitgelieferte Zubehör in Form einer schicken Transporttasche und des zweiten Kabels konnte zudem Überzeugen.

Auch den Klangcheck hat das GAME ZERO mit Bravour gemeistert. Unserer Meinung nach deshalb, da sich Sennheiser auf den wichtigen Bereich, nämlich die Mitten, konzentriert hat. Üppige, fast lästige Bässe, bietet das Headset nicht, zeigt aber dennoch ein sattes, ausgewogenes und neutrales Klangerlebnis. Auch das Mikrofon, welches die Umgebungsgeräusche sehr gut ausblendet, macht seine Arbeit sehr gut. Der Preis von ca. 190 Euro ist natürlich nicht ohne. Doch wird ein sehr gutes Headset, vorwiegend für den Spieleinsatz gesucht, ist man beim GAMZE ZERO von Sennheiser genau richtig.

 

 

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Ø Bewertungen: 5

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Kommentare (10)

#1
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Registriert seit: 05.08.2012

Oberbootsmann
Beiträge: 964
Warum muss Gaming-Equipment immer die selben Kontraste haben? Rote, Grüne, Blaue, Weiße Nähte, Beleuchtung oder was auch immer. Warum gibt es nichts schlichtes/luxuriöses?
#2
Registriert seit: 28.08.2005
Dortmund
Oberbootsmann
Beiträge: 821
Dieser Test ist so nichts sagend, es fehlt einfach der Vergleich zu anderen Headsets auch im niedrigeren Preis bereich wie z.b das Sennheiser GSP 300
#3
Registriert seit: 18.03.2007

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1301
Sennheiser headsets sind schon toll finde ich
nur egal welches Modell ich bisher hatte
Am Ende ist mit immer das micro kaputt gegangen sich Bügelklappmechanismuss oder der plastikschalter an der kabelfernbedingung

Mal schauen wie lange das bei diesem Modell lebt

Mfg
#4
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Registriert seit: 31.10.2006

Oberbootsmann
Beiträge: 1022
@Monster

Kauf dir doch einfach ein Beyerdynamic und benutze es für Gaming. Ich zb mag diese verspielten Designs im Gaming Bereich. Habe ich schon inner gemocht ( bin jetzt 34).

Wird wohl eine Zielgruppe dafür geben, sonst würden die Hersteller es nicht immer wieder und wieder machen. Nennt sich simple Marktwirtschaft.

Und wie gesagt, es ist ja nicht so, als ob es keine Alternativen gibt...
ich zB hasse schlichtes Design, würde mir aber dämlich vorkommen, dieses immer wieder bei Produkten zu kritisieren ..
#5
Registriert seit: 18.02.2016

Gefreiter
Beiträge: 41
Ein kurzer Vergleich mit dem Sennheiser Game One
(Benutze ich jetzt bereits über einem Jahr)

Die beiden Headsets scheinen jetzt auf den ersten Blick nahezu identisch. Ich möchte jedoch auf zwei wichtige Unterschiede eingehen:

1. Das Game One ist ein "offenes Headset" und das Game Zero ein "geschlossenes Headset". Beim offenen Headset hört man eben seine Umgebung und die Klangkulisse "weiter" das ist mMn. besser als bei der geschlossenen Version. Es hört sich somit realistischer an.

2. Das Game Zero verwendet eine wie ich finde zu harte Plosterung. Beim Game One ist das ein weicher angenehmer Stoff.


PS: Die Funktion zum Muten des Headsets, durch hochklappen, ist unglaublich praktisch!


Preislich nehmen sich Zero und One(<- bissl günstiger) kaum etwas.
#6
customavatars/avatar35183_1.gif
Registriert seit: 12.02.2006
Korschenbroich
Kapitänleutnant
Beiträge: 1757
Zitat
Der deutsche Traditionshersteller Sennheiser, welcher jedoch nicht primär für den Gaming-Bereich entwickelt, bietet nun genau für diesen Bereich ein neues Headset an.


Neu? Das Ding ist doch seit September 2015 auf dem Markt...

Und sonst wirkt der Test tatsächlich sehr nichtssagend und mehr wie Werbung. Es wird quasi das Datenblatt runtergerattert.
#7
customavatars/avatar23615_1.gif
Registriert seit: 05.06.2005
Mittelfranken
Korvettenkapitän
Beiträge: 2248
@SideWindeR: Danke. Ich dachte schon ich hab da was verwechselt und Sennheiser hat was neues auf den Markt gebracht.
#8
customavatars/avatar55611_1.gif
Registriert seit: 11.01.2007
Kurz vor Holland
Kapitänleutnant
Beiträge: 1651
Zitat ssj3rd;25513190
@Monster

Kauf dir doch einfach ein Beyerdynamic und benutze es für Gaming. Ich in mag diese verspielten Designs im Gaming Bereich. Habe ich schon inner gemocht ( bin jetzt 34).

Wird wohl eine Zielgruppe dafür geben, sonst würden die Hersteller es nicht immer wieder und wieder machen. Nennt sich simple Marktwirtschaft.

Und wie gesagt, es ist ja nicht so, als ob es keine Alternativen gibt...
ich zB hasse schlichtes Design, würde mir aber dämlich vorkommen, dieses immer wieder bei Produkten zu kritisieren ..


Wie ich da bei dir bin ;)
#9
Registriert seit: 13.03.2015

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1532
Wie ist es im Vergleich zum Superux HMC681 EVO ? Immerhin kostet das Sennheiser rund das Vierfache, und das Superluxx ist klanglich schon sehr gut (von dem schrottigen Schalter für das Mikro mal abgesehen).
#10
customavatars/avatar236943_1.gif
Registriert seit: 10.12.2015

Hauptgefreiter
Beiträge: 213
Kunstleder Ohrmuscheln kommen bei mir nicht mehr ins Haus mein altes Sennheiser PC 160 hatte Kunstleder Ohrpolster. Man schwitzt einfach darunter und mit der Zeit blättert das Kunstleder ab.

Ich hab nun das PC 373D von Sennheiser, diese velour Ohrpolster sind einfach herlich.
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