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Arctic P533 Racing im Test

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Arctic P533 RacingArctics P533 ist ein ohrumschließendes Gaming-Headset, das wahlweise im Racing- oder im Military-Look geordert werden kann. Zu einer Preisempfehlung von 79,99 Euro soll es sowohl zum Spielen als auch zur Filmwiedergabe bestens geeignet sein. Ob es wirklich überzeugen kann, finden wir im Test heraus. 

Bisher war der als Studio-Kopfhörer mit integriertem Mikrofon ausgelegte P614 das Topmodell aus Arctics Audio-Sparte (wir haben vor reichlich einem Jahr die Bluetooth-Variante Arctic P614 BT getestet). Weil Arctic die Preise dafür deutlich reduziert hat, rutscht jetzt zumindest mit Blick auf die Preisgestaltung das neue Headset P533 an die Spitze. Mit einer UVP von 79,99 Euro sind die beiden Varianten P533 Racing und P533 Military aktuell die teuersten Audioprodukte des Unternehmens, das 2001 in der Schweiz gegründet wurde. Die Kaufpreise im Einzelhandel sind allerdings auch für das P533 schon etwas günstiger. In unserem Preisvergleich ist das Headset für rund 65 Euro gelistet.

Für diesen Preis erhält der Käufer einen wuchtigen, ohrumschließenden Kopfhörer mit Neodym-Treibern und einem beweglichen Gelenkmikrofon an der Seite. Anders als vom Arctic P614 gibt es bisher keine drahtlose Variante. Das P533 wird immer mit einem 3,5-mm-Klinkenstecker angeschlossen. Dabei hat der Nutzer aber die Wahl, ob er einen drei- oder vierpoligen Anschluss nutzt. Die Wahl hat er beim Kauf zudem zwischen zwei ganz unterschiedlichen Designvarianten. Während das von uns getestete P533 Racing durch rote Farbakzente und den Rennstreifenlook an den Ohrmuscheln auffällt, zeigt sich das P533 Military in einer Flecktarn-Optik.

Lieferumfang

Arctic P533 Racing

Schon die peppig gestaltete Verpackung macht deutlich, dass sich das P533 Racing in erster Linie an Spieler richtet. 

Arctic P533 Racing

Der Lieferumfang wirkt angemessen. Neben Produktinformationen liegt dem P533 Racing zum einen eine zwei Meter lange Verlängerung bei, die gleichzeitig als Adapter auf zwei dreipolige 3,5-mm-Stecker dient. Zum anderen wird aber auch eine gut gepolterte Schutzhülle mitgeliefert. Damit kann das Headset bedenkenlos z.B. zur nächsten LAN-Party transportiert werden.  

Bevor wir im Detail auf das Headset eingehen, erst noch die wichtigsten Kenndaten im gewohnten Überblick: 

Kopfhörertyp ohrumschließend
Treiber 40 mm, Neodym
Freqeunzbereich Kopfhörer 20 Hz bis 20 kHz
Empfindlichkeit Kopfhörer > 95 dB/mW
Impedanz 16 oder 32 Ohm
Empfindlichkeit Mikrofon > -40 dB/Pa
Anschluss vierpoliger 3,5 mm Klinkenstecker (Verlängerung 2 x dreipoliger 3,5 mm Klinkenstecker)
Kabel 1,2 m + 2 m Verlängerung
Lieferumfang Headset, Adapter-/Verlängerungskabel, Tragetasche, Infozettel
Gewicht 375 g
Produktseite http://www.arctic.ac

Optik und Hardware

Arctic P533 Racing

Mit den wuchtigen, gewölbten Ohrmuscheln erinnert das P533 an Piloten-Headsets - oder passend zum Racing-Design eben auch an wuchtige Headsets, wie sie aus der Formel 1 bekannt sind. Die ohrumschließende Bauweise kapselt den Nutzer mehr von seinem Umfeld ab als ein ohraufliegender Kopfhörer. Im Fall des P533 dringen Umgebungsgeräusche aber trotzdem noch recht gut zum Headset-Nutzer durch. Die geschlossene Bauweise dient damit letztlich mehr der Optik und weniger der Schallabschirmung. Bei einem Gewicht von 375 g gehört das P533 zu den schwereren Headsets. Die üppigen Polster an den Ohrmuscheln und dem Bügel stellen aber sicher, dass es auch bei mehrstündiger Nutzung nicht unangenehm siitzt. Bei höheren Temperaturen wird es unter dem dick gepolsterten Kopfhörer allerdings schon schnell schwitzig. Der Spielraum für die ergonomische Anpassungen ist relativ begrenzt - die Position der Ohrmuscheln kann je Seite stufenlos nur um etwa 1,5 cm variiert werden.

Die technischen Daten entsprechen Werten, wie man sie in diesem Segment erwartet. Die beiden 40-mm-Neodym-Treiber haben zwar 10 mm weniger Durchmesser als noch beim Arctic P614, sollen aber ebenfalls den Frequenzbereich von 20 bis 20.000 Hz abdecken. Die Empfindlichkeit wird mit > 95 dB/mW angegeben. Das bewegliche Gelenkmikrofon hat laut Arctic eine Empfindlichkeit von -42 dB/Pa.

Arctic P533 Racing

Das Gelenkmikrofon kann nach oben und unten geklappt werden. Man schwenkt es entsprechend nur vor den Mund, wenn es wirklich benötigt wird. Anders als bei konkurrierenden Produkten dient das Schwenken aber nicht gleichzeitig zum Aktivieren/Deaktivieren des Mikrofons. Es hört deshalb auch mit, wenn es eigentlich nach oben weggeklappt wurde. Arctic führt die Kabel zwischen den Ohrmuscheln und zwischen linker Ohrmuschel und Mikrofon offen. Das verleiht dem Headset einen schicken industriellen Look. Für die Langlebigkeit nicht optimal ist, dass das Anschlusskabel fest angebracht wurde. Bei einem Kabelbruch kann es deshalb nicht einfach ausgetauscht werden. Allerdings muss fairerweise angemerkt werden, dass austauschbare Anschlusskabel in dieser Preisklasse nicht üblich sind und generell auch eher bei Kopfhörern eingesetzt werden. 

Arctic P533 Racing

Während das Mikrofon die linke Ohrmuschen in Beschlag nimmt, dient an der rechten Ohrmuschel ein Drehregler der stufenlosen Lautstärkeregelung. Der Regler raspelt beim Drehen zwar leicht, erfüllt aber seinen Zweck und lässt die Lautstärkeregelung in einem breiten Spektrum zu. 

Arctic P533 Racing

Regulär wird das P533 mit einem vierpoligen 3,5-mm-Klinkenstecker angeschlossen. Dieser Stecker überträgt sowohl das Kopfhörer- als auch das Mikrofonsignal und wird vor allem von Mobilgeräten einschließlich mancher Notebooks unterstützt. Zum Einsatz am Mobilgerät passt auch die knappe Kabellänge von nur 1,2 m. Solange der Zuspieler ohnehin am Körper getragen wird oder als Notebook direkt vor dem Nutzer steht, stört ein zu langes Kabel eher. Für den Einsatz am PC oder der Konsole ist hingegen die beiliegende 2 m-Verlängerung empfehlenswert bzw. in den meisten Fällen sogar zwingend notwendig. Und das nicht nur wegen der zusätzlichen Kabellänge - die Verlängerung dient gleichzeitig als Adapter auf zwei dreipolige 3,5-mm-Klinkenstecker. 

Klangeindrücke

Bei einem Marktpreis von rund 65 Euro ordnet sich das P533 schon als Headset der mittleren Preisklasse ein und muss durchaus auch schon mit Modellen namhafter Audiospezialisten konkurrieren. Sennheisers durchaus auch an Spieler adressiertes PC 320 wird beispielsweise sogar etwas günstiger angeboten. Als offenes, ohraufliegendes Headset ist es allerdings nur eingeschränkt vergleichbar, denn das P533 trägt sich als ohrumschließendes Headset schon ganz anders und unterscheidet sich durch die geschlossene Bauweise auch akustisch deutlich. Es spielt nicht so luftig-frei auf, sollte dafür prinzipiell aber leichter den Bassbereich abdecken können. Die versprochenen 20 Hz werden allerdings nicht erreicht. Beim Test mit einem Frequenzgenerator hört man erst knapp oberhalb von 40 Hz etwas vom Headset. 

Arctic P533 Racing

Und auch vom subjektiven Höreindruck her könnte der Bassbereich präsenter sein. Gaming-Headsets neigen normalerweise zu einer Überbetonung des Bassbereichs, was ebenfalls nicht wünschenswert ist, das Arctic P533 trägt für unseren Geschmack aber etwas dünn auf. Insgesamt geht die Klangqualität für das Anwendungsgebiet Gaming/Movie aber in Ordnung. Bewegungen und kleine Details sind gut wahrnehmbar, eine Räumlichkeit durchaus vorhanden, was gerade bei taktischen Shootern von Vorteil ist. Für die Nutzung an der HiFi-Anlage ist das P533 allerdings nicht die erste Wahl. Mit den ausgewogeneren Kopfhörern bzw. auch Headsets etablierter HiFi-Spezialisten fährt man für dieses Einsatzgebiet besser. Wie bei Audio-Produkten üblich, gilt aber auch hier, dass es sich um einen subjektiven Höreindruck handelt, und im Idealfall selbst getestet werden sollte.

Das Mikrofon nimmt auffällig leise auf und quittiert ein Anheben des Pegels schnell mit einem Rauschen. Es ist aber recht gut möglich, einen annehmbaren Kompromiss aus Pegel und Rauschen zu finden. Damit ist das Mikrofon mit seiner natürlichen Stimmwiedergabe dann auch für den Voice Chat-Einsatz gut geeignet. Hilfreich ist dabei auch, dass das Mikrofon relativ flexibel ausgerichtet werden kann. 

Fazit

Arctic hat sowohl dem P533 Racing als auch dem P533 Military eine ganz eigene Optik verpasst. Der wuchtige Piloten-Look ist sicherlich Geschmackssache, sorgt in Verbindung mit den auffälligen Designs aber allemal für Eigenständigkeit. Schnell fällt auch der Lieferumfang positiv auf. Die abgestimmte Schutzhülle bewährt sich in der Praxis genauso wie die Möglichkeit, das Headset mit zwei ganz unterschiedlichen Kabellängen zu nutzen. Ohne Verlängerung ist die Kabellänge gut auf die Nutzung mit mobilen Geräten abgestimmt. Mit Verlängerung können hingegen auch größere Distanzen zum Zuspieler überbrückt werden. 

Arctic P533 Racing

Die recht aufwendige Aufmachung, das eigenständige Design und auch der Tragekomfort sprechen für das Arctic P533 Racing (und das baugleiche P533 Military). Mit der Preisempfehlung hat es sich Arctic aber nicht leicht gemacht - in diesem Preisbereich gibt es durchaus Headsets mit besserer Klangqualität. Durch die Tatsache, dass der Marktpreis (siehe Preisvergleich) bereits kurz nach Verkaufsstart deutlich gesunken ist, hat sich das Preisleistungsverhältnis aber schon einmal merklich verbessert.

Positive Aspekte des Arctic P533:

  • solide verarbeitetes Headset mit eigenständigem Design
  • Lieferumfang inklusive Transporttasche und Verlängerungs-/adapterkabel
  • guter Tragekomfort
  • Mikrofon flexibel ausrichtbar, Lautstärkeregler am Headset

Negative Aspekte des Arctic P533:

  • kraftloser Tieftonbereich, dafür aber insgesamt unaufdringliche Wiedergabe
  • Lautstärkeregler kratzig

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Kommentare (3)

#1
customavatars/avatar4557_1.gif
Registriert seit: 17.12.2002

Miles are my Meditation
Beiträge: 58761
Besorgt euch endlich mal einen Referenzhörer für eure Tests! Die vergleichenden Aussagen beim Klangeindruck sind ohne eine Referenz viel zu schwammig.

Bei Grafikkartentests würdet ihr doch auch nie ohne eine Referenz arbeiten.
#2
customavatars/avatar150456_1.gif
Registriert seit: 18.02.2011
Bitburg
Flottillenadmiral
Beiträge: 4938
Das Ding ist ja mal unfassbar hässlich.

Madz, weshalb einen Referenzhörer? Wäre beim Luxx nicht eher ein Referenzheadset sinnvoller ;)
#3
customavatars/avatar33106_1.gif
Registriert seit: 09.01.2006

Admiral
Beiträge: 16512
Referenz-Headset... das beist sich ja IM Wort selbst. :D Sehr geil CH4F! :D
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